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Familienbande

We are family – unser Alltag mit Kind

Von der romantischen Familienplanung zum "tatsächlichen" Alltag mit Baby: Zwei junge Familien mit einem Kind im gleichen Alter. Ihre Lebenssituation ist ähnlich, doch der Alltag sieht ganz anders aus. Die Elternpaare berichten über ihre Familienplanung und wie die Kinder das Leben und die Beziehung verändert haben.

abenteuer baby

Ein Kind verändert vieles, aber nicht alles im Leben, meinen Yasmin Moussa (28) und David Manke (32) aus Werther bei Bielefeld. Im Alltag versucht das Paar möglichst so weiter zu leben wie vor der Geburt ihrer Tochter Alyna (18 Monate).

familienplanung ohne plan

Yasmin Moussa und David Manke mit Alyna

Yasmin Moussa und David Manke mit Alyna

Das Leben mit ihrer Tochter hielt für das Paar schon beim Start Überraschungen bereit: Die beiden schafften es gerade noch rechtzeitig in den  Kreißsaal. „Dass Alyna es so eilig haben könnte, auf die Welt zu kommen, damit hatte niemand gerechnet“, erzählt David. „Die Familienplanung sind wir relativ unbedarft angegangen. Natürlich haben wir uns im Vorfeld informiert, aber den Alltag mit Baby durchzuplanen oder Eventualitäten auszuloten, entspricht nicht unserer Art.“ Yasmin: „Vielleicht wäre es manchmal besser, wenn wir uns mehr Gedanken machen würden. Den Maxi-Cosi zum Beispiel, den hätten wir vor der Geburt von Alyna ruhig schon mal zur Probe im Auto anschnallen können.“

Zu Hause stellten sich unerwartete Probleme ein: Das Stillen klappte nicht. Alyna schrie häufig, und Yasmin bekam eine Brustentzündung. David: „Ich hatte mir zwei Wochen Elternzeit genommen, um Yasmin zu unterstützen, fühlte mich in der Situation aber hilflos. Die Ratschläge unserer Hebamme brachten uns nicht weiter. Ich habe dann auf Verdacht eine Pre-Milch-Nahrung gekauft. Diese habe ich gefüttert, als die Kleine wieder einmal nicht zu beruhigen war. Das war genau die richtige Entscheidung: Alyna war zufrieden und Yasmin hat sich durch das schrittweise Abstillen körperlich schnell wieder erholt.“

alltag mit baby: ein fester rhythmus ist wichtig

Alyna ist der unumstrittene Mittelpunkt des gemeinsamen Lebens. Trotzdem versuchen die beiden, sich von ihrer Tochter in ihren Lebensgewohnheiten so wenig wie möglich einschränken zu lassen. „Wir hatten uns vor der Familienplanung vorgenommen, das Baby nach Möglichkeit überallhin mitzunehmen. Wenn wir abends auf eine Feier gehen, kommt Alyna mit und schläft in einem separaten Zimmer. Das klappt prima. Trotz allem achten wir aber darauf, dass sie einen festen Tagesrhythmus hat“, erzählt Yasmin.

zeit zu zweit kommt zu kurz

Die größte Herausforderung sieht das Paar darin, gemeinsam den Alltag zu meistern. „Das bisschen Haushalt, das vor der Geburt anfiel, ist zu einem großen Berg angewachsen. Trotzdem möchte man natürlich auch noch Spielraum für Freizeitaktivitäten haben. Da gibt es schon Reibungspunkte.“

„Als Hausfrau, Mutter und Berufstätige habe ich jetzt viel mehr Aufgaben zu erledigen. Ich habe direkt nach Ende der Elternzeit wieder begonnen, 30 Stunden in der Woche zu arbeiten. Trotzdem stehen meine Karriereziele hinten an. Das finde ich frustrierend, aber es ist leider oft so, dass man nicht als verlässliche Arbeitskraft eingestuft wird, wenn man nicht in Vollzeit arbeitet.“

Als Paar sind Yasmin und David davon überzeugt, dass ihre Beziehung durch Alyna noch stärker geworden ist. „Sie verbindet uns mehr als alles andere.“ Und David ergänzt: „Kein Tag mit Alyna ist wie der andere. Sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ist das größte Abenteuer, das es für mich gibt. Ich kann und möchte mir ein Leben ohne unsere Tochter nicht mehr vorstellen.“

familienplanung: alles durchgeplant, oder?

