Palmöl: Produktion, Verwendung und Produkte


Palmöl (Synonym Palmfett) ist ein besonderer Rohstoff der häufig kritisiert wird. Immer wieder hört man von Regenwaldrodungen oder von Orang-Utans, die aus Ihrem Lebensraum vertrieben werden. Auch in vielen täglich konsumierten Produkten befindet sich Palmöl: von Lebensmitteln, wie Margarine oder Schokocremes, bis hin zu Kosmetik und Waschmittel.

Warum es für ROSSMANN so wichtig ist, verantwortlich mit diesem Rohstoff umzugehen und was Nachhaltigkeit bei Palmöl bedeutet, wird hier erklärt.


Was ist Palmöl?

Herkunft und vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Palmöl

Die Ölpalme wird in weiten Teilen Asiens, in Afrika und in Lateinamerika angebaut. Sie hat den mit Abstand höchsten Ertrag aller Ölpflanzen, zudem ist die Ölpalme robust und wenig anfällig für Schädlinge. Mit einem Anteil von einem Drittel am globalen Gesamtverbrauch gehören Palmkern- und Palmöl zu den am häufigsten verwendeten Pflanzenölen weltweit. Im Vergleich zu Raps, Sonnenblume oder Soja liefert sie bei gleicher Anbaufläche fünf bis zehn Mal so viel Öl. Das heißt: Um die gleiche Menge Öl zu produzieren, wird bei Palmöl deutlich weniger Fläche in Anspruch genommen als bei anderen Ölpflanzen.

Würde man die Palmöl-Produktion komplett durch andere Ölpflanzen ersetzen, würde man fast die 5-fache Anbaufläche benötigen: Statt ca. 380.000 Hektar, ca. 1.85 Millionen Hektar! Der Ersatz durch andere Ölpflanzen wäre also keine nachhaltige Lösung!*

In der Diskussion wird oft einfach nur von Palmöl gesprochen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen

  1. Palmöl, welches aus dem Fruchtfleisch gewonnen wird,
  2. Palmkernöl, welches, wie der Name verrät, aus dem Kern der Frucht extrahiert wird und
  3. die sogenannten Derivate und Fraktionen, also chemische Erzeugnisse, welche auf Palm- oder Palmkernöl basieren.

Das aus der Palmölfrucht gewonnene Palmöl ist, neben weiteren besonderen Eigenschaften, hitzebeständig, lange haltbar und neutral im Geschmack. Aufgrund dieser Eigenschaften werden Palmkern- und Palmöl häufig in Lebensmitteln eingesetzt, wie z.B. für die Herstellung von Backwaren, Margarine und Süßwaren.

Bei Produkten wie Kosmetika oder Reinigungsmitteln spielen Derivate und Fraktionen eine wichtige Rolle, z. B. als Tenside in Reinigungsmitteln oder Emulgatoren in Kosmetik.

 

Bewusster Umgang mit Palmöl bei ROSSMANN

ROSSMANN ist sich der Problematik sehr bewusst, die durch die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Palmöl, Palmkernöl sowie Derivaten aus Palmöl entsteht und unterstützt daher den nachhaltigen Anbau der Ölpalme. Hierfür ist ROSSMANN aktives Mitglied der RSPO „Roundtable on Sustainable Palm Oil“, eine 2004 vom WWF gegründete Initiative. ROSSMANN ist auch Mitglied des FONAP „Forum Nachhaltiges Palmöl“, ein 2013 gegründeter und seit 2015 offiziell eingetragener Verein, welcher ein Zusammenschluss von Privatunternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden sowie dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bildet.

Wo es möglich ist, verzichtet ROSSMANN bei seinen Marken auf den Einsatz von Palmöl. Wo dies nicht möglich ist, stammt der überwiegende Teil des verwendeten Palmöls aus zertifizierter Herkunft. 2017 lag der Anteil zertifizierten Palmöls bei ROSSMANN-Marken bei über 85 Prozent.

Durch den Einsatz von zertifiziertem Palmöl sowie die Unterstützung des nachhaltigen Anbaus trägt ROSSMANN dazu bei, den weltweiten Bedarf auf ein angemessenes Niveau zu senken und in den Anbaugebieten umweltgerechtere Methoden zu fördern.

 

 

https://www.forumpalmoel.org/was-ist-palmoel