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Mehr Körperkontakt!

Eine innige Umarmung, ein beiläufiges Streicheln: Berührungen halten uns seelisch und körperlich im Gleichgewicht. Doch oft fehlt im Alltag die Zeit für Körperkontakt – oder wir scheuen davor zurück. Wie wichtig es ist, uns gegenseitig zu berühren und wie schwierig, dabei die richtige Balance zu finden, das wird längst wissenschaftlich erforscht.

Berührungen sind ein Grundbedürfnis

Berührungen prägen unser Leben von Anfang an: Schon in der achten Schwangerschaftswoche spürt ein Ungeborenes, wenn jemand der Mutter sanft über die Bauchdecke streicht. Babys könnten ohne Körperkontakt nicht überleben – und lösen daher auch bei allen anderen das unwiderstehliche Bedürfnis aus, sie auf den Arm zu nehmen und zu knuddeln. Kein anderer Sinn entwickelt sich so früh und löst so tiefe Empfindungen aus, wie der Tastsinn. Kein Wunder: Beansprucht er doch auch im Gehirn das größte Areal von allen Sinnen.

Keine Zeit für innigen Kontakt

Doch während Kinder meist noch genügend Körperkontakt erleben, wird es mit dem Älterwerden schwierig. Im hektischen Alltag bleibt oft keine Zeit für eine Umarmung oder eine wärmende Geste. Mehr noch, zahlreiche Missbrauchsskandale haben dazu geführt, dass bei vielen Menschen eine falsche Scheu entstanden ist, andere spontan zu berühren – so die These von Prof. Gieler von der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie in Gießen, der sich intensiv mit der Bedeutung von Körperkontakt für die menschliche Seele beschäftigt. Ein Missstand, meint Prof. Gieler. Er ist überzeugt: „Ohne Körperkontakt ist psychisches Wachstum kaum möglich. Wir brauchen liebevolle Berührungen, um uns selbst in unserem Körper wahrzunehmen und als eigenständige Person zu fühlen.“

Heilende Berührungen

Heute weiß man, dass sich jede als angenehm empfundene Berührung positiv auf den Körper auswirkt: Die Durchblutung steigt, das Stresshormon Cortisol wird abgebaut und die emotionale Bindung zur berührenden Person wird tiefer. Pionierarbeit auf diesem Gebiet hat das amerikanische Touch Research Institute geleistet, das in zahlreichen Studien die Wirkung von Massagen auf Krankheiten wie PMS, Migräne, Asthma, Diabetes oder Krebs untersucht hat und zahlreiche positive Auswirkungen nachweisen konnte. Dort hat man zum Beispiel auch herausgefunden, dass Frühgeborene sich sehr viel schneller erholen, wenn sie regelmäßig intensiven Körperkontakt haben: Sie sind größer, ruhiger, ausgeglichener und wacher als Frühgeborene, die weniger berührt werden.

Absichtslos und spontan

„Am besten für das innere Gleichgewicht sind spontane Berührungen aus einer zugewandten Haltung heraus“, meint Prof. Gieler. Dabei sei es wichtig, keine mentale Barriere aufzubauen und trotzdem sensibel mit dem Thema umzugehen. Forscher des Touch Research Institute haben sogar schon beobachtet, wie spontane Berührungen das zwischenmenschliche Miteinander verbessern können: So gingen Jugendliche in Miami, die bei ihren Gesprächen kaum Körperkontakt aufnahmen, sehr aggressiv miteinander um, während Jugendliche in Paris, die sich in Gesprächen öfters spontan berührten, deutlich friedlicher waren.

Berühr mich! Anregungen für den nächsten Kuschelkontakt

Gib mir deine Hand
Nehmen Sie eine Hand Ihres Partners und führen Sie sie sanft über das eigene Gesicht und Ihren Körper – so, wie es Ihnen angenehm ist. Ihr Partner kann sie richtig fühlen und dem Geschehen nachspüren.

Rücken an Rücken
Stellen Sie sich mit Ihrem Partner Rücken an Rücken entspannt in den Raum und beginnen Sie langsam, sich gemeinsam zu bewegen. Dabei variieren Sie den Druck und die Richtung der Bewegungen. Eine schöne Erfahrung des eigenen Körpers und des anderen! Zum Ausklang stehen beide noch einmal still und spüren ihren Empfindungen nach.

Tanz mit meinen Händen
Setzen Sie sich Ihrem Partner aufrecht gegenüber und blicken Sie sich in die Augen. Heben Sie beide die Hände und legen Sie die Handflächen aneinander. Ein Partner beginnt nun zu führen und lässt die Hände einen Tanz beschreiben, der andere folgt. Gehen Sie bewusst mit dem ganzen Oberkörper mit. Nach etwa fünf Minuten wechseln Sie die Rollen.

Komm in meinen Arm
Halten Sie Ihren Partner fest und umarmen Sie ihn so, dass Sie ihn mit dem ganzen Körper berühren. Bleiben Sie für etwa 5 Minuten in dieser Umarmung. Der Effekt: Mit jedem Ausatmen entspannen Sie sich tiefer und nehmen Ihren Partner bewusster wahr.

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