Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Akzeptieren
zum Warenkorb
lade...
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Mein Warenkorb
Warenbetrag Preis inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand
zum Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leider noch leer.
Interview

Kultig: Der Bonsai im Gespräch

Einige unter uns kennen das: Kaum fühlen wir uns in den heimischen vier Wänden wohl, ziehen wir auch schon wieder um. So manche Bekanntschaften verlieren sich, nur eine bleibt: die Zimmerpflanze. Wer hat welchen Glücksbringer und welche Pflanztipps haben unsere Kollegen zu bieten? Wir vom Redaktionsteam haben nachgefragt und sind auf interessante Weggefährten gestoßen. Von Gummibäumen und stacheligen Freunden - hier ist der Bonsai im Gespräch.

Altbekannte Evergreens in deutschen Wohnzimmern sind Efeu, Farn und Benjamini. Aber auch exotische, meist südländisch beheimate Pflanzen wie Gummibaum, Yucca- oder Fächerpalme und japanischer Ahorn-Bonsai finden großen Anklang. Als Vertreterin des Modernen wurden wir bei unserer Kollegin aus dem Projektmanagement fündig: Sie liebt ihren Bonsai und hegt und pflegt ihn als einzige Zimmerpflanze ihres Hightech-Lofts (im angesagten Stadtviertel versteht sich).

Nachgefragt - Aufschlussreiches über den Bonsai

Redaktion: „Wie bist du zu deinem Bonsai gekommen? Oder kam er zu dir?“
Unsere Kollegin lacht: „Also um ehrlich zu sein, würde ich wohl nie auf die Idee kommen, mir eine Pflanze zu kaufen. Mal abgesehen von den Schnittblumen vom Markt. Ich bekam meinen Bonsai geschenkt. Das war 2000, als ich mit meinem Bruder die Expo in Hannover besuchte. Als Erinnerung – mein Bruder wanderte kurz danach nach Dubai aus – vermachte er mir mein Bäumchen.“

Redaktion: „Wo steht der Bonsai? Nach 10 Jahren dürfte er inzwischen wohl zu groß für die Fensterbank sein …“
Kollegin nickt: „Bonsai-Bäume brauchen zwar viel Licht, also helle Standorte, jedoch muss man unbedingt darauf achten, dass sie im Winter keine kalten Füße bekommen. Auch Zugluft mag meiner gar nicht! Da ist er tatsächlich feige …“, Unsere Kollegin verhält grinsend und erklärt, „mein Bonsai ist nämlich ein oleanderblättriger Feigenbaum. Im Loft zieht es an einigen Fenstern, das mag er gar nicht. Im Moment steht er im Arbeitszimmer im zweiten Stock in der Nähe zum Dachwintergarten. Das ist Südseite, also immer etwas Sonne, viel Licht und vor allen Dingen auch keine Bodenkälte. Im Sommer darf er dann raus!“

Redaktion: „Raus? In den Wintergarten?“
Kollegin: „Nein, raus auf die Veranda! Er darf sich den Wind ruhig um die Blätter pusten lassen, das härtet ab!“

Redaktion: „Womit gießt du, oder lässt du den Regen die Arbeit machen?“
Kollegin: „Nein, um Gottes Willen. Der hat immer ordentlich Durst! Draußen kriegt er von mir Regenwasser und drinnen abgestandenes Leitungswasser. Wenn ich meine Wohnung zu sehr einheize, kriegt er eine Extra-Portion, denn der Bonsai muss feucht gehalten werden.“ Unsere Kollegin lächelt verschmitzt, wir können ihre Gedanken erahnen. „Wie alle Pflanzen muss man Staunässe aber vermeiden. Und was er liebt: regelmäßig übersprühen!“

Redaktion: „Neben Luft und Liebe, oder besser gesagt Gießwasser und Sonnenlicht, benötigen Pflanzen in der Hauptsache Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Womit düngst du deinen Bonsai?“ 
Kollegin lacht erneut: „Wohl wahr, wohl wahr. Was für uns Menschen die Nahrung, ist für den Bonsai der Dünger. Und genauso wie wir auf eine ausgewogene Ernährung achten sollten, solltest du bei der Wahl des Bonsaidüngers einige Überlegungen anstellen. Ich selbst dünge meinen Zimmerbonsai inzwischen nur noch mit Flüssigdünger. Der stinkt nicht so wie organische Mittel und lässt sich prima dosieren. Jedoch achte ich im Frühjahr mehr darauf. Seit geraumer Zeit gebe ich ihm zum Frühlingsanfang ca. einen Monat lang einen flüssigen Zitrusdünger mit hohem Stickstoffanteil zur Förderung der Blattbildung. Das klappt wunderbar. Er ist gut in Schuss. Zum Herbstbeginn dagegen nehme ich Kakteendünger. Den Tipp habe ich mal von einem Züchter bekommen. Ansonsten dosiere ich, wie es auf den Packungen angegeben ist, im Winter eigentlich kaum, da halten wir Winterschlaf.“ Unsere Kollegin grinst.

Redaktion: „Der Begriff »Bonsai« entstammt der japanischen Sprache und bedeutet sinngemäß übersetzt »Baum im Topf«. Wie oft topfst du um?“
Kollegin antwortet mit fragendem Blick: „Nun ja, als er ganz neu war, brachte meine Euphorie auch das Umtopfen zustande. Da habe ich ihn jedes Jahr im Frühling in frische Bonsaierde und eine schöne Schale gesetzt. Das fand er auch gut. Er ist ja ganz prächtig gewachsen bisher … vielleicht sollte ich ihm im nächsten Lenz einen Umzug gönnen, der letzte dürfte drei Jahre her sein.“

nach oben