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Rechte

Mutterschutzgesetz – Was muss ich wissen?

Für werdende Mütter gibt das Mutterschutzgesetz besondere Rechte und Pflichten für das Arbeitsverhältnis vor. Außerdem gelten Sonderregelungen für die Arbeitsbedingungen, um Sicherheit und Gesundheit des ungeborenen Kindes nicht zu gefährden. Wir greifen die wichtigsten Punkte aus dem Mutterschutzgesetz für Sie auf.

gilt das mutterschutzgesetz für alle schwangere?

Nein, das Gesetz gilt nicht für Studentinnen, Hausfrauen, Selbstständige sowie – in der Regel – Geschäftsführerinnen, wenn sie keinen Anstellungsvertrag haben. Auch Beamtinnen und Soldatinnen können sich nicht auf das Mutterschutzgesetz berufen; für sie gelten vergleichbare Regelungen im Beamtenrecht bzw. die Mutterschutzverordnung für Soldatinnen.

schützt mich das gesetz vor einer kündigung?

Ja, nach dem Mutterschutzgesetz darf Ihnen vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt nicht gekündigt werden. Das gilt auch dann, wenn Ihr Arbeitgeber nicht wusste, dass Sie schwanger sind. In diesem Fall müssen Sie ihn aber spätestens innerhalb von zwei Wochen nach der Kündigung darüber informieren – am besten schriftlich per Einschreiben. Aber: betriebsbedingte Kündigungen sind in engen Grenzen möglich, genauso wie fristlose Kündigungen bei erheblichem Fehlverhalten.

wann sage ich dem arbeitgeber, dass ich schwanger bin?

Laut Mutterschutzgesetz (§ 5) „sollen“ Sie das tun, sobald Ihnen bekannt ist, dass Sie schwanger sind. Verständlich, denn die speziellen Schutzvorschriften greifen erst, wenn Sie dem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft bekannt gemacht haben. Eine Mussvorschrift ist das aber nicht, und so warten viele Schwangere bis zur zwölften Woche, wenn das Risiko für eine Fehlgeburt deutlich abnimmt.

welche fristen gelten für die elternzeit?

Sie müssen die Elternzeit mindestens sieben Wochen vor ihrem Beginn bei Ihrem Arbeitgeber anmelden und sich dabei für einen Zeitraum von zwei Jahren verbindlich festlegen. Sie können die ­Elternzeit unmittelbar an die Mutterschutzzeit anschließen oder später antreten, zudem auch gleichzeitig mit dem Vater nutzen. Grundsätzlich haben sowohl Mütter wie Väter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres ihres Kindes Anspruch auf Elternzeit.

Alle anstehenden formalitäten auf ein blick

darf ich gefährliche arbeiten ablehnen?

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob die Arbeit Ihre Gesundheit oder die Ihres Kindes gefährden kann. Sein Attest kann Sie von solchen Tätigkeiten befreien. Das Mutterschutzgesetz beschreibt zudem zahlreiche Beschäftigungsverbote, wie schwere körperliche Arbeiten oder den Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen. Auch täglich mehr als vier Stunden Stehen bei der Arbeit ist ab dem fünften Monat nicht mehr erlaubt. Zudem regelt das Gesetz Mehrarbeit sowie Nacht- und Sonntagsarbeit. So dürfen werdende Mütter etwa nicht zwischen 20 und 6 Uhr (§ 8) beschäftigt werden.

welche besonderen rechte habe ich als schwangere?

Regelmäßig schwere Kisten schleppen oder im Akkord arbeiten? Für Schwangere sind das Tabus – auch rechtlich; so steht es im Mutterschutzgesetz. Darin sind neben umfassenden Beschäftigungsverboten für betroffene Arbeitnehmerinnen auch finanzielle Ansprüche geregelt, wie die Fortzahlung des Gehalts und das Mutterschaftsgeld.

wer berät bei finanz- und rechtsfragen?

Ob noch minderjährig, im Studium oder Ausbildung, als Single oder verheiratete Frau: Machen Sie sich schlau über Ihr gutes Recht als werdende Mutter. Suchen Sie eine Schwanger-schaftsberatungsstelle in Ihrer Nähe auf – welche es gibt, erfahren Sie in Ihrer Kommune. Lassen Sie sich dort umfassend über das Mutterschutzgesetz sowie über andere finanzielle und rechtliche Aspekte Ihrer Schwangerschaft und Mutterschaft informieren.

Lesetipps

  • Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter: Mutterschutzgesetz – MuSchG, Taschenbuch. Outlook Verlagsgmbh
  • Mutterschutz, Elterngeld, Elternzeit: Mutterschutzgesetz - Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - Kindergeldrecht - Unterhaltsvorschussgesetz. Friedbert Rancke (Hrsg.), Nomos VerlagsgmbH

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