Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Akzeptieren
zum Warenkorb
lade...
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Mein Warenkorb
Warenbetrag Preis inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand
zum Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leider noch leer.
Schlafhygiene

Ausgeruht in den Tag

Jeden Abend dasselbe: Wir wälzen uns von einer Seite auf die andere, kneifen krampfhaft die Augen zu und versuchen zur Ruhe zu kommen, doch der erhoffte Schlaf scheint weit entfernt. Das Gedankenkarussell in unserem Kopf dreht sich unablässig weiter: die Probleme des Tages, die uns auch im Schlafzimmer einfach nicht loslassen wollen, der quälende Wunsch endlich einschlafen zu können, denn morgen müssen wir ja früh raus – wir schaffen es einfach nicht, uns zu entspannen. Wie es dennoch klappen kann, verraten wir Ihnen hier.

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Und das ist auch gut so, denn nur mit ausreichend Ruhepausen ist unser Körper in der Lage, die Anforderungen des Alltags zu überstehen. Wer dauerhaft zu wenig schläft, muss mit einer eingeschränkten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit rechnen.

Lerche oder Eule?

Jedem Menschen ist ein ganz natürlicher Schlaf-Wach-Rhythmus angeboren. Die eigene „innere Uhr“ bestimmt darüber, wann wir morgens aufwachen, wann wir abends müde werden und wie viel Schlaf wir benötigen, um fit in den Tag zu starten. Schlafexperten unterscheiden zwei verschiedene Chronotypen: die Lerchen und die Eulen, oder - etwas wissenschaftlicher - ausgedrückt: die Morgen- und die Abendtypen. Lerchen fühlen sich schon früh morgens bestens ausgeruht, gehen dafür abends aber recht zeitig ins Bett. Eulen sind das genaue Gegenteil, ihre Leistungsfähigkeit ist in den späteren Stunden besonders hoch. Wer dauerhaft gegen seinen natürlichen Chronotypus lebt und sich einen Schlafrhythmus „antrainiert“, der nicht seinem natürlichen Bedürfnis entspricht – beispielsweise bei Schichtarbeit – kann damit sogar seiner Gesundheit schaden.

Die Schlafdauer verändert sich im Laufe des Lebens sehr stark: Während Neugeborene durchschnittlich noch bis zu 18 Stunden pro Tag schlummern, bringen es Erwachsene gerade einmal auf sechs bis zehn Stunden. Jeder Mensch hat sein ganz individuelles Schlafbedürfnis.

Das Zauberwort: Schlafhygiene

Wir pflegen unseren Körper Tag für Tag, um ihn gesund zu erhalten. Das sollte auch für unseren Schlaf gelten! „Schlafhygiene“ nennen Experten solche Techniken und Umstände, die uns eine erholsame Nachtruhe ermöglichen sollen. Mit einer sinnvollen Umgestaltung Ihrer Schlafumgebung und einiger Lebensgewohnheiten sowie mit bestimmten Schlafritualen und Entspannungstechniken finden Sie endlich zur Ruhe.

Das Drumherum muss stimmen

Sehen Sie sich doch einmal in Ihrem Schlafzimmer um. Was könnte Sie hier um Ihren wohlverdienten Schlaf bringen?

Licht

Lärm

Raumklima

Raumausstattung

Wenn uns Probleme den Schlaf rauben

Psychische Belastungen wie anhaltender Stress können unseren Schlaf stören. Sobald wir im Bett liegen ziehen unsere Gedanken endlose Kreise. Nachts erscheinen uns auch kleinere Probleme sehr viel bedrohlicher, denn in der Stille und der Dunkelheit können wir uns kaum von ihnen ablenken.

Eine andere Möglichkeit zum Abschalten: Schäfchen zählen. Klingt banal, ist aber sehr hilfreich. Ob sie nun tatsächlich Schafe, Pferde oder Autos zählen, spielt gar keine Rolle. Allein die Monotonie des Zählvorgangs lenkt Ihre Gedanken von den Sorgen des Alltags ab und sorgt für Entspannung.

Um stressbedingten Schlafstörungen dauerhaft vorzubeugen, helfen erlernte Entspannungstechniken, die uns auch im hektischen Alltag unterstützen können: Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Volkshochschulen, Privatstudios und Sportvereine bieten entsprechende Kurse an.

