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Gutes tun

Kluge Partner auf vier Pfoten

Nicht ohne Grund gehören Hunde seit vielen Jahrhunderten zu den beliebtesten Haustieren. Sie begleiten uns durch den Alltag, ermuntern uns zum Spielen und stehen uns immer treu zur Seite. Gut ausgebildet, erweisen sich die klugen Vierbeiner auch als perfekte Partner für Menschen mit Behinderung. Ob als Begleithund oder als Therapiehund – Menschen mit verschiedensten Handicaps bekommen durch sie die Chance, ihren Alltag weitestgehend allein zu bewältigen.

Ein eigenständiges Leben...

Als Diplom-Sozialpädagogin Tatjana Kreidler im März 2000 den Verein „VITA e.V. Assistenzhunde“ gründete, setzte sie sich Ziel Kindern und Erwachsenen mit körperlicher Behinderung zu mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität zu verhelfen.

Der gemeinnützige Verein bildet Golden und Labrador Retriever zu zuverlässigen Begleitern aus - nach den internationalen Standards des Verbandes Assistance Dogs Europe (ADEu). Ein Herzensanliegen ist Tatjana Kreidler dabei die Ausbildung von Kinder-Teams. Damit leistete sie in Deutschland Pionierarbeit.

Wobei kann ein Assistenzhund helfen?

Wann immer der Mensch vor den Hürden des Alltags steht, kommt sein vierbeiniger Partner ins Spiel: Er kann Gegenstände auf Zuruf bringen, Türen und Schränke öffnen oder schließen, und unterstützt sogar beim täglichen Einkauf. In Notfällen löst der Hund Alarm aus und holt Hilfe. Aber das sind nur seine ganz offensichtlichen Fertigkeiten. Oft genug profitieren die Hundebesitzer allein von seiner bloßen Anwesenheit. Die Tiere geben „ihren“ Menschen das Gefühl gebraucht zu werden, helfen ihnen dabei, mit anderen in Kontakt zu kommen, und stärken ihr Selbstvertrauen. „Hunde können Türen öffnen – im realen und im übertragenen Sinn. Sie sind Eisbrecher und sozialer „Katalysator“, heißt es auf der Webseite von VITA e.V. Assistenzhunde.

Wie werden Assistenzhunde ausgebildet?

Der Weg zum Assistenzhund beginnt schon ganz früh im Hundeleben. Nur vollkommen gesunde Welpen aus ausgewählten Zuchtlinien kommen für die Ausbildung nach der sogenannten „Kreidler-Methode“ in Frage. Mit der Sozialisierung geht es los:

In einer Patenfamilie gewöhnt sich der Junghund an das Zusammenleben mit Menschen und lernt die Grundregeln in Sachen Hunde-Benimm. Nach 12 bis 18 Monaten werden die Hunde im VITA-Ausbildungszentrum Hümmerich auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Sie lernen Basiskommandos und Apportieren, und werden für ihre künftige Aufgaben als Partner eines Menschen mit Behinderung sensibilisiert. Das dauert in der Regel 8-12 Monate lang. In der letzten Phase nach dem sogenannten „Matching“, wenn feststeht, welcher Hund zu welchem Menschen passt und umgekehrt, wird das Training sehr zielgerichtet. Jetzt lernt der Hund konkret, welche Aufgaben er später für „seinen“ Menschen übernehmen soll.

Die Zusammenführung von Mensch und Hund ist die intensivste Zeit des Trainings und dauert mindestens sechs bis acht Wochen lang. Gerade bei Kindern geht die Betreuung weit über die Team-Bildung hinaus, und erfordert viel psychologisch-pädagogisches Wissen und Verständnis für die Kinderseele.

VITA e.V. verfolgt einen ganzheitlichen Therapieansatz, und bildet die Hunde ausschließlich mit positiver Verstärkung von erwünschten Verhaltensweisen aus. Nur so wird erreicht, dass ein Hund „seinen Menschen“ freudig, ausdauernd und zuverlässig unterstützt. Geduld, Respekt und Zuneigung für Tier und Mensch - das ist die Basis für die Arbeit des Vereins.

Nachbetreuung wird bei VITA Assistenzhunde groß geschrieben

Teams, die schon seit mindestens drei Monaten zusammenleben, müssen ihre Fertigkeiten im zweitägigen VITA-Teamqualifikationstest unter Beweis stellen.

Im schriftlichen Teil der Prüfung wird Theorie abgefragt, also das Wissen rund um den Vierbeiner und seine Bedürfnisse. Im praktischen Teil dürfen Mensch und Hund zeigen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. Wie zuverlässig befolgt der Hund die Anweisungen seines menschlichen Teampartners. Erkennt er ihn als seine Bezugsperson an? Wie gut erfüllt er seine alltäglichen Aufgaben? Um zu prüfen, ob sich der tierische Begleiter von äußeren Einflüssen wie beispielsweise Straßenlärm oder durch andere Artgenossen ablenken lässt, finden Teile des Tests an öffentlichen Orten und im freien Gelände statt.

Und auch nach der Prüfung ist die weitere Betreuung der Teams gewährleistet: Für Mensch und Tier stehen regelmäßige Schulungen auf dem Programm –ein ganzes Hundeleben lang.

VITA Assistenzhunde bei der Arbeit

Perfekte Begleiter für Kinder und Jugendliche

Die Ausbildung von Kinderteams liegt Diplom-Sozialpädagogin Tatjana Kreidler ganz besonders am Herzen. Nicht ohne Grund: Während ihres Studiums beschäftigte sie sich bereits ganz intensiv mit den kindlichen Entwicklungsphasen. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen konnte sie bestens in ihre Tätigkeit einbringen.

„Gerade bei Kindern bewirken die Hunde oft kleine Wunder. Psychisch, physisch, sozial und kognitiv“, weiß die VITA-Gründerin, die ihre Ausbildung zur Assistenzhundetrainerin bei den großen Charity-Organisationen „Dogs for the Disabled“ und „Guide Dogs for the Blind“ in England absolviert hat. Eine Zusammenführung von Kindern und Hunden stand dort allerdings nicht auf dem Lehrplan, denn es fehlte an Vertrauen in das Verantwortungsbewusstsein von Jungen und Mädchen. Ein Vorurteil, mit dem Tatjana Kreidler längst aufgeräumt hat: 19 körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen hat sie schon zu einem vierbeinigen Partner verholfen.

Ohne Spenden geht es nicht

Über 25.000 Euro kostet die Ausbildung eines Assistenzhundes. Da der Verein keine öffentlichen Fördermittel erhält und sich die Krankenkassen nicht an den Kosten beteiligen, ist VITA e.V. Assistenzhunde. vollständig auf Spenden, Fördermitglieder und Sponsoren angewiesen. Auch prominente Fürsprecher machen sich für VITA stark, darunter ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, die Bestsellerautorin Nele Neuhaus oder der Sänger und Moderator Bernie Blanks. Der Einsatz lohnt sich. Dank VITA haben mittlerweile mehr als 38 Menschen einen vierbeinigen Freund und Partner an ihrer Seite. Und natürlich sollen noch viele weitere Teams folgen.

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