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Weihnachten mit Kind

Friede, Freude, Lebkuchen

Wer erinnert sich nicht an das Weihnachtsfest seiner Kindheit? An die kleinen Rituale und großen Geschenke. Als Eltern haben wir die schönste Aufgabe der Welt: Erinnerungen schaffen. Wenn nicht an Weihnachten, wann dann? Hier erzählen wir die Geschichte von Familie Sauerland …

Nach der Bescherung mit der Familie mit den Freunden in die Kneipe – ja, das haben Anke und Robert Sauerland, bevor sie drei Kinder hatten, auch so gemacht. Früher. Da war ja laut Loriot auch einfach mehr Lametta. Schlimm finden sie das nicht, denn die Heiligabend-Nächte in der Kneipe wurden immer deprimierender. Hier kamen sie alle zusammen: Die, die dem drohenden Familienstreit entkommen wollten. Die, die sich über das dritte Paar neue Socken in Folge nicht mehr freuen konnten. Und die, die nur noch aus Sentimentalität mit der Familie feierten.

„Für uns sah ein besinnliches Weihnachtsfest irgendwie anders aus. Wir wussten nur noch nicht, wie“, sagt Anke Sauerland. Bis die Kinder kamen. Mit ihnen machte alles wieder einen Sinn. Weihnachten! Das Fest der Familie! Diese strahlenden Kinderaugen, für die Eltern alles geben.

Versammeln alle an einem Tisch: Anke (40) und Robert (38) Sauerland mit Ida (8), Karl (5) und Greta (2).

Platz ist in der kleinsten Hütte

„Weihnachten wurde für uns mit den Kindern wieder richtig schön, aber auch zu einem riesigen Organisationsaufwand. Wer feiert mit wem wann und wo? Fest stand, dass ich mit meiner Schwester und ihrer Familie den Heiligen Abend zusammen verbringen wollte, wir wohnten bis vor Kurzem auch noch alle zusammen in einem Haus“, sagt Anke Sauerland.

Ihre Eltern starben viel zu früh und die Schwestern wünschten sich, dass sich Weihnachten ohne sie trotzdem ein bisschen so anfühlte wie früher. Natürlich sollten auch die Kinder und die dazugehörigen Väter mitfeiern. Doch damit begannen die Probleme: Was ist mit deren Ursprungsfamilien?

Die ersten Jahre teilten sie sich auf. Essen und Bescherung in einer der schwesterlichen Wohnungen und danach Besuch bei den Familien der Männer. Je mehr Kinder dazukamen, desto komplizierter wurde es. Es musste ein neues Weihnachtsfeiermodell her. Ein Heiligabend „nur“ in der Kleinfamilie kam aber nicht infrage. Wäre es nicht möglich, alle an einen Tisch zu bekommen? Klar gab es Bedenken. Es hat ja doch jede Familie ihre ganz eigenen Rituale, Vorstellungen und Erwartungen. Das fängt beim Essen an („Heiligabend gibt’s bei uns immer Kartoffelsalat“) und hört bei den Geschenken auf („Wir hatten doch abgemacht, uns nichts zu schenken!“). Und dann war da noch die Frage: Wer sind „alle“? Schnell kamen sie zu dem Schluss: „Wer mit uns Heiligabend feiern möchte, der kommt einfach. Für alle anderen gibt es die anderen Weihnachtsfeiertage“, erinnert sich Robert Sauerland. Die Familie war überrascht, aber ganz schnell begeistert von der Idee.

Da saßen sie nun, die beiden Schwestern mit ihren Männern und Kindern, den Schwiegereltern, Geschwistern, inkl. Frauen und Kindern und die gemeinsame alleinstehende Tante. Dreizehn Erwachsene und sechs Kinder. Sie stellten ihren Heiligen Abend auf ganz neue Füße, inkl. einer „neutralen“ Location – dem Restaurant von Anke Sauerlands Schwager, das an Weihnachten geschlossen hat. Bei ihrer ersten Weihnachtsparty hatten sie noch den Anspruch, alle mit einer Weihnachtsgans zu vewöhnen. „Was dazu führte, dass mein Schwager als gelernter Koch fast nur in der Küche stand. Im zweiten Jahr gab es ein Abendbrot vom Buffet, für das jeder etwas mitbrachte. Das war viel entspannter“, sagt Anke Sauerland.

Es war genau das Weihnachtsfest, wie sie es sich gewünscht hatten. Und doch freuten sich alle auf die kommenden zwei Feiertage. Denn die waren erstaunlich ruhig: „Wir hatten uns ja alle schon gesehen.“

Und was, wenn die Familie an Weihnachten nicht zu einer gemeinsamen Party zusammenkommen kann – etwa, weil alle im gemeinsamen Betrieb arbeiten? Oder: Weil man im Ausland lebt? 

Das und viele weitere Familien-Weihnachtsgeschichten lesen Sie in unserer Titelgeschichte im aktuellen babywelt Elternmagazin. Einfach beim nächsten Einkauf in der Filiale mitnehmen und über dieses und viele andere spannende Eltern-Themen freuen. Etwa: Mit welchen süßen Rezepten bringen Sie frischen Wind in Ihre Weihnachtsbäckerei? Außerdem: kreative und besinnliche Ideen für den Familienstart in den Advent.

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