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Ernährung

Vegetarisch für Kinder?

Gerade Eltern von kleinen Kindern hinterfragen häufig ihre Ernährungsgewohnheiten: Ist eine vegetarische Ernährung für Kinder überhaupt möglich, ohne dass es ihnen an wichtigen Nährstoffen für ihre Entwicklung fehlt? Kann man ein Baby auch über vegetarische Beikost rundum versorgen? Ernährungswissenschaftlerin Annett Hilbig erklärt im Experteninterview, was das Beste für die Kleinen ist.

Vegetarisch für Kinder – kein Problem!

Es muss nicht immer Fleisch sein. Auch eine vegetarische Beikost ist möglich: Die Gemüseauswahl bei den Breisorten ist groß. Kombiniert man diese mit Vollkorn-Produkten ist die Versorgung mit Nährstoffen sichergestellt.

Es geht um die Moral, das Gewissen oder die Gesundheit. Und manchmal auch um den Geschmack. Unterschiedliche Aspekte führen dazu, warum immer mehr Menschen auf Fleisch verzichten oder den Konsum deutlich einschränken. Auch viele Eltern stellen sich die Frage: Wie gut ist Fleisch für den Nachwuchs? Können wir unser Kind oder bereits unser Baby vegetarisch ernähren?

Experteninterview

Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annett Hilbig erläutert, warum vegetarische Beikost für Babys und Kleinkinder durchaus geeignet ist und was Eltern dabei auf jeden Fall beachten sollten.

Wie empfehlenswert ist die vegetarische Küche für Kleinkinder und vegetarische Beikost für Babys?

Annett Hilbig: Diese Form der Ernährung ist auf jeden Fall geeignet. Eltern sollten jedoch ein paar Aspekte beachten, damit eine ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen gewährleistet ist.

Welche sind das?

Annett Hilbig: Bei der vegetarischen Kost werden bestimmte Nährstoffe nur in sehr kleinen Mengen aufgenommen. Dazu gehört beispielsweise Eisen, das im Wesentlichen in Fleisch- und Wurstwaren enthalten ist. Verzichtet man komplett darauf, muss man zu anderen eisenhaltigen Lebensmitteln greifen.

Was sind die Alternativen?

Annett Hilbig: Getreide-Vollkorn-Produkte bieten sich hier an. Wenn man die mit vitamin-c-reichen Lebensmitteln – etwa einem Orangensaft – kombiniert, kann der Körper das Eisen besser aufnehmen.

Warum ist dieser Stoff so wichtig?

Annett Hilbig: Eisen ist unter anderem für die Blutbildung nötig. In der Wachstumsphase ist der Stoff besonders wichtig für eine gesunde Entwicklung. Eine fleischlose Ernährung von Babys lässt sich sehr einfach umsetzen. Hier muss man nur beim Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei das Fleisch weglassen. Ersetzt man das durch Vollkorngetreide-Flocken und vermischt diese mit ein paar Tropfen vitamin-c-reichen Saft, ist eine ausgewogene Mahlzeit sichergestellt.

Gibt es weitere Zutaten, die sich für eine vegetarische Beikost anbieten?

Annett Hilbig: Man kann auch Grieß, Dinkel oder Hirse nehmen – hier gibt es unterschiedliche Sorten in Bioqualität. Und es gibt auch viele Gemüsesorten, die sehr vitamin-c-reich sind. Zum Beispiel Kartoffeln. Weitere Vitaminquellen sind Kiwis und Sanddornsaft.

Was halten Sie von veganer Ernährung von Babys und Kleinkindern?

Annett Hilbig: Die ist sehr risikoreich und wird von uns nicht empfohlen. Generell gilt: Je stärker man seinen Speiseplan einschränkt, um so größer muss das Wissen über Lebensmittel und Nährstoffe sein. Ein Problem bei dieser Ernährungsform kann die Eiweißversorgung werden. Der Stoff ist wichtig für den Zellenaufbau.

Welche Ernährung ist aus Ihrer Sicht optimal?

Annett Hilbig: Eindeutig die Mischkost. Diese Zusammenstellung gibt einen Rahmen für eine gesunde Ernährung vor. Darin sind alle Lebensmittelgruppen enthalten: Obst, Gemüse, Getreide – aber auch Fleisch und Fisch. Dazu gehören aber auch Lebensmittel, die Kinder sehr gerne essen – wie zum Beispiel Süßigkeiten und Kuchen in einem gewissen Rahmen. Im Endeffekt ist das eine ausgewogene Familienernährung, die sich wunderbar in der Praxis umsetzen lässt. Hier gilt eine sehr einfache Formel: Reichlich pflanzliche Lebensmittel essen und trinken, mäßig mit tierischen Lebensmitteln umgehen, und sparsam mit fetten sowie zuckerreichen Speisen sein.

Was bedeutet das konkret?

Annett Hilbig: Dass die tägliche Nahrungsaufnahme aus etwa 75 Prozent pflanzlichen und 25 Prozent tierischen Lebensmitteln bestehen sollte.

Welche Rolle spielen Fleisch und Fisch in diesem Zusammenhang?

Annett Hilbig: Beides gehört zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Es sind wichtige Lieferanten für eine ganze Reihe unterschiedlicher Nährstoffe. Dazu gehört Jod. Das ist für die Schilddrüse entscheidend. Oder für ungesättigte Fettsäuren, die wiederum die Gehirnentwicklung und die Sehfähigkeit fördern. Weil Kinder gerade in den ersten drei Jahren so schnell wachsen, besitzen diese Nährstoffe eine besondere Bedeutung für die kindliche Entwicklung.

* Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung nach Altersgruppen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht sich für eine ausgewogene Zusammenstellung des Speiseplans aus. Dafür haben die Experten zehn Regeln aufgestellt. Mehr erfahren Sie hier:

Weitere Informationen über das Forschungsinstitut für Kinderernährung und deren Schwerpunkte hier:

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