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Getränke

Wasser marsch! Kinder sind Vieltrinker

Hartnäckig hält sich unter Eltern die Vorstellung: Babys und Kleinkinder sind kleiner als Erwachsene, und deswegen brauchen sie auch nicht so viel Flüssigkeit. Viele Eltern achten daher bei ihren Liebsten mehr darauf, dass sie genug essen und weniger darauf, dass sie genug trinken. Ein Fehler! Denn der Wasserbedarf der Kleinen ist, eben weil sie so klein sind, höher als bei uns.

Kinder haben in Relation zu ihrer Körpergröße einen ziemlich hohen Wasserbedarf. Der Grund: Je kleiner der Körper, umso größer ist seine Oberfläche im Verhältnis zu seinem Volumen. Das ist einfach ein physikalisches Gesetz. Für den Wasserhaushalt Ihres Schatzes heißt das: Er dampft relativ viel Wasser über die Haut ab. Und für seine Lungen gilt Ähnliches. Vor allem Babys atmen ziemlich schnell, und bei jedem Ausatmen verliert es zahllose Wasserpartikel. Hinzu kommt, dass unser Nachwuchs im Winzlings-Stadium noch sehr viel Wasser im Körper hat. Nämlich 75 Prozent, während ein Erwachsenen-Körper nur 50 bis 60 Prozent enthält. Und dieser enorme Wasseranteil muss im Kinderkörper konsequent nachgefüllt werden.

Am Anfang reicht Muttermilch

Muttermilch, Mutter stillt Baby

Doch auch wenn jedes Kind relativ viel Wasser braucht, braucht es in den ersten Monaten, wenn es gesund ist und an die Brust gelegt wird, keine zusätzliche Flüssigkeit. Denn Muttermilch ist nicht nur ein optimaler Hungerstiller und Nährstoffversorger, sondern auch ein optimaler Durstlöscher für Ihren Wonneproppen. Sie werden allerdings bemerken, dass er in den heißen Sommermonaten öfter nach dem Durstlöscher verlangt. Hebammen raten häufig bei Verdauungsproblemen von Säuglingen dazu, zusätzlich etwas Flüssigkeit wie z.B. stilles Wasser oder Fencheltee anzubieten. Auch bei fiebrigen Erkrankungen muss zusätzlich Flüssigkeit zugeführt werden, damit es nicht zu einer Dehydrierung (Austrocknung) kommt.

Keine Angst vorm Spucken!

Babys pflegen nach dem Stillen aufzustoßen, und viele spucken dann die Milch wieder aus. Das ist nicht ungewöhnlich und in der Regel auch kein Grund zur Besorgnis, es ist eher Charaktersache: Es sind gerade die lebhaften, hastig und gierig zu Werke gehenden Mini-Trinker, die spucken. Meistens sieht die ausgespuckte Milchmenge nach viel mehr aus, als es tatsächlich ist. Solange das Kind weiterhin einen lebhaften Eindruck macht und sich gut entwickelt, brauchen sich die Eltern keine Sorgen zu machen. Gelegentliche Pausen während des Stillens erleichtern dem Kind das Bäuerchen.

Aus Eins wird Zwei

Das Abstillen, also der „Ausstieg von der Mutterbrust“, bedeutet für das Kind, dass die Zeit des „Universalnahrungsmittels“ Muttermilch vorbei ist. Sein Speisezettel wird fortan zweigeteilt sein: Auf der einen Seite das feste Essen für die Versorgung mit Nährstoffen und Energien und auf der anderen Seite das Trinken für die Versorgung mit Wasser. Es ist wichtig, dass sich Eltern diese ernährungsmedizinische Tatsache bewusst machen und zur Säule der Versorgung ihres Schatzes machen. Denn aus Tausenden von Kindern werden dicke Kinder, weil ihre Durstlöscher viel zu viele Kalorien enthalten. Dabei soll ein Durstlöscher eigentlich nur eines: nämlich Wasser für den Kinderkörper liefern.

Kann Wasser giftig sein?

Ja, kann es. Nämlich für Babys bis zum sechsten Lebensmonat. Denn die sind besonders anfällig für Wasservergiftungen, weil die Nieren während des ersten Lebensjahrs noch unterentwickelt sind. Sie können größere Mengen Wasser nicht schnell genug verarbeiten und ausscheiden. Die Folge ist eine zu hohe Verdünnung des Salzes Natrium im Blut. Betroffene Babys werden zunächst lethargisch und wirken aufgedunsen. Bleibt das Ungleichgewicht zwischen Salz und Wasser bestehen, können schwere Symptome wie Krämpfe und Bewusstlosigkeit auftreten. Die Gefahr einer Überhydrierung ist nicht nur akademisch, sondern durchaus real!

Die meisten Babys trinken von sich aus so viel, wie sie brauchen, unabhängig ob Mutter- oder Flaschenmilch. Oft meinen Eltern jedoch, sie täten etwas für die Gesundheit ihres Kindes, wenn sie ihnen während der heißen Monate zusätzlich Wasser geben. Wird der Nachwuchs jedoch zu oft zum Trinken aufgefordert, kann es zu einer Überhydrierung kommen. Man sollte also mit dem zusätzlichen Trinken bei Säuglingen immer vorsichtig sein, auch wenn sie krank sind oder es besonders warm ist. Saftschorlen und Tees haben gegenüber reinem Leitungswasser prinzipiell den Vorteil, dass sie den Körper auch mit wichtigen Mineralien versorgen.

