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Geburt

Was uns jetzt hilft: Geburtsschmerzen lindern

Wehenschmerzen aushalten oder ausschalten? Diese Frage beschäftigt werdende Mütter vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft. Die Angst vor den Wehen- und Geburtsschmerzen wächst häufig noch, je näher der Geburtstermin rückt. Welche Möglichkeiten Sie haben, den Schmerzen vorzubeugen und warum ein striktes Entweder-oder nicht wirklich hilft.

Vorbereiten mit sanften Methoden

Eine entspannte Atmosphäre wirkt sich positiv auf das Schmerzempfinden aus. Wählen Sie deshalb den Geburtsort sorgfältig aus und ergründen Sie, wo sie sich am wohlsten fühlen: zu Hause, im Geburtshaus oder im Kreißsaal einer Klinik. Es gibt viele Methoden, die Wehenschmerzen lindern können, zahlreiche davon werden Sie und Ihr Partner im Geburtsvorbereitungskurs kennenlernen.

Zu den bekanntesten sanften Methoden, die Geburtsschmerzen lindern, gehören

Bei Bedarf: Medizinische Hilfen, die Geburtsschmerzen lindern

Je nach Verlauf der Wehen und des Geburtsvorgangs kann es sinnvoll oder nötig sein, mit medizinischen Hilfen einzugreifen – um Geburtsschmerzen zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Aber: Nicht alles ist zu jedem Stadium der Geburt möglich und wirksam! Entkrampfende Mittel (Spasmolytika) entspannen den Muttermund, Schmerzmittel (wie Pethidin) dämpfen das Bewusstsein – auch beim Kind. Deswegen werden sie möglichst spät eingesetzt. In Deutschland noch selten genutzt: Lachgas, das über eine Maske eingeatmet schnell entspannend wirkt.

Eine gängige Methode um Geburtsschmerzen zu lindern, ist die Periduralanästhesie (PDA). Hierbei wird meist eine Mischung aus einem Opiat und einem lokalen Betäubungsmittel, das den Unterleib schmerzunempfindlich macht, über einen weichen Katheter in den Rückenmarkskanal gespritzt. Um in der Spätphase die Geburtsschmerzen ohne PDA rasch zu lindern, kann der Pudendusblock eingesetzt werden: ein Betäubungsmittel, das am Scheidenausgang wirkt. Falls ein Kaiserschnitt nötig wird, kann bei einer Geburt mit PDA die erforderliche Dosis über den bereits gelegten Katheter verabreicht werden. Bei der Spinalanästhesie wird das Mittel einmalig direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt und wirkt im Gegensatz zur PDA sofort – wichtig zum Beispiel bei einem schnell nötigen Kaiserschnitt, wenn zuvor kein PDA-Katheter gelegt wurde.

Wussten Sie eigentlich ...

 ... warum Wehen schmerzen?
Wehenschmerzen sind Muskelschmerzen, die durch das Zusammenziehen der Gebärmutter entstehen. Auch die Dehnung von Gewebe und Organen schmerzt. Immerhin muss sich der Muttermund etwa zehn Zentimeter weit öffnen. Gut, dass die Wehen zeitlich begrenzt sind und den Müttern immer wieder Erholungsphasen bescheren. Außerdem schüttet der Körper vor und während der Geburt automatisch schmerzlindernde Hormone (Endorphine) aus. Manche Frauen lassen sich bewusst auf die Schmerzen ein, andere bevorzugen als Hilfe vor allem die PDA-Methode.

... woher der Begriff Kreißsaal stammt?
Schon im Wort Wehe steckt ganz viel Weh, also Leid und Schmerz. Auf Englisch klingt es noch drastischer: labour pains – Arbeitsschmerzen – heißen die Wehen dort. Also alles ganz natürlich? Ja, darum lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf. Schließlich heißt es nicht ohne Grund Kreißsaal; der Begriff kommt tatsächlich von „kreischen“.

Lesetipp

  • Die selbstbestimmte Geburt. Handbuch für werdende Eltern. Ina May Gaskin, Kösel-Verlag.
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