Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Akzeptieren
zum Warenkorb
lade...
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Mein Warenkorb
Warenbetrag Preis inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand
zum Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leider noch leer.
Zeitmanagement

Familien-Uhren ticken anders

Vielen Eltern von kleinen Kindern fehlt vor allem oft eins: Zeit. Zum Spielen, zum Sport, für Freunde. Liegt das an der Organisation? Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben Erstaunliches herausgefunden. Außerdem gibt die Zeitmanagement-Expertin Cordula Nussbaum nützliche Tipps für ein besseres Zeitmanagement in der Familie.

Was haben wir heute eigentlich den ganzen Tag gemacht?“, „Ich habe nicht mal die Hälfte von dem geschafft, was ich mir vorgenommen habe“, „Duschen konnte ich erst abends, als mein Mann wieder zu Hause war“, „Ich habe keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist.“ Diese oder ähnliche Aussagen treffen wahrscheinlich alle Eltern von kleinen Kindern irgendwann mal – manchmal sogar mehrfach in der Woche. Sie zeigen eins: Zeitmanagement ist für Familien generell ein sehr großes Thema. Speziell dann, wenn Aufgaben nicht erledigt werden, Freunde ihren Unmut äußern oder man selber unzufrieden mit seiner Situation ist. Auch die Aufgabenverteilung sollte unter die Lupe genommen werden.

prioritäten neu definieren

Für viele Außenstehende liegt der Grund dafür auf der Hand – schlechte Organisation. Zeitmanagement-Expertin Cordula Nussbaum widerspricht entschlossen: „Vor der Familiengründung kann sich keiner vorstellen, was es wirklich bedeutet, ein Kind zu haben. Die meisten denken, mit einer guten Organisation wird es schon klappen – tut es meistens aber nicht“, erläutert die zweifache Mutter.

Die 45-Jährige berät seit einigen Jahren immer mehr Eltern. Ausschlaggebend für sie ist viel mehr die innere Einstellung. Wichtig sei, dass man zusammen mit seinem Partner die Prioritäten neu definiert. Eine saubere Wohnung, ein topge-pflegter Garten oder ein blitzblankes Auto bekommen vor diesem Hintergrund dann einen völlig anderen Stellenwert.

bestandsaufnahme der aufgabenverteilung

Oft entstehen Frust, Stress und Unzufriedenheit. Manche setzen sich zudem unter einen immensen Druck und fragen sich, wieso sie ihr Zeitmanagement nicht hinbekommen. „Die ersten zwei, drei Jahre nach der Geburt sind die härtesten. Gerade beim ersten Kind. Auch weil man sich auf diese Situation erst einlassen muss“, stellt Nussbaum klar.

Für Eltern bedeutet das: Sie müssen von alten – vielleicht sehr lieb gewonnenen Gewohnheiten – Abstand nehmen, offen persönliche Wünsche kommunizieren und Aufgaben auf möglichst viele Schultern verteilen. Ein erster Schritt dazu ist eine Bestandsaufnahme der täglichen Aufgaben.

ein tag bei familie yigit

Bei Familie Yigit ist jeden Tag richtig viel los. Die Zwillinge Eva und Samuel (14 Monate) sind aufgeweckt, neugierig und in fast jeder wachen Minute aktiv. Schließlich gibt‘s viel zu entdecken. Das heißt: Die Eltern – Maria (27) und Johannes (31)– sind täglich gefordert.

Die Ausgangslage: An unserem Besuchstag waren beide Elternteile zu Hause. Dieser Idealzustand ist in vielen Familien natürlich die Ausnahme. Auch bei den Yigits. In der Woche versorgt Maria die beiden Kinder. Dabei wird sie von den  Großeltern unterstützt. Die junge Familie wohnt in einem gemütlichen Städtchen im Münsterland mit Oma und Opa unter einem Dach. Das ist ein großer Vorteil.

der tag beginnt ...

