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Betreuung

Kita, oder was?

Schwangere tragen häufig neben dem Kind im Bauch auch große Fragen mit sich herum: Kann ich mit Kind weiterhin arbeiten gehen? Welche Art der ergänzenden Kinderbetreuung wird für uns die beste sein? Hier ein paar Entscheidungshilfen.

Die Vielfalt der Kita-Angebote

Vieles spricht für die Kindertagesstätte (Kita). Zum Beispiel bietet diese bei Bedarf eine ganztägige Betreuung schon für Kleinstkinder. Darüber hinaus sind die Räume kindgerecht ausgebaut und Personalausfälle wegen Krankheit gibt es nicht. Experten meinen, dass Kleinkinder, die bereits in einer Kindertagesstätte untergebracht werden, früher Erfahrungen im Umgang mit anderen Kindern machen als jene, die erst mit etwa drei Jahren in einen Kindergarten kommen. Zudem hält die Kita ein großes Angebot an professioneller Betreuung, Spielideen und allgemeinen Fördermöglichkeiten bereit, die in dieser Form zu Hause in der eigenen Familie nicht unbedingt vorhanden sind. Aber auch ältere Kinder können den Kleinen Dinge beibringen, die sie selbst in der Kindertagesstätte gelernt haben. Besonders Kinder, die zu Hause keine Geschwister haben, erleben dadurch die Rollen der fehlenden älteren Geschwister.

Betreuung durch eine Kita

Andererseits birgt die Kita auch einige Nachteile: Vergleicht man den Betreuungsaufwand eines 4-jährigen Kindes mit dem eines 1-jährigen, so ergeben sich einige gravierende Unterschiede, die unter Umständen zu Spannungen innerhalb der Gruppen führen können. Durch den Mehraufwand, der für Kleinkinder durch Wickeln, Füttern und Herumtragen entsteht, fühlen sich ältere Kinder leicht vernachlässigt. Andererseits kann es auch sein, dass sich die Erzieher bei der großen Anzahl von Kindern nicht immer genug Zeit für die Kleinsten nehmen. Deshalb stehen die verantwortlichen Betreuer tagtäglich vor der Aufgabe, dieses Ungleichgewicht auszubalancieren.

Die Kernfrage lautet daher: Ist es einem Kleinkind überhaupt zuzumuten, in eine völlig neue und viel größere Gruppe als die der Kleinfamilie integriert zu werden? „Erfahrungen und Studien zeigen, dass sich Kinder dort gut entwickeln“, so der Göttinger Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther. „Ein Kind entwickelt sich zu Hause gut, wenn die Mutter sich über das Kind freut und gern mit ihm zusammen ist.“ Für Mütter, die eigentlich lieber berufstätig wären oder die arbeiten müssten, weil die Gesellschaft sie als Mutter nicht bezahle, sei es sinnvoll, ein Betreuungsangebot wie das einer Kindertagesstätte zur Verfügung zu stellen.

Was bietet der Markt

Die ersten Monate nach der Geburt gleichen oft einer Achterbahnfahrt. Auf einmal gibt’s von allem weniger oder mehr: weniger Platz, weniger Schlaf, dafür mehr Stress, mehr Konflikte. Aber viiiiel mehr Herzensfreude und grenzenlose Liebe für das schönste Kind der Welt! Doch wem kann man diesen kleinen Erdenbürger anvertrauen, wenn die Arbeitswelt bald wieder ruft? Zu den besten Betreuungsformen zählen die sogenannte Kindertagesstätte (Kita) und die Kindertagespflege (Tagesmutter). Der Unterschied liegt darin, dass sich hinter den sogenannten Kindertageseinrichtungen der Oberbegriff für Kinderkrippen (Kinder bis drei Jahre), Kindergarten (drei bis sechs Jahre) und der Kinderhort (Grundschulkinder) verbirgt.

Tagesmutter nur zweite Wahl?

Gegenüber einer Kita ist die Kindertagespflege mit einer Tagesmutter eine familienähnliche Betreuungsform. Viele Eltern schätzen nicht nur das persönliche und vertraute Verhältnis, sondern auch die Möglichkeit, eine Tagesmutter zu finden, die genau ihren Wünschen entspricht. Daher sollten sich Eltern für die Suche der richtigen Betreuungsperson viel Zeit nehmen. Seit 2006 wird deren Eignung vom Jugendamt überprüft. Denn anders als in einer Kindertagesstätte werden die Kinder immer von ein und derselben Person betreut, das vermittelt Kontinuität und Stabilität. Auch wenn beide Eltern voll berufstätig sind, nimmt das Kind an einem Familienleben teil. Darüber hinaus bietet eine Tagesmutter ein Maximum an Flexibilität! Denn mit ihr können Betreuungszeiten immer individuell abgesprochen werden. Kommt die Tagesmutter ins Haus, so ersparen sich Eltern das zeitaufwendige Bringen und Holen. Die Tagesmutter ist also gerade für kleine Kinder eine gute Alternative zur Kindertagesstätte. Die Kosten einer Tagesmutter können je nach Region auch niedriger sein als die Kosten für eine Kita. In der Regel werden die genauen Kosten für die Betreuung individuell verhandelt.

Für die verlässliche Planung einer Kinderbetreuung brauchen Eltern folgende Informationen

  • 1. Welche Betreuungsformen stehen vor Ort zur Verfügung und wodurch zeichnen sie sich jeweils aus?
  • 2. Welchen Anspruch haben Erziehungsberechtigte auf welche Kinderbetreuungsleistung?
  • 3. Wie sichern Eltern sich rechtlich ab und welche Eigenbeteiligung an den Kosten kommt auf sie zu?
  • 4. Wer springt bei Urlaub oder Krankheit der Tagesmutter ein?
  • 5. Wie wird die pädagogische Qualität gesichert?

Fazit

Für den Zeitpunkt der Aufnahme in eine Kindertagesstätte muss berücksichtigt werden, dass sich nicht jedes Kind gleich entwickelt. Manche sind mit einem Jahr deutlich weiter als andere mit 18 Monaten. Als grobe Orientierung gilt: Eltern mit Kleinkindern unterhalb eines Jahres sollten es sich noch gut überlegen, ob sie ihr Kind in eine Kita geben. Oder ob eher eine andere Institution wie die einer Tagesmutter für das Kind in Betracht kommt.

Das erste Lebensjahr ist für die Entwicklung Ihres Kindes entscheidend. Erfahren Sie mehr über Babys erstes Jahr.

Lesetipps

  • Mein Kind kommt in den Kindergarten. Alles, was Eltern wissen sollten. Ursula Rohde, Beltz Verlag
  • Ohne Eltern geht es nicht. Die Eingewöhnung von Kindern in die Kita, Krippe oder Tagespflegestelle. Beate Andres, Éva Hédervári, Hans-Joachim Laewen, Cornelsen Verlag Scriptor

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