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Gesundheit

Wenn’s im Bauch rumort und grummelt …

Neun Monate im Leib der Mutter, und dann geht’s raus in die Welt. Da muss sich das Baby zunächst einmal an vieles gewöhnen, zum Beispiel an eine neue Ernährung. Das braucht seine Zeit, und in dieser Phase der Gewöhnung sind Bauchschmerzen ein häufiger Begleiter aller Kinder. Meistens ist nur Luft dafür verantwortlich – aber Bauchschmerzen können auch andere Ursachen haben.

Jedes Kind hat mal Bauchschmerzen! Bauchschmerzen sind daher auch der häufigste Grund, weshalb eine Mutter mit ihrem Kind zum Arzt geht. Doch der hat es nicht immer leicht, die richtige Ursache festzustellen. Denn noch bis zum Alter von etwa vier Jahren können Kinder keine genauen Angaben machen, wo es ihnen eigentlich weh tut.

luft, milch und getreide

Glücklicherweise sind meistens die Blähungen bei Säuglingen Ursache für Bauchschmerzen, weil sie zu viel Luft im Magen oder im Darm haben. Diese Luft entsteht zum einen bei der ganz normalen Verdauung, an die sich der Babydarm erst gewöhnen muss. Stillende Mütter können ihrem Kind Bauchschmerzen und Koliken ersparen, wenn sie bei ihrer eigenen Ernährung auf blähende Speisen verzichten. Dazu gehören etwa Zwiebeln, Kohl, Brokkoli und Hülsenfrüchte. Aber auch Steinobst oder Birnen, manchmal sogar Schokolade, können Blähungen bei Säuglingen auslösen.

Auch wenn das Kind zu hastig trinkt und dabei sehr viel Luft schluckt, kann es zu Blähungen bei Säuglingen kommen. Das lässt sich vermeiden oder verringern, wenn die stillende Mutter darauf achtet, dass das Baby an der Brust richtig angelegt ist, und dass es bei seinen Mahlzeiten möglichst entspannt und ruhig ist. Wenn Babys Bauchschmerzen immer dann auftreten, wenn die Mutter zuvor Milch getrunken oder Brot gegessen hat, dann könnte es sein, dass der Nachwuchs allergisch auf Eiweiß oder Gluten reagiert. Eiweiß ist in allen Milchprodukten enthalten, Gluten in Brot und vielen anderen Getreideprodukten. Der Kinderarzt wird in derartigen Fällen hilfreiche Tipps zur Ernährung geben oder  Untersuchungen einleiten, um eine eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeit beim Kind feststellen zu können.

"dreimonatskoliken"

Etwa 10 bis 20 Prozent aller Babys leiden an den sogenannten "Dreimonatskoliken", wobei die Bezeichnung nicht ganz präzise ist. Denn die damit verbundenen Beschwerden, also die Koliken, können auch bis zum fünften oder sechsten Lebensmonat andauern; Jungen sind davon häufiger betroffen als Mädchen. Diese Babys gedeihen ganz normal, fallen aber durch heftige Schreiattacken auf, die durch Koliken nach den Mahlzeiten verursacht werden. Dass die Koliken durch Blähungen bei Säuglingen entstehen, gilt unter Kinderärzten als sicher. Weshalb aber manche Kinder stärker darunter leiden als andere, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Denn auch Hunger und Durst, volle Windeln oder ein Mangel an seelischer Zuwendung können die Schreiattacken hervorrufen. "3-Monats-Koliken" sind zwar für Baby und Mutter sehr anstrengend, in der Regel aber harmlos und ungefährlich.

druck ablassen

Baby Bäuerchen

Überdruck im Bauchbereich werden Babys und kleine Kinder los, wenn Luft entweichen kann. Die Natur hat dafür einen Weg "nach oben" und einen "nach unten" vorgesehen. Der "nach oben" ist das Aufstoßen, der "nach unten" sind die Blähungen bei Säuglingen. In der Welt der Erwachsenen gilt hörbares Aufstoßen als äußerst unschicklich; aber jede Mutter freut sich, wenn das Baby nach dem Trinken sein Bäuerchen macht. Hilfreich ist, das Kind aufrecht auf dem Arm zu halten, sodass sein Köpfchen auf der Schulter zum Liegen kommt. Wird dann mit der flachen Hand sanft der Rücken des Kindes beklopft oder gestreichelt, lässt das Bäuerchen meist nicht lange auf sich warten.