6:30 Uhr – aufstehen, Windeln wechseln, frühstücken, waschen, Zähne putzen, spielen, Küche aufräumen. Dauer: knapp 2 Stunden

8:30 Uhr – Windeln wechseln, wetterfest anziehen, spazierengehen, spielen auf dem Spielplatz, einkaufen. Dauer: 2 Stunden, 45 Minuten.

11:15 Uhr – Kinder und Einkäufe hochbringen, ausziehen, füttern. Dauer ca: 60 Minuten

12:15 Uhr – ausziehen, Windeln wechseln, Schlafsack anziehen, Kinder ins Bett bringen, aufräumen, ausruhen. Dauer: ca. 75 Minuten

Generell ist es hilfreich, sich einmal klarzumachen, welche Aufgaben täglich anstehen. Auf diese Weise verschafft man sich einen guten Überblick. Der hilft dabei, Tätigkeiten neu zu verteilen oder vielleicht sogar zu streichen. Wir haben uns bei der Bestandsaufnahme allerdings nur auf Abläufe konzentriert, die zur Kinderbetreuung zählen.

nach dem mittagsschlaf geht’s wieder rund:

13:30 Uhr – aufstehen, Windeln wechseln, anziehen, spielen, vorlesen. Dauer ca.: 1 Stunde, 20 Minuten

 

15:00 Uhr – Besuch von der Krabbelgruppe, spielen, spazierengehen, kochen. Dauer: 2 bis 3 Stunden

18:00 Uhr –Essen zubereiten, füttern, Geschirr wegräumen. Dauer: 20 bis 30 Minuten

18:30 Uhr: Vorlesen, Zähne putzen, Windeln wechseln, Schlafanzug und -sack anziehen, Kinder schlafen legen. Dauer: ca. 1 Stunde

die bilanz

Am Ende des Tages sehen es Maria und Johannes Yigit schwarz auf weiß: Die Versorgung, Betreuung und Beschäftigung ihrer Zwillinge hat insgesamt knapp elf Stunden gedauert – das ist mehr als ein Arbeitstag. „Bei uns ist das fast ein normaler Ablauf und auch völlig in Ordnung so. Denn für mich zählt aktuell in erster Linie die Familie“, sagt Maria. Freiräume können sich die beiden vor allem durch gegenseitige Unterstützung, eine gute Aufgabenverteilung und die Einbeziehung der Großeltern verschaffen. In vielen anderen Familien verhält es sich ähnlich.

tipps für ein besseres zeitmanagement

  1. Verschaffen Sie sich einen Tagesüberblick und schreiben Sie auf, mit welchen Tätigkeiten Sie sich an einem typischen Tag beschäftigen.
  2. Bewerten Sie diese Übersicht und markieren Sie die Punkte, die Ihnen wirklich wichtig sind. Streichen Sie so viel wie möglich.
  3. Sprechen Sie mit Ihrem Partner und sagen ihm konkret, für welche Beschäftigungen Sie sich mehr Zeit, oder eine andere Aufgabenverteilung wünschen.
  4. Entwickeln Sie gemeinsam einen Zeitmanagement-Plan, wie Sie sich gegenseitig zeitliche Freiräume für Sport, Hobbys, Verabredungen etc. schaffen.
  5. Beziehen Sie Verwandte und Freunde in Ihre Planungen mit ein. Bestimmt verbringen Oma und Opa gerne mehr Zeit mit ihren Enkeln. Falls diese Möglichkeit nicht besteht, engagieren Sie einen Babysitter.
  6. Lassen Sie Bügelwäsche einen Haufen Kleidung sein. Ihr Haushalt muss nicht perfekt aussehen. Genehmigen Sie sich lieber regelmäßig Auszeiten.

lesetipp

  • Ohne Eltern geht es nicht: Die Eingewöhnung von Kindern in die Kita, Krippe oder Tagespflegestelle. Beate Andres, Éva Hédervári, Hans-Joachim Laewen. Cornelsen Verlag Scriptor.

Unsere kostenlosen Checklisten zum Download

nach oben