Essgewohnheiten auf dem Prüfstand

Eigentlich wissen Sie es längst selbst: Ein schweres Essen vor dem Schlafengehen kann unsere Nachtruhe sehr stark stören. Erinnern Sie sich doch einfach an Ihren letzten abendlichen Restaurantbesuch zurück, bei dem Sie sich genussvoll durch die Speisekarte geschlemmt haben. Wie haben Sie danach geschlafen? Wenn der Magen voll ist, träumen wir schlecht und können nur schwer ein- und durchschlafen, denn unsere Verdauungsorgane sind einfach viel zu sehr damit beschäftigt, die Nahrung zu verarbeiten. Also: Nehmen Sie die letzte große Mahlzeit des Tages spätestens drei Stunden vor dem Zubettgehen ein.

Ein Gläschen Wein oder Schnäpschen als Einschlafhilfe? Das mag im ersten Moment zwar effektiv sein, denn der Alkohol wirkt zunächst beruhigend, er kann jedoch unsere Traumschlaf-Phasen beeinträchtigen, so dass wir nachts häufiger wach werden. Auch Nikotin kann unsere Schlafqualität beeinträchtigen. Also bitte keine Zigarette im Bett. Koffein aus Kaffee, Cola, schwarzem oder grünem Tee kann ebenfalls so stark aufputschen, dass an einen gesunden Schlaf nicht zu denken ist. Wenn Sie sehr empfindlich darauf reagieren, verzichten Sie schon nach dem Mittagessen auf solche Getränke.

Bettschwere durch Bewegung?

Nach dem Sport sind wir angenehm ausgepowert, und man könnte meinen, dass der Schlaf dann fast von allein kommt. Falsch! Starke Anstrengungen regen das sympathische Nervensystem an, der Körper läuft auf Hochtouren. Bis er wieder auf „Normaltemperatur“ heruntergefahren ist, vergehen häufig Stunden. Wer dagegen schon tagsüber Sport treibt und nicht erst in den Abendstunden, kann den Schlaf optimal fördern.

Bloß nicht aufregen!

Vor dem Einschlafen noch schnell einen spannenden Krimi lesen? Besser nicht, wenn Sie bereits unter Schlafschwierigkeiten leiden. Fernsehen im Bett? Auch keine gute Lösung, denn die flimmernden Bilder wirken eher anregend als einschläfernd. Verschaffen Sie sich Ruhe, wenn Sie zu Bett gehen. Dabei können Ihnen immer gleichbleibende Einschlafrituale helfen: Entspannende Musik, ein warmes Vollbad, ein abendlicher Spaziergang an der frischen Luft, eine Tasse heißen Kräutertee oder Milch mit Honig oder ein schöner Roman – tun Sie vor dem Schlafengehen nur Dinge, die Ihnen gut tun. Und zwar möglichst immer in derselben Reihenfolge, denn feste Rituale beruhigen den Geist.

Ruheoase Bett

Kein Essen, kein Fernsehen kein Telefonieren: Tun Sie im Bett nichts anderes außer Schlafen. Ihr Bett soll eine Ruheoase sein und nicht unbewusst mit aktiven Tätigkeiten in Verbindung gebracht werden. Einzige Ausnahme: die Liebe. Schmusen, Kuscheln und mehr ist im Bett nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Gegenseitige Streicheleinheiten machen glücklich und lindern Stress.

Ganz wichtig: Gehen Sie immer erst dann schlafen, wenn Sie wirklich müde sind. Ihr Körper sagt Ihnen schon, wann er Erholung braucht. Und wenn Sie dennoch nicht ein- oder durchschlafen können, stehen Sie auf und gehen Sie in einen anderen Raum. Hören Sie etwas leise Musik, lesen Sie ein bisschen. Sobald Sie sich dann schläfrig fühlen, legen Sie sich wieder hin.

Wer nachts mit Schlafstörungen zu kämpfen hat, sollte – auch wenn es schwer fällt - auf ein Nickerchen am Tag verzichten. Nur so kann der Körper zu seinem natürlichen Schlafrhythmus zurückfinden.

nach oben