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Die U3-Untersuchung – das erste Mal in der Kinderarztpraxis

Nach den ersten Wochen zu Hause steht für Sie und Ihren kleinen Schatz ein neues Ereignis an: der erste Besuch beim Kinderarzt. Zwischen der vierten und fünften Lebenswoche ist die U3 für Ihr Kind fällig. Da in den meisten Fällen die ersten beiden Vorsorgeuntersuchungen in der Klinik stattfinden, lernen Sie nun Ihre Kinderarztpraxis kennen. 


Die U3-Untersuchung: Was passiert beim Kinderarzt?

Bei der U3 überprüft Ihr Kinderarzt, ob sich Ihr Baby in den ersten Lebenswochen altersgerecht entwickelt hat. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird sich die körperliche Entwicklung Ihres Babys anschauen, die angeborenen Reflexe kontrollieren, Ihnen Fragen zum Verhalten Ihres Säuglings stellen sowie seine Hüfte per Ultraschall auf eventuelle Fehlstellungen untersuchen. Falls das Neugeborenen-Hörscreening noch nicht erfolgt ist, findet dieser Test bei der U3-Untersuchug statt. Im Gespräch mit dem Arzt ist Platz für aktuelle Sorgen und Nöte der Eltern, zum Beispiel, was helfen kann, wenn das Kind viel schreit. Eine Beratung zu den anstehenden Impfungen gehört ebenfalls zur U3-Untersuchung dazu.


Was sollte ein gesunder Säugling bei der U3-Untersuchung können?

Durch das Gespräch mit Ihnen und die Untersuchung Ihres Babys wird der Kinderarzt die altersgemäße Entwicklung Ihres Sonnenscheins beurteilen. Dazu zählt, ob Ihr Kind seinen Kopf in Bauchlage anheben kann, ob es die Hände spontan öffnet, Gegenstände mit den Augen verfolgt und aufmerksam in die Gesichter von Bezugspersonen blickt. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird nachfragen, ob es Probleme beim Trinken, bei der Verdauung oder beim Schlafen gibt. Ein Säugling sollte in den ersten zwei bis drei Lebensmonaten etwa 150 Gramm pro Lebenswoche an Gewicht zunehmen. 


Muss mein Kind zur U3?

Die meisten Länder haben für die Mehrzahl der Vorsorgeuntersuchungen eine Meldepflicht eingeführt, das heißt, dass der Arzt verpflichtet ist, versäumte Untersuchungen zu melden. Die Termine werden dann bei den Eltern angemahnt.


Was kann die Hüftsonografie bei der U3 erkennen?

Der Ultraschall beider Hüftgelenke wird auch als Sonografie bezeichnet und hilft, eine Fehlstellung rechtzeitig festzustellen. Eine sogenannte Hüftdysplasie kommt bei ein bis drei Prozent aller Neugeborenen vor. Die Ultraschalluntersuchung der Hüftgelenke sollten Sie nutzen, da Ihr Baby im Falle einer Fehlstellung frühzeitig behandelt werden kann und Sie ihm dadurch möglicherweise lebenslange Beschwerden ersparen können.


Gibt es bei der U3-Untersuchung eine Impfberatung?

Ja. Sie können den Besuch beim Kinderarzt gleich dazu nutzen, um die Termine für die anstehenden Impfungen zu vereinbaren. Im Alter von sechs Wochen werden die ersten empfohlenen Impfungen fällig.


Was können Eltern während der U3-Untersuchung tun?

Verdeutlichen Sie sich, dass es wie bei allen anderen U-Untersuchungen um die Vorsorge geht. Machen Sie sich also keine Sorgen, sondern nutzen Sie die Gelegenheit, um eventuelle Probleme anzusprechen. Vielleicht kommt es Ihnen so vor, als gehöre Ihr neues Baby schon immer mit zur Familie, vielleicht brauchen Sie aber auch noch Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen. Wenn Sie sich durch die Anforderungen des Alltags oder den Schlafmangel überfordert fühlen, erzählen Sie Ihrem Kinderarzt davon und lassen Sie sich helfen. 


Was kostet die U3-Untersuchung?

Für Kinder sind von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr bisher elf Vorsorgeuntersuchungen kostenlos, dazu gehört auch die U3. Diese Vorsorgeuntersuchung ist ab der dritten Lebenswoche möglich und sollte spätestens bis zur achten Lebenswoche durchgeführt werden. Erfolgt sie später, muss die Untersuchung den Eltern als IGeL-Leistung in Rechnung gestellt werden. 
 

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