Praktischer Tipp: Am besten ein Handtuch, eine Baumwollwindel oder Ähnliches über die Schulter legen. Denn manchmal fördert das Kind nicht nur Luft zutage, sondern damit auch Speisereste.

blähungen bei säuglingen

Baby Bauch einreiben

Was hilft noch? Damit die Blähungen bei Säuglingen besser entweichen können, hilft es, den Babybauch mit einem Gemisch aus Fenchel- und Kümmel-Öl oder einem anderen ätherischen Öl einzureiben. Dabei mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel beginnen.

Auch die "Fliegerposition" erleichtert es dem Sprössling, Wind abzulassen: Dazu das Baby auf den Unterarm nehmen, das Gesicht schaut nach unten und der Kopf liegt in Richtung Armbeuge. In dieser Position übt der Unterarm ganz automatisch einen sanften Druck auf den Babybauch aus. Der Darm wird zu Bewegungen angeregt, Luft entweicht und das Risiko von Bauchschmerzen oder Koliken nach den Mahlzeiten sinkt erheblich.

Stillende Mütter können ihrem Baby Koliken auch dadurch ersparen, dass sie selbst eine Teemischung aus Anis, Fenchel und Kümmel trinken; diese Kräuter haben eine beruhigende Wirkung auf den Darm. Wird die Ernährung dann nach den ersten Monaten umgestellt, hilft es, die Flaschennahrung mit Fencheltee anzurühren.

Auch ein seit Generationen bewährtes und sehr einfaches Hausmittel gegen kindliche Bauchschmerzen sollte man nicht vergessen – die gute, alte Wärmflasche auf dem Bauch des Kindes. Auch erwärmte Hirse- oder Kirschkernkissen sind hier entspannende Helfer, die angestaute Blähungen bei Säuglingen entweichen lassen.

arztalarm

Eltern versuchen in der Regel, die Beschwerden ihrer Sprösslinge mit einfachen Mitteln zu Hause in den Griff zu bekommen. Wenn es gelingt, das Kind von seinen Bauchschmerzen abzulenken, wenn es weiterspielt, wenn es isst und trinkt, handelt es sich in der Regel nicht um ein ernsthaftes Problem.

Akut auftretende Bauchschmerzen sollten allerdings immer ernst genommen werden. Vor allem dann, wenn sie über mehrere Stunden anhalten oder kolikartig auftreten. Koliken kommen heftig und in kurzen Abständen. Wenn das Kind nichts mehr essen will, wenn es erbricht, wenn es hohes Fieber hat, wenn es Blut im Stuhl hat oder wenn der Bauch bretthart gespannt ist, müssen bei den Eltern die Alarmglocken klingeln! Dann heißt es: Schleunigst zum Arzt oder ins nächste Krankenhaus, denn für solche Beschwerden könnte beispielsweise eine akute Blinddarmentzündung, ein Leistenbruch oder eine Darmverschlingung verantwortlich sein.

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verständigung ohne worte

Da Kinder in diesem Alter noch nicht in der Lage sind, genau zu zeigen, wo es ihnen weh tut, lokalisieren sie viele allgemeine Beschwerden generell im Bauchraum. Das kann so weit gehen, dass auch eine Blasenentzündung, eine Entzündung im Halsbereich und sogar eine Mittelohrentzündung als "Bauchschmerzen" interpretiert werden. Babys und kleine Kinder reagieren schon sehr sensibel auf ihre Umwelt. Daher können auch seelische Belastungssituationen, etwa ständiger Streit zwischen den Eltern, die Ursache für Bauchschmerzen sein. Ein Kinderarzt kann hier meist nicht helfen. Viel wichtiger ist es, dass die Eltern sich bemühen, das häusliche Umfeld möglichst harmonisch zu gestalten und sich mit liebevoller Zuwendung um das Kind kümmern.

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