Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Akzeptieren
zum Warenkorb
lade...
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Mein Warenkorb
Warenbetrag Preis inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand
zum Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leider noch leer.
Für Genießer

Die Welt der Schokolade

Tauchen Sie ein in die Zeitgeschichte der Schokolade und erleben Sie die süße Versuchung in ihrer Entstehung. Lang ist es her, doch erst seit Kurzem gibt es sie für alle und als das uns bekannte Qualitätsprodukt.

Braunes Gold der Maja

Kaum jemand, der heutzutage in ein Stück Schokolade beißt, weiß, dass die süße Versuchung auf die Azteken zurückgeht. Botaniker gehen davon aus, dass die ersten Kakaobäume vor etwa 4000 Jahren im Schatten der tropischen Regenwälder des Orinoco- und Amazonasbeckens wild wuchsen und erstmals von den Maja kultiviert wurden. Die Azteken trieben dann ihre Steuern von den Maja in Form von Kakaobohnen ein, da sie die auf dem kühlen, trockenen Hochland nicht anbauen konnten. Als im Jahr 1519 der Conquistador Cortez im Namen der spanischen Krone aufbrach, um in Mexiko das sagenumwobene Eldorado zu suchen, fanden sie nach Plünderung der aztekischen Schatzkammer nichts weiter als Kakaobohnen.

Eroberung Europas

Das Kakaogetränk, das man Cortez dann angeboten hatte, unterschied sich erheblich von der Trinkschokolade, wie wir sie heute kennen. Xocolatl hieß es und heißt so viel wie „herbes Wasser“. Sollten Sie je Gelegenheit haben, das Innere einer Kakaobohne zu probieren, werden Sie es verstehen. Zubereitet wurde dieses kakaohaltige Gesöff aus vorgefertigten Blöcken der Kakaomasse – einer primitiven Form der Schokoladentafel – die wiederum aus getrockneten, gerösteten und gemahlenen Kakaobohnen, Chilies, Nelken, Zimt und etwas Maismehl bestand. Da die Azteken dem Getränk stärkende und aphrodisische Eigenschaften nachsagten, sie nannten es „flüssiges Gold“, entdeckte Cortez darin eine wirtschaftliche Marktlücke. Als er es zu Hause am Hofe servierte, fügte er lediglich eine Prise Vanille und Zucker hinzu. Bald eroberte das neue Getränk die oberen Kreise in Europa.

Nur in den oberen Kreisen angesagt

Der Kaufmann Antonio Carletti brachte dann 1606 den Kakao nach Italien. Etwa 1660 erreichte die Schokolade auch London, die Trinkschokolade, die man derzeit am englischen und spanischen Hofe trank, kam der heutigen schon sehr nahe. Im Jahr 1711, als der römisch-deutsche Kaiser Karl VI. seinen Hofstaat von Madrid nach Wien verlegte kam die spanische Vorliebe für Kakao auch nach Österreich. Alsdann wurde Wien berühmt für ihre üppig bemessenen Trinkschokoladen und eine feine Torte namens Sacher, Kreation des Hotels Sacher. Im 18. Jahrhundert stieg der Schokoladenkonsum in Europa sprunghaft an, blieb jedoch in den oberen Kreisen. In England und Deutschland wurde der Import noch besteuert, was dazuführte, dass gepanscht wurde. Deshalb wurde Ende der 70er des 19. Jahrhunderts der Verband deutscher Schokoladenfabrikanten gegründet, zu dessen Hauptaufgabe die Förderung von Qualitätsprodukten gehörte. Der Siegeszug der Schokolade ließ sich nun nicht mehr aufhalten.

Schokolade heute

Viele der ersten Unternehmer sind heute noch bekannte Handelsmarken wie Cadbury in England und Stollwerck in Deutschland. Sie alle stehen jedoch in der Schuld der Schweizer Pioniere wie Suchard, Nestlé, Lindt und Tobler. Bis 1964 werden Preise für Schokolade vorgegeben an die sich alle Hersteller halten müssen. Mit dem Ende der Preisbindung verschärft sich der Wettbewerb und innerhalb weniger Jahre müssen zahlreiche Unternehmen aufgeben. In den folgenden Jahrzehnten konzentriert sich der Markt auf immer weniger große Hersteller. Bedingt wird dies auch durch die immer stärkere Automatisierung der Produktion von Schokoladenwaren. Gleichzeitig geht die Zahl der Beschäftigten deutlich zurück, obwohl die Produktionsmengen ständig steigen. Mit dem gleichzeitigen Wirtschaftsboom wird Schokolade nun endgültig zum Produkt für die breiten Massen.

nach oben