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Winterdepression

Wenn die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt drückt

Für viele Menschen beginnt im Herbst die schlimmste Zeit des Jahres. Während sie in den Sommermonaten noch früh morgens gut gelaunt mit den ersten Sonnenstrahlen aus dem Bett gesprungen sind, fällt ihnen das Aufstehen immer schwerer, je näher die kalte Jahreszeit rückt. Die Tage werden kürzer und wenn morgens der Wecker klingelt, ist das Schlafzimmer statt in schönsten Sonnenschein noch in bedrückende Dunkelheit gehüllt. Kein Wunder, dass da so mancher depressiv wird.

Im Winter hat der Blues Saison

Zunächst einmal: Wer unter einer Winterdepression leidet, ist nicht alleine. Nahezu jeder dritte Deutsche leidet unter dem jahreszeitlichen Wechsel von Sommer zu Winter. Der eine mehr, der andere weniger. Da es sich um zeitlich ganz klar abgegrenzte Krankheitsperioden handelt, sprechen Mediziner von einer „saisonal abhängigen Depression“ (SAD). Im Frühling verschwinden die unangenehmen Symptome normalerweise von selbst.

Wie es zu diesem schweren Winter-Blues kommt, liegt eigentlich auf der Hand: In Herbst und Winter mangelt es unserem Körper an Licht. Sie werden jetzt vielleicht sagen, dass es in Ihrem Büro doch den ganzen Tag über hell ist, aber das spielt keine Rolle. Es geht hier um natürliches Tageslicht, das normalerweise die Produktion stimmungsaufhellender Hormone wie Endorphine oder Serotonin ankurbelt. Die Neonröhren oder Halogenlampen in Ihrem Büro können das nicht leisten. Und je weniger natürliches Licht wir genießen können, desto weniger Glückshormone werden im Gehirn ausgeschüttet. Viel schlimmer noch: Durch die ständige Dunkelheit kommt es zu einem Überschuss an Melatonin, dem „Schlafhormon.“ Wer sich im Winter also ständig müde und erschöpft fühlt, ist kein Faulpelz. Die Hormone sind schuld!

Kein Wunder, dass die Winterdepression in südlichen Ländern eher selten vorkommt. Ganz anders in Skandinavien, Kanada oder Nord-Russland. Hier ist die saisonal abhängige Depression schon seit langem bekannt. Frauen erkranken übrigens viermal häufiger an dieser psychischen Störung als Männer, da sie durch den weiblichen Zyklus ohnehin schon regelmäßig mit Hormonschwankungen zu kämpfen haben.

Wie äußert sich eine Winterdepression?

Wenn die ersten Herbststürme kalt und regnerisch durchs Land peitschen, verspürt sicher jeder mal ein missmutiges Gefühl. Jetzt ist der Sommer endgültig vorbei. Wer aber unter einer echten Winterdepression leidet, ist mehr als schlecht gelaunt. Niedergeschlagenheit, Müdigkeit, Heißhunger auf Süßes – die Beschwerden sind vielfältig und treten mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer nur in den letzten Monaten des Jahres und über den Jahreswechsel hinweg auf. Im Frühjahr ist der Spuk dann wieder vorbei.

Mögliche Symptome einer Winterdepression:

  • Anhaltende Schwermut, Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Weinerlichkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Angstgefühle
  • Vermehrtes Schlafbedürfnis, Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Häufiger Heißhunger auf süße oder kohlenhydrathaltige Speisen, dadurch Gewichtszunahme
  • Antriebslosigkeit, keine Lust auf Unternehmungen

Man könnte fast sagen, dass der Körper in der dunklen Jahreszeit auf Winterschlaf umschaltet. Nur blöd, dass es uns unser Alltag nicht erlaubt, mehrere Monate lang untätig auf der Couch zu verbringen. Darum sollten Sie etwas gegen den Winter-Blues unternehmen.

Es werde Licht!

Um die innere Uhr auch an kürzeren Herbst- und Wintertagen wieder in den richtigen Takt zu bringen, brauchen Sie Licht. Aber nicht irgendein Licht, sondern am besten Tageslicht. Egal welches Wetter draußen ist, gehen Sie so oft wie möglich an der frischen Luft spazieren. Auch wenn die Sonne sich hinter dicken Regen- oder Schneewolken versteckt, ist immer noch ausreichend Licht vorhanden, um die Produktion der Glückshormone sicher zu stellen.

Es wird Ihnen zunächst schwer fallen, aber gehen Sie regelmäßig zum Sport. Ausdauertrainings wie Laufen, Schwimmen, Walking oder Radfahren können Depressionen erfolgreich entgegenwirken. Entscheiden Sie sich möglichst für eine Sportart, die Sie im Freien ausüben können. Sie wissen schon – wegen der Glückshormone.

Sehr hilfreich sind auch so genannte Tageslichtlampen. Ihr Lichtspektrum entspricht dem des natürlichen Tageslichts. Gönnen Sie sich regelmäßig eine Lichtdusche, beispielsweise beim Zeitungslesen am Frühstückstisch. Unterstützen können Sie die Behandlung mit einem rezeptfreien Johanniskrautpräparat.

Schwerere Verlaufsformen gehören in die Hände eines Mediziners oder eines Psychologen. Nur er kann Ihnen sagen, ob Sie bloß an einer depressiven Verstimmung oder einer echten Winterdepression leiden. Und nur er kann Ihnen – falls es tatsächlich erforderlich sein sollte – ein Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente wie Antidepressiva ausstellen.

So schwer die Winterdepression auch sein mag, im Frühling geht sie von alleine wieder vorbei. Das mag nur ein schwacher Trost für denjenigen sein, der sich gerade in einer depressiven Phase befindet, es ist aber zumindest ein Lichtstrahl am Horizont, den sich Menschen mit einer nicht-saisonal abhängigen, also dauerhaften Depression oftmals wünschen würden.

Der Winterdepression können Sie vorbeugen

Um im nächsten Jahr nicht wieder in dasselbe dunkle Loch zu fallen, sollten Sie frühzeitig mit der Prophylaxe beginnen. Und die heißt: Bewegen, bewegen, bewegen. Treiben Sie schon im Frühling und Sommer regelmäßig Sport. Planen Sie die Trainingseinheiten fest in Ihren Tagesablauf ein, bis Sie sich so sehr daran gewöhnt haben, dass Sie sie nicht mehr missen möchten – auch nicht in Herbst und Winter. Der Jahreszeitenwechsel wird Ihnen so vermutlich leichter gelingen. Testen Sie es!

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