Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Akzeptieren
zum Warenkorb
lade...
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Mein Warenkorb
Warenbetrag Preis inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand
zum Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leider noch leer.
Gesund im Mund

Schlaue Schaumschläger

Wer in Sachen Zahncreme einmal seine Lieblingsmarke gefunden hat, bleibt ihr meistens über Jahre hinweg treu. Kein Wunder, denn bei der riesigen Auswahl verschiedenster Pasten und Gels verliert so mancher ganz schnell den Überblick. Fluor-Zahncreme, Repair-Zahncreme, Raucher-Zahnweiß - die bunten Tuben im Supermarktregal versprechen Abhilfe bei fast allen dentalen Problemfällen. Aber worauf kommt es bei einer guten Zahncreme wirklich an? Und welche ist die richtige für Sie? Finden Sie es heraus.

Die wichtigste Frage vorweg

Warum benutzen wir eigentlich Zahncreme, wenn wir uns die Zähne putzen? Weil sie nach der Zahnreinigung so ein angenehm frisches Gefühl im Mund hinterlässt? Sicher, aber das ist nur einer von vielen Gründen. Entscheidend ist, dass Zahncreme den Effekt einer Zahnreinigung mit der Zahnbürste ganz entscheidend erhöht. Mikrofeine Putzkörper in der Paste wirken auf der Zahnoberfläche wie lauter kleine Mini-Zahnbürsten und sorgen dafür, dass Beläge und Bakterien besonders gründlich entfernt werden. Der beim Bürsten entstehende Schaum lockert Speisereste und Beläge und schwemmt sie aus - auch an schwer erreichbaren Stellen. Sogenannte Netzmittel binden die Verschmutzungen, so dass sie sich nach dem Putzen gut ausspülen lassen. Antibakterielle Wirkstoffe beugen Zahnfleischentzündungen vor; Geschmacks- und Aromastoffe sorgen für den angenehmen Frischekick.

Warum enthält meine Zahncreme Fluorid?

Fluorid ist einer der wichtigsten Zusatzstoffe in Zahncremes. Er härtet den Zahnschmelz und schützt zuverlässig vor Karies. Üblicherweise liegt der Fluorid-Anteil einer Zahncreme bei 0,15 Prozent. Eine spezielle Fluor-Zahncreme, die Ihnen Ihr Zahnarzt bei Zahnproblemen verschreibt, kann allerdings noch sehr viel mehr Fluorid enthalten. Bei Zahnpasta für Kinder sieht es dagegen etwas anders aus. Sie sind nicht nur milder im Geschmack, auch ihr Fluorid-Anteil ist sehr viel geringer. Der Grund: Schlucken die Kleinen die Zahncreme mit Fluorid beim Putzen aus Versehen herunter, ist das auf die Dauer eher schädlich als nützlich. Wählen Sie daher in den ersten sechs Lebensjahren ausschließlich spezielle Kinder-Zahncremes.

Putzen statt schmirgeln

Über die Reinigungswirkung einer Zahncreme entscheiden vor allem die darin enthaltenen Putzkörper. Vergleichen lässt sich das am besten mit einer Autopolitur: So wie die Schleifpartikel in der Polierpaste mit jeder Politur eine hauchdünne Schicht des Autolacks abtragen, sorgen die Putzkörper in der Zahncreme dafür, dass Speisereste und Beläge von den Zähnen entfernt werden. Unglücklicherweise bleibt der schützende Zahnschmelz davon nicht verschont. Je höher der Schmirgeleffekt einer Zahnpasta, desto mehr Zahnsubstanz kann mit der Zeit abgetragen werden. Der sogenannte RDA-Wert verrät Ihnen, wie "abrasiv", also wie stark abschmirgelnd eine Zahncreme wirkt. Pasten mit einem RDA-Wert über 80 sind für den täglichen Gebrauch nicht geeignet, viel zahnschonender sind solche mit RDA-Werten zwischen 30 und 50.

Um hartnäckige Verfärbungen, beispielsweise vom Rauchen, zu entfernen, sind allerdings die "ganz schweren Geschütze" gefragt. Zahnweiß-Cremes schaffen es durchaus auf RDA-Werte von 100 bis 150, sie sollten aber nur selten verwendet werden. Mit einem professionellen Bleaching erzielen Sie in jedem Fall bessere Ergebnisse. Liegen die empfindlichen Zahnhälse frei, setzen Sie bitte immer auf eine sanft reinigende Zahncreme. Am besten halten Sie sich an "Sensitiv"-Produkte.

Tipp: Ist der RDA-Wert auf der Verpackung nicht angegeben, fragen Sie einfach beim Hersteller nach.

Repair-Zahncreme: Frischer Zahnschmelz aus der Tube?

Hat die Zahnoberfläche durch jahrelanges Putzen oder beginnende Karies bereits Schaden genommen, versprechen hochmoderne Repair-Zahncremes Abhilfe. In der Werbung werden sie als "Zahnschmelz zum Draufputzen" angepriesen. Wie das gehen soll? Der Wirkstoffkomplex Zink-Carbonat-Hydroxylapatit soll mikrofeine Defekte in der Zahnoberfläche versiegeln und die Zähne glätten, damit sich Bakterien nicht so leicht daran festsetzen. Außerdem sollen sie die Schmerzempfindlichkeit der Zähne mindern.

Alles reine Geschmackssache

Unser Fazit: Wenn die Grundvoraussetzungen für eine gute Zahncreme stimmen - ausreichender Fluorid-Gehalt und zahnschonender RDA-Wert - können Sie bei der Auswahl einer Zahnpasta ganz auf Ihre Sinne vertrauen. Wie gefallen Ihnen Geruch, Geschmack und Konsistenz der Paste? Schlägt sie zuviel oder zuwenig Schaum? Fühlen sich Mund und Zähne nach dem Putzen so glatt und sauber an wie Sie es sich wünschen? Ganz egal, ob Menthol-, Pfefferminz-, Kräuter- oder gar Aloe Vera-Zahnpasta - lassen Sie sich bei der Auswahl Ihrer Zahncreme nicht von bunten Werbeversprechen leiten. Allein Ihr Geschmack entscheidet.

nach oben