Achtung, Ablenkung!

Ab drei Jahren benötigen Kleinkinder, was die ausreichende Trinkmenge betrifft, unsere Unterstützung. Denn nun strömen viele neue Umwelteinflüsse auf Ihr Kind ein; es lernt mehr denn je, die Welt mit allen Sinnen zu begreifen. Und auch seine Mobilität nimmt zu: Es kann nun laufen, springen, hüpfen und gezielt und kontrolliert zugreifen. Was konkret bedeutet, dass der kleine „Bewegungslehrling“ nun oft abgelenkt wird und dabei vergisst oder schlichtweg keine Zeit hat, ausreichend zu trinken. Da liegt es an uns als Eltern, ihm zwischendurch immer wieder einen gesunden Durstlöscher anzubieten. Nach der Einschulung denkt er dann meistens selbst daran, genug zu trinken. Vorausgesetzt, er sieht auch bei seinen Eltern, dass sie der Flüssigkeitsaufnahme mindestens genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie dem Essen.

Vorsicht vor Vorurteilen!

  1. Irrtum: Kinder werden schneller sauber, wenn sie weniger trinken.
  2. Irrtum: Kinder essen umso weniger, je mehr sie trinken.

Ernährungswissenschafter empfehlen ein Getränk zu jeder Hauptmahlzeit – und das gilt natürlich nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erwachsenen selbst.

Beachten Sie: Kinder behalten ihr Trinkverhalten bis ins Erwachsenenalter bei! Eltern prägen sie daher in dieser Hinsicht schon früh fürs spätere Leben. Gewöhnen Sie Ihr Kind bereits frühzeitig an regelmäßiges Trinken.

Woran erkennen Sie, dass Ihr Schatz zu wenig trinkt?

Kind mit Glas Wasser, Wasserbedarf Kinder

Eine Unterversorgung mit Wasser führt zu einer Abnahme des Blutplasmas und damit zu einer Abnahme des Blutvolumens und der Sauerstoffversorgung. Dies kann sich in allgemeiner Müdigkeit, Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit, der Konzentration bis hin zu Erschöpfungszuständen bemerkbar machen. Durstlöscher - Kinder sind Vieltrinker

 

Typische Symptome sind:

  • Der Urin riecht strenger als sonst und hat eine dunkelgelbe Farbe.
  • Die Windeln müssen weniger als drei Mal pro Tag gewechselt werden.
  • Der Stuhlgang ist hart, es kommt zur Verstopfung.
  • Das Kind klagt über Kopfschmerzen, ihm ist schwindlig.
  • Die Schleimhäute, vor allem im Mund- und Rachenraum, sind ausgetrocknet.
  • Ihr Schatz vermittelt den Eindruck von körperlicher Schwäche, er wirkt unkonzentriert.

Was tun beim Sturkopf?

Es gibt immer wieder kleine Sturköpfe, die sich partout weigern, etwas zu trinken, obwohl man ihnen eigentlich ansieht, dass sie Flüssigkeit bräuchten. In diesem Falle muss man sich als Mama oder Papa den einen oder anderen Trick einfallen lassen. Wenn Ihr Baby nicht trinken möchte, dann liegt das vermutlich daran, dass es den Geschmack nicht gewohnt ist. Nach dem Muster: Was ich nicht kenne, das trink’ ich nicht! Diese Verweigerung kann man austricksen, indem man dem Baby Milch gibt und nach und nach immer mehr verdünnten Fruchtsaft oder Karottensaft untermischt. Denn Milch ist Babys bekannt und man kann sie durch die Mischung langsam an einen anderen Geschmack gewöhnen.

Ab wann wie viel?

Prinzipiell gilt: Lassen Sie Ihr Kind so oft es will und so viel es will trinken. Ernährungswissenschaftler haben für die Ernährung von Säuglingen und Kindern ab Beginn der Beikost folgende Richtwerte für die Trinkmenge aufgestellt:

  • Babys ab dem vierten Monat etwa 0,5 Liter pro Tag.
  • Ab dem sechsten Monat 0,6 bis einen Liter pro Tag.
  • Kinder von ein bis drei Jahren 0,7 bis 0,8 Liter täglich.
  • Kinder über vier Jahren mindestens 1 Liter pro Tag.

Was sind die richtigen Durstlöscher?

Ungeeignet: Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola-Getränke, Energy-Drinks.

Geeignet: Fruchtsaftschorlen und ungesüßte Tees wie z.B. Früchtetee oder Fencheltee, Wasser.

Zwischen den Stühlen: Die Milch. Sie ist zwar ein hochwertiger Nährstoffversorger, doch Ernährungsexperten zählen sie aufgrund ihres hohen Energiewertes nicht zu den Flüssigkeiten, sondern zu den „flüssigen Nahrungsmitteln“. Milch ist kein Durstlöscher für zwischendurch, da sie auch zur Deckung des Eiweiß-, Fett und Zuckerbedarfs beiträgt. Sie wird nicht in die tägliche Trinkmenge mit eingerechnet und sollte zusätzlich verzehrt werden – am besten zum Frühstück.

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