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Kaiserschnitt

Kaiserschnitt – Wunsch oder Notwendigkeit

Gründe für einen Kaiserschnitt gibt es viele – die meisten sind medizinisch und notwendig. Welche das sind, wie der operative Eingriff vonstatten geht und warum manche Frauen sich einen Kaiserschnitt wünschen, erfahren Sie hier.

gründe für einen kaiserschnitt

Bestehen bereits während der Schwangerschaft Risiken oder ergeben sie sich während der Geburt, kann ein Kaiserschnitt notwendig sein. Zu diesen sogenannten absoluten Indikationen (zwingende medizinische Gründe) zählen: die Querlage des Kindes, ein Missverhältnis zwischen Becken- und Kindsgröße, eine um den Hals gewickelte Nabelschnur oder eine Plazenta praevia – wenn die Plazenta den Muttermund zum Zeitpunkt der Geburt noch ganz oder teilweise bedeckt. In diesen Fällen ist der Kaiserschnitt unumgänglich.

Bei den relativen Indikationen (vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig) wird abgewogen, ob bei einer natürlichen Geburt eine Gefährdung von Mutter oder Kind besteht, z. B. bei einer Steißlage, einem besonders großen Kind oder einer Mehrlingsschwangerschaft:

  • Im Fall der Steißlage wird zwar häufig ein Kaiserschnitt durchgeführt, eine natürliche Geburt ist aber auch möglich – wenn das Kind nicht zu groß und das Becken der Frau nicht zu schmal ist. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme beraten!
  • Befindet sich bei einer Zwillingsschwangerschaft das unten liegende Baby von vornherein in Steiß- oder Querlage, wird ein Kaiserschnitt ebenfalls unumgänglich. Bei Drillingen oder Vierlingen wird dagegen direkt mit Kaiserschnitt geplant, um das Risiko einer zeitweiligen Unterversorgung zu minimieren.

Wunschkaiserschnitt

Etwa zwei Prozent der Kaiserschnitte werden einzig auf Wunsch der Mutter durchgeführt – meist aus Angst vor der Geburt. Die offiziellen Zahlen sind so niedrig, da die Krankenkassen die Kosten für einen nicht notwendigen Kaiserschnitt nicht übernehmen. Allerdings verschwimmen die Grenzen zwischen den relativen Indikationen und dem Wunschkaiserschnitt recht häufig, sodass einige Kliniken den Wünschen der Schwangeren gern entgegenkommen. Experten empfehlen allerdings, einen Kaiserschnitt erst mit Wehenbeginn durchzuführen, da dieser anzeigt, dass der kindliche Kreislauf auf die Geburt vorbereitet ist.

der eingriff

Der Kaiserschnitt ist ein operativer Eingriff, der in der Regel unter einer Rückenmarksnarkose – der Epidural- oder Spinalanästhesie – durchgeführt wird. Bei der Spinalanästhesie wird das Narkosemittel einmalig direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt und wirkt im Gegensatz zur PDA sofort – wichtig zum Beispiel bei einem schnell nötigen Kaiserschnitt, wenn zuvor kein PDA-Katheter gelegt wurde. Im Vergleich zur Vollnarkose bleibt die Mutter hier auch beim Kaiserschnitt bei Bewusstsein. Der Partner darf in der Regel während der Geburt dabei sein, solange es sich nicht um einen Notfall-Kaiserschnitt handelt und die werdende Mutter keine Vollnarkose benötigt.


Die „sanfte“ Misgav-Ladach-Methode, bei der die Gewebeschichten unter der Bauchdecke größtenteils durch das Dehnen mit den Fingern geöffnet werden, ist inzwischen weit verbreitet. Dadurch wird das Gewebe weniger verletzt. Diese Methode begünstigt eine schnellere Wundheilung und Regeneration des Gewebes als die klassische Variante. Bei dieser wird ein Querschnitt an der Schamhaargrenze und ein Schnitt im unteren Bereich der Gebärmutter gemacht und das Kind so aus der Gebärmutter gehoben.


Die Gebärmutter zieht sich unmittelbar danach zusammen, die Plazenta wird gelöst und herausgenommen. Anschließend werden die Gebärmutter und Bauchschichten wieder vernäht. Bei der Misgav-Ladach-Methode muss weniger Gewebe genäht werden, da z.B. das Bauchmuskelgewebe sich wieder von allein aneinanderlegt.


In der Regel dauert ein Kaiserschnitt ca. 30 Minuten, Mutter und Kind bleiben aber oft noch etwa zwei Stunden zur Überwachung im Kreißsaal. Sind Mutter und Säugling wohlauf, dürfen sie nach drei bis fünf Tagen das Krankenhaus verlassen.

lesetipp

  • Meine Wunschgeburt – Selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt: Aufklärung und fundierte Informationen – auch für Erstgebärende und Frauen mit spontanen Geburten. Erfahrungsberichte von Kaiserschnittmüttern. Hilfe bei der Geburtsplanung. Ute Taschner, Verlag edition riedenburg

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