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Geburt

Die natürliche Geburt eines Kindes

Trotz einer Fülle von Informationen haben fast alle Frauen Angst vor der Geburt – besonders, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Das war immer so und es entspricht diesem besonderen, kraftvollen Ereignis. Die Geburt eines Kindes ist nicht planbar und eine Frau, die noch nicht geboren hat, weiß nicht, wie sich die Wehen anfühlen werden und wie sie damit zurechtkommen wird.

die geburt – eine herausforderung

Ein Kind zur Welt bringen bedeutet, sich einzulassen auf eine Reise ins Unbekannte, eine Grenze zu überschreiten. Es geht darum, einen lebendigen Prozess zuzulassen – eine bedeutende Körperarbeit, die mit Schmerzen verbunden ist und an deren Ende ein großes Glück wartet. Es heißt, darauf zu vertrauen, dass der eigene Körper bestens für diese Arbeit gerüstet ist. Beim Gebären sind körperliches Geschehen und seelische Befindlichkeit eng miteinander verwoben. Nichts kann durch den Verstand gesteuert oder vorweggenommen werden – eine besondere Herausforderung in einer Gesellschaft, wo alles perfekt geplant und durchorganisiert sein soll.

Und auch, wenn vieles nicht planbar ist, so gibt es doch zentrale Elemente, die die Geburt eines Kindes gelingen lassen. Und wie bei einer Reise in ein unbekanntes Land, kann man sich äußerlich und innerlich auf das Abenteuer vorbereiten und für die besten Voraussetzungen sorgen. Dazu gehört als Erstes ein geschützter Geburtsort. Um sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren, brauchen Frauen das unbedingte Vertrauen, dass nichts ohne ihr Einverständnis geschieht. Neben fachlich kompetentem Beistand brauchen sie das Gefühl, liebevoll versorgt und gehalten zu sein, um die Geburt als Herausforderung annehmen zu können.

beistand und nähe

Gebären ist eine intensive Zusammenarbeit von Mutter und Kind. Mit Hilfe der Wehen bahnt sich das kindliche Köpfchen seinen Weg durch das mütterliche Becken. Der Muttermund öffnet sich, das Köpfchen rutscht immer tiefer, bis es schließlich geboren wird. Dieses kraftvolle Geschehen ist mit rhythmischen Schmerzen, den Wehen verbunden. Je besser es gelingt, diesen Prozess mit dem Rhythmus des eigenen Atems zu begleiten, desto leichter kann sich der Körper öffnen. Über dieses wichtigste Instrument des Gebärens verfügt jede Frau selbst. Je vertrauensvoller sie das Geschehen zulässt und aktiv begleitet, desto schneller wird ihr Kind geboren.

Wichtig für die Geburt eines Kindes: Liebevolle Unterstützung sowie körperlicher und seelischer Beistand durch eine vertraute Person, die Mut zum Durchhalten gibt und beim Atmen hilft, sind dabei eine riesengroße Hilfe. Viele Studien haben erwiesen, dass Frauen schneller gebären, weniger Medikamente benötigen und weniger Geburtsverletzungen haben, wenn sie auf diese Weise kontinuierlich begleitet werden.

Daneben stehen viele Möglichkeiten der Schmerzlinderung zur Verfügung: von sanften Mitteln wie Massage, Homöopathie, Akupunktur und der Geburt des Kindes im Wasser über Medikamente zur Entspannung und Schmerzlinderung bis hin zur Periduralanästhesie, die den Schmerz vollständig ausschaltet.

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hilfreiche hormone

Hormone steuern das gesamte Geschehen rund um die Geburt eines Kindes. Im feinen Zusammenspiel zwischen Mutter und Kind bereiten sie die Geburt vor. Im Körper der Mutter wird Oxytocin produziert, das die Wehen auslöst. Der Geburtsschmerz wiederum ist mit der Produktion von Endorphinen verbunden, den Hormonen, die auch beim Ausdauersport vom Körper ausgeschüttet werden. Sie wirken angstlösend und schmerzlindernd, ähnlich wie ein natürliches Schmerzmittel. Der stark erhöhte Endorphinspiegel nach der Geburt ist mit verantwortlich für den „Glücksrausch“ nach der natürlichen Geburt eines Kindes.

Auch Adrenaline – Hormone, die uns in Stresssituationen zur Verfügung stehen – sind beim Gebären wichtig. Sie werden in der letzten Phase der Geburt ausgeschüttet, wenn noch einmal alle Kräfte gebraucht werden. Ist die Geburt vollbracht, bewirkt auch das Adrenalin, dass das Baby so wach in die Welt schaut und Mutter und Kind offen sind für die erste Begegnung.

Oxytocin wird auch das Hormon der Liebe und der Bindung genannt, denn es wird bei Körperkontakt und Sex ausgeschüttet. Nach der Geburt wird der Körper der Frau damit überflutet. Das bewirkt nicht nur, dass die Gebärmutter sich zusammenzieht und die Frau vor Blutungen geschützt ist. Das Hormon der Liebe fördert jetzt auch den wichtigen Prozess des Bondings: Mutter und Kind verlieben sich ineinander. Gleichzeitig ist Oxytocin für die Ausschüttung der Muttermilch zuständig. Frauen, die ihre Kinder auf natürlichem Weg zur Welt gebracht haben, können so schneller stillen.

einlassen auf das gebären

Es lohnt sich, die Arbeit des Gebärens anzunehmen. Das Glücksgefühl, sein Kind aus eigener Kraft geboren zu haben, ist eine riesengroße Ressource für das ganze Leben – und eine der besten Voraussetzungen für das Leben mit einem Neugeborenen. Genauso wichtig wie das Einlassen auf das Gebären ist es aber auch, anzunehmen, was nicht steuerbar ist. Viele Frauen, die sich eine natürliche Geburt von Herzen gewünscht haben, sind traurig und enttäuscht, wenn dann doch ein Kaiserschnitt gemacht werden musste. Gespräche mit der Hebamme, eine liebevolle Versorgung und ganz viel Körperkontakt mit dem Baby helfen, den Kaiserschnitt als notwendigen und manchmal lebensrettenden Weg zu akzeptieren.

Lesetipps

  • Die selbstbestimmte Geburt - Handbuch für werdende Eltern. Ina May Gaskin, Kösel-Verlag
  • Hebammen-Gesundheitswissen - Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Silvia Höfer/Nora Szász, Gräfe und Unzer

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