Sie hatten neun Monate Zeit, sich auf den Alltag mit Baby vorzubereiten – und das haben Linda und Benjamin auch getan. Doch es kam alles anders: Elin (18 Monate) stellt das Leben ihrer Eltern ordentlich auf den Kopf.

taktgeber baby

Linda Heimann und Benjamin Flaßkamp mit Elin

Linda Heimann und Benjamin Flaßkamp mit Elin

„Diesen Ausnahmezustand mit kurzen Nächten und Babygeschrei hatte ich bei der Familienplanung so nicht erwartet. Überall sieht man nur glückliche Mütter, die den Alltag mit einem oder mehreren Kindern scheinbar mühelos schaukeln, und man selbst fühlt sich mit den Kräften am Ende. Man muss nonstop parat stehen. Das hat mich am Anfang richtig fertig gemacht“, erzählt Linda. Besonders die Zeit, in der der Alltag mit Baby vor allem aus Füttern, Trösten und dem Finden eines Schlafrhythmus bestand, hat die junge Mutter als anstrengend in Erinnerung. Benjamin: „Uns fehlte am Anfang die Erfahrung mit einem Baby. Wahrscheinlich hat sich unsere Nervosität auch auf die Kleine übertragen.“

Wichtige Ratgeber waren in diesen Situationen Familie und Freunde, die ebenfalls Eltern sind, oder der Kinderarzt. „Die Gespräche haben mir Sicherheit gegeben, dass alles in Ordnung ist“, erklärt Linda. Und Benjamin ergänzt: „Wir mussten erst lernen, uns auf die Bedürfnisse von Elin einzustellen. Ganz egal, wie viel uns Freunde vorher von einem Leben mit Baby erzählt hatten oder ob wir mit unseren Nichten und Neffen im Zoo waren, für ein eigenes Kind verantwortlich zu sein, ist etwas ganz anderes.“

die interessen haben sich verschoben

Ruhige Restaurantbesuche, gemeinsame Feiern mit Freunden, spontan ein Wochenende wegfahren, lange ausschlafen – alles, was Linda und Benjamin vor der Familienplanung wichtig war, ist in den Hintergrund gerückt. „Spontaneität kommt im Alltag mit Baby zu kurz. Früher waren wir viel unabhängiger. Heute haben sich die Interessen auf die Familie verschoben. Schwimmbäder suchen wir nach Angeboten für Kleinkinder aus, gehen in Cafés mit Spielecken, auf Spielplätze oder in Tierparks“, so der Wirtschaftsingenieur. Da viele ihrer Freunde ebenfalls Eltern von kleinen Kindern sind, stehen am Wochenende oft gemeinsame Nachmittage auf dem Programm.

„Wenn wir abends ausgehen, machen wir das einzeln“, sagt Benjamin. Elin zu einer Feier mitzunehmen, käme für die Krankenschwester nicht in Frage. „Ich wäre nicht entspannt, wenn sie in einem separaten Raum schlafen würde. Ständig hätte ich Angst, dass sie aufwacht und für mich die Feier vorbei wäre.“ Zeit zu Zweit zu verbringen, ist eine ständige Herausforderung für das Paar, auch, weil die Großeltern nicht vor Ort wohnen. Linda: „Dafür leben wir die Tage heute viel intensiver, weil wir mit Elin viel unternehmen.“

auch an sich denken

Mit 14 Monaten haben Linda und Benjamin ihre Tochter zur Betreuung in eine Kita gegeben. Leichtgefallen ist Linda diese Entscheidung nicht: „Ich habe mich anfangs schon gefragt, ob das nicht zu früh ist. Aber Elin hat sich sofort wohl gefühlt. Sie braucht einfach andere Kinder um sich. Und ich habe meine Arbeit vermisst. Das machte mir anfangs ein schlechtes Gewissen. Aber ich muss einfach auch an mich denken. Ich empfinde es als großes Glück, neben einem tollen Kind und einer harmonischen Beziehung noch etwas anderes zu haben, das mich ausfüllt. Ich bin jetzt viel zufriedener, weil sich mein Tag nicht mehr komplett um das Wohl von Elin dreht. Jetzt genieße ich die Zeit mit ihr auch mehr, freue mich über Neues, das sie Tag für Tag lernt und werde nicht mehr unruhig, wenn sie mal schreit."

die familienplanung ist noch nicht abgeschlossen

Benjamin: „Erziehung ist für uns ein ständiger Lernprozess. Natürlich machen wir auch Fehler. Doch glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern, keine perfekten. Beim zweiten Kind werden wir sicherlich viel routinierter sein."

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