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Vatersein muss man(n) lernen

Vatersein ist nicht immer einfach. Mütter haben schon durch die Schwangerschaft eine sehr weit engere Beziehung zum Kind aufgebaut als der Vater. Doch das Rollenverständnis von Vater und Mutter hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt: Zugunsten der Vater-Kind-Beziehung.

Was Vatersein heute bedeutet

Männer im Geburtsvorbereitungskurs, im Kreißsaal, bei der Babymassage oder auf dem Spielplatz: Wer heute als Vater hautnah dabei ist, ist in bester Gesellschaft. Männer freuen sich auf das Vatersein, gestalten die Vater-Kind-Beziehung aktiv mit und kümmern sich mit viel Einsatz, Geduld und Liebe um ihren Nachwuchs. Zahlreiche Studien, unter anderem die Ende 2012 veröffentlichte Trendstudie „Moderne Väter“ der Unternehmensberatung Väter GmbH, zeigen: Wer mehr Zeit mit seinen Kindern verbringt, hat auch mehr Einfluss auf Erziehung, Entwicklung und auf die Vater-Kind-Beziehung. Zum Vatersein gehört, die ersten Schritte unmittelbar zu erleben und nicht erst nach Feierabend davon zu hören.

Für Mütter ist das ein Vorteil. Wenn sich der Vater bereits direkt nach der Geburt an den anstehenden Aufgaben beteiligen und eine enge Beziehung zum Kind aufbaut, wird der Alltag für alle leichter. Während er sich liebevoll um das Baby kümmert, kann sie sich Zeit für sich nehmen oder auch einfach mal Schlaf nachholen. Gibt es weitere Kinder in der Familie, ist Papas Rolle schnell gefunden: Er kümmert sich um die Größeren, Mama versorgt das Baby.

Neun Monate Vorsprung

In der Schwangerschaft verschmelzen Mutter und Kind zu einer Einheit. Diesen Vorsprung hat Papa nicht. Die Vater-Kind-Beziehung muss erst aufgebaut werden. Auch hormonell wird er nicht wie die Frau durch Schwangerschaft und Geburt auf seine Rolle vorbereitet. Er muss das Vatersein lernen. Darum ist es wichtig, dass Frauen ihre Männer dabei unterstützen, ihre Talente als Väter zu entdecken. Nicht jedem Mann liegt es von Anfang an, die Nähe und Liebe zum neuen Familienmitglied zu zeigen.

Unser Tipp: Helfen Sie Ihrem Mann, mögliche Berührungsängste abzubauen, die Vater-Kind-Beziehung zu stärken. Am besten gelingt das, wenn Sie ihn in die Babyversorgung einbeziehen. Teilen Sie Aufgaben zu und lassen ihn diese alleine machen. Auch wenn das Windelnwechseln länger dauert, nicht ganz perfekt klappt oder das Kind quengelt: Halten Sie sich zurück. Männer brauchen Erfolgserlebnisse, um echte Profis zu werden.

Vatersein, Vater-Kind-Beziehung

Vatersein bedeutet aber auch für jeden Vater etwas anderes. Jeder entwickelt eigene Talente: Der eine kann das Baby besonders gut auf die Nachtruhe vorbereiten und lässt sich auch bei nächtlichem Schreien nicht aus der Ruhe bringen. Der andere kocht und füttert gerne. Manche gehen statt zum PEKIP lieber zum Babyschwimmen oder Kinderturnen – das ist wenigstens richtiger Sport! Väter spielen und toben besonders gerne mit ihren Kindern. Sie sind dabei meist mutiger als Mama, trauen ihrem Kind schneller schon etwas alleine zu. Natürlich stehen sie ihnen immer beschützend zur Stelle.

Väter machen einiges anders, aber dadurch nicht weniger gut. Auf den Spielplatz gehen, Ball spielen oder Bobbycarfahren – darauf muss Mann aber einige Monate warten. In den ersten Lebenswochen sind die Bedürfnisse des Kindes noch sehr stark auf Zuneigung, Wärme und Körperkontakt ausgerichtet. Dafür braucht es eine passende Atmosphäre in der Familie und natürlich auch Zeit. Leichter spielt sich der Alltag ein, wenn der Vater einen längeren Urlaub nach der Geburt einplant. Die Mutter kann entlastet, die Vater-Kind-Beziehung aufgebaut werden. Fast jeder Vierte nimmt inzwischen für seine Familie eine Auszeit vom Job und erhält Elterngeld. Diese Zeit möchten sie in der Regel nicht missen: Denn schneller als gedacht ist das erste Babyjahr schon wieder vorbei.

Väter können vieles

Vatersein ist heute schwieriger, es fehlt vielen jungen Männern an Vorbildern. Bei ihren Großeltern und Eltern waren die Rollen klar verteilt: Während er arbeiten ging, blieb sie zu Hause. Heute müssen und wollen Männer Versorger und fürsorgender Vater zugleich sein. Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, ist für sie eine große Herausforderung – genauso wie für ihre Frauen, die nach der intensiven Babyphase wieder arbeiten möchten.

Der große Vorteil: Wer die andere Seite kennt, kann sich besser in die Situation seines Partners hineinversetzen. In jedem Fall ist eine gute Aufgabenteilung eine Erleichterung. Machen Sie sich außerdem klar, dass sich beide Seiten erst an die neue Situation gewöhnen müssen. Das vermindert den Druck, den Alltag mit Baby möglichst schnell und gut zu organisieren. Das klappt nämlich meist eh nicht! Der Nachwuchs macht seine eigenen Regeln. Ein Tag wird oft erst dann planbar, wenn sich ein Tag-Nacht-Rhythmus einstellt. Bis dahin heißt es: Verständnis zeigen, Gelassenheit bewahren, die schönen Seiten des Elternseins genießen. Davon gibt es nämlich mehr als genug. Für Mütter und Väter.

Weitere Informationen zum Thema

Lesetipp

  • Mann und Vater sein. Wie Männer ihre neue Rolle auf ganz eigene Art ausfüllen, und wie alle davon profitieren. Jesper Juul, Kreuz Verlag.
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