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Tipps für Haustierhalter

Von Mäusefängern und Stubenhockern

Eine Frage, zwei Meinungen: Während sich so mancher Katzenhalter für seinen Liebling kein besseres Leben als das in den heimischen vier Wänden vorstellen kann, gehört für den anderen der tägliche Freilauf im Grünen zu einem erfüllten Katzenleben einfach dazu. Aber wer hat nun Recht? Wir meinen: Beide! Und wir sagen Ihnen auch, warum.

Sie haben doch sicher schon einmal eine Katze in der freien Natur gesehen. Wie sie durchs hohe Gras streift, beim kleinsten Geräusch plötzlich innehält, sich duckt und hochkonzentriert zum Sprung auf ihre mögliche Beute ansetzt. Das ist der Jagdinstinkt, der allen Stubentigern angeboren ist. Den können sie aber nicht nur draußen ausleben. Auch Ihre Wohnung kann ein spannendes Revier für kleine Samtpfoten sein. Vorausgesetzt Sie haben die richtige Ausstattung: Da dient die Katzen-Spielangel als Ersatz für lebendige Beute und der Kratzbaum wird zum Klettergerüst.

Freigänger leben gefährlich

Viele Gründe sprechen dafür, die Katze dauerhaft in der Wohnung zu halten. Möglicherweise hat das Tier von der Wohnung aus keinen direkten Zugang zum Garten – beispielsweise in einem mehrstöckigen Mehrfamilienhaus. Oder der Vierbeiner ist eine sehr wertvolle Rassekatze. Meistens sind die Besitzer allerdings schlichtweg besorgt, dass ihren pelzigen Mitbewohnern draußen etwas zustoßen könnte. Wer möchte sein Tier schon gern ins Freie lassen, wenn er an einer stark befahrenen Durchgangsstraße lebt?

Aber der Autoverkehr ist nicht die einzige Gefahr für Freigänger. Ist die Katze nicht ausreichend geimpft, drohen Infektionskrankheiten. Und so mancher Streuner ging bei einem seiner Ausflüge schon mal Tierfängern ins Netz oder wurde aus Versehen in einem fremden Keller eingeschlossen. Ausgelegte Giftköder und ungenießbare Pflanzen stellen ebenfalls ein großes Risiko dar. Die Statistik verrät: Freigänger haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von vier bis fünf Jahren, Wohnungskatzen werden in der Regel dreimal so alt.

Bevor es nach draußen geht

Wer mit all diesen Gefahren leben kann, sollte seinem Stubentiger den Ausgang ins Freie auf jeden Fall ermöglichen. Bevor Sie Ihren Vierbeiner allerdings vor die Tür schicken, sollten Sie ihn mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung kennzeichnen lassen. Falls die Mieze den Weg nach Hause irgendwann einmal nicht mehr findet, lässt sie sich dadurch eindeutig identifizieren. Weiterhin sollte das Tier regelmäßig gegen Tollwut, Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft werden. Ein Spot-On-Präparat, das in den Nacken geträufelt wird, schützt dauerhaft vor Flöhen und Zecken.

Freigänger oder Wohnungskatze - jede Katze sollten Sie der Gesundheit zuliebe regelmäßig entwurmen. Es gibt Rundwürmer und Bandwürmer, welche bei starkem Befall Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust und schlechtes Haarkleid verursachen können. Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen. Da Katzen Jäger sind, infizieren sie sich über Mäuse, Vögel oder kleine Insekten. Die gründliche Fellpflege tut ihr Übriges: Auch Katzenflöhe übertragen die Parasiten. Aufgepasst: Rundwurmeier sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar.
Empfohlener Wurmkur-Rhythmus: 3-4 Mal pro Jahr

Auch im Haus drohen Gefahren

Wer meint, seine Samtpfote sei vor Unfällen geschützt, wenn sie ausschließlich in der Wohnung lebt, der irrt. Auch bei Ihnen zuhause lauern Gefahrenquellen. Die Größte: angekippte Fenster. Katzen haben einen natürlichen Freiheitsdrang, der sie – insbesondere in der warmen Jahreszeit - nach draußen treibt. Weht nun ein laues Lüftchen durch den Fensterschlitz, wittern sie ihre Chance auf eine Flucht. Die endet allerdings allzu häufig im Fensterspalt. Lebensbedrohliche Verletzungen können die Folge sein. Lassen Sie Ihre Katze bei gekippten Fenstern also nie unbeaufsichtigt oder bringen Sie einen Kippschutz aus dem Zoofachhandel an.

Eine weitere Gefahr: ganz geöffnete Fenster oder ungesicherte Balkone. Fliegt da einmal ein Vogel vorbei, kann es durchaus sein, dass Ihre sonst so trittsichere Katze den Halt verliert.
Achten Sie weiterhin darauf, keine Pflanzen in Ihrer Wohnung aufzustellen, die für Katzen giftig sind. Die Tiere neigen dazu, das Grün anzuknabbern. So machen sie es auch draußen in der Natur.

Hier ist Abwechslung gefragt

 

Damit sich Ihre Katze in der Wohnung nicht langweilt, sollten sie täglich mit ihr spielen. Kleine Bälle, Federangeln oder Fellmäuse werden für sie zur gefragten Beute. Auch ein Kratzbaum, an dem die Katze sich gut ausstrecken und herumklettern kann, muss sein. Einfache Pappkartons oder Rascheltunnel sorgen ebenfalls für Abwechslung. Legen Sie eine kuschelige Decke auf die Fensterbank, so dass Ihre Samtpfote den Ausblick nach draußen ganz gemütlich genießen kann. Das ist für sie wie Fernsehen!

Sind Sie den ganzen Tag über unterwegs, sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, sich noch einen zweiten Stubentiger ins Haus zu holen. Mit einem tierischen Spielgefährten machen Sie Ihre Wohnungskatze unendlich glücklich.

Einmal Freigänger, immer Freigänger?

Nach einem Umzug kann es sein, dass einem einstigen Freigänger plötzlich der Auslauf verwehrt wird. Was nun? Das lässt sich pauschal nicht beantworten und kommt ganz auf den Charakter des Tieres an. Während die eine Katze den ganzen Tag über maunzend vor dem Fenster auf und ab tigert, beginnt die andere, vor lauter Frust sogar die Tapeten von der Wand zu reißen. In diesen Fällen ist Abwechslung und Beschäftigung umso wichtiger. Bessert sich die Situation mit der Zeit nicht, sollten Sie es in Erwägung ziehen, die Katze abzugeben - so schwer es Ihnen auch fallen mag! Das Wohl des Vierbeiners steht hierbei im Vordergrund.

Alles in allem gilt: Katzen, die nur ein Leben in der Wohnung kennen, können dort durchaus glücklich werden. Und solche, die an die Natur gewöhnt sind, brauchen nichts mehr als ihre täglichen Ausflüge ins Freie. Ganz egal, ob Stubentiger oder Streuner – die Hauptsache ist doch, dass unsere süßen Fellnasen zufrieden sind.

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