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Trockenwerden

Töpfchen-Training Teil I

Rund um den 18. Lebensmonat ist es bei einigen Kindern so weit: Sie signalisieren Mama und Papa durch ihr Verhalten, dass die letzten Tage der Windel allmählich gezählt sind. Andere Kinder machen zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Anstalten, sich von dem sicheren Wegbegleiter verabschieden zu wollen. Eine wichtige Frage für Sie als Eltern: Wann darf der Startschuss fürs Töpfchen-Training fallen?

Wie bei vielen anderen Kindesentwicklungen auch, gibt es ihn nicht: den einen fixen Zeitpunkt, zu dem Ihr Baby bereit ist, den nächsten Schritt zu tun. Das gilt auch für das Töpfchen-Training. Viele Kinder entwickeln zwischen dem 18. und 30. Lebensmonat die nötigen psychischen und körperlichen Fähigkeiten, der Windel für immer Lebewohl zu sagen und auf das Töpfchen zu gehen. Andere beginnen erst im vierten Lebensjahr damit. Wie die Statistik zeigt, sind es dabei eher die Mädchen, die zeitlich gesehen die Nase vorn haben und diesen wichtigen Entwicklungsschritt besonders früh gehen.

Ist mein Kind schon bereit fürs Töpfchen-Training?

Folgende körperliche Anhaltspunkte können Ihnen dabei helfen, zu entscheiden, ob auch Ihr Kind schon bereit dazu ist, bald mit dem Töpfchen-Training zu beginnen:

  • Der Stuhlgang Ihres Kindes ist mittlerweile normal geformt. Außerdem hat sich ein Verdauungsrhythmus eingestellt.
  • Seine Blasenmuskeln sind mittlerweile so gut ausgebildet, dass sie den Urin für längere Zeit speichern können. Ob dies der Fall ist, erkennen Sie am leichtesten daran, dass die Windel Ihres Schatzes nun regelmäßig für zwei Stunden oder sogar länger trocken bleibt.
  • Ihr Kind beobachtet Sie neugierig, wenn Sie selbst zur Toilette gehen. Es interessiert sich zunehmend dafür, was Sie dort tun und imitiert das Verhalten beim Toilettengang – womöglich in anderem Kontext.
  • Die eigene Hose hoch- und runterzuziehen, stellt für Ihren Schatz keine große Herausforderung mehr dar.

Auch durch ihr Verhalten zeigen Kinder, dass sie dazu bereit sind, die Phase des Windelentwöhnens langsam einzuläuten:

  • Beobachten Sie z.B. immer wieder, dass sich Ihr Kind sichtlich unwohl in seiner vollen Windel fühlt?
  • Fasst es sich selbst ans Höschen oder läuft in Richtung des Bades, wenn seine Windel voll ist?
  • Kann es Körperteile und Gefühle benennen?
  • Äußert sich Ihr Schatz womöglich sogar selbstständig, wenn es verdauen oder Pippi machen muss?
  • Kann es Fragen wie „Musst du aufs Töpfchen?“ oder „Wo ist die Toilette?“ verstehen und die Wörter für Stuhlgang und Urin, die in Ihrer Familie benutzt werden, zuordnen?
  • Zeigt es auch in seinem Verhalten in anderen Situationen, dass es gerne selbstständiger werden möchte und Gefallen daran findet, Probleme selbstständig zu lösen?
  • Versteht Ihr Kind, dass es Dinge wieder an den Ort zurückbringen muss, an den sie gehören?

All diese Verhaltensweisen und Reaktionen können Anzeichen dafür sein, dass Ihr Kind für den Startschuss des Töpfchen-Trainings schon bereit ist.

Doch: Wichtiger als alle diese Beobachtungen bleibt nach wie vor Ihr Bauchgefühl. Sie als Eltern sollten den Eindruck haben, dass Ihr Kind in seiner Entwicklung so weit ist, diesen neuen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit, Freiheit und Mobilität zu gehen.

Immer mit der Ruhe

Auch wenn alle Beteiligten das Ende der Wickelphase herbeisehnen, lautet die wichtigste Regel schließlich: Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck und geben Sie ihm unbedingt die Zeit, die es braucht – ganz egal, wie weit andere gleichaltrige Kinder schon sind. Ihr Schatz kann seine Blase und seinen Enddarm erst dann bewusst kontrollieren, wenn seine neurologische Entwicklung so weit ist. Ein natürlicher Entwicklungsprozess, der sich manchmal eben auch verzögern bzw. länger dauern kann.

Überhaupt ist Geduld jetzt ein wichtiger Begleiter: Denn das Töpfchen-Training kostet Zeit. Routine stellt sich erst Stück für Stück ein. Bei den einen schneller, bei anderen dauert es Monate. Rund 90 Prozent aller Kinder sind zu Beginn des Kindergartenalters schließlich vollkommen trocken und gehen selbstständig aufs Töpfchen. Kleine Malheurs und Rückschläge auf dem Weg zu diesem Ziel gehören dazu und dürfen als Bestandteil einer ganz normalen, gesunden Kindesentwicklung gedeutet werden, die nun in immer größeren Schritten vonstatten geht.

Wann sollte mein Kind trocken werden und ab wann spricht man von Bettnässen?

Lesetipp

  • Der kleine Klo-König. Sandra Grimm, Ravensburger Buchverlag.
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