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Entwicklung

Zu leicht oder zu schwer?

Immer wieder stellen Eltern die Fragen: „Wiegt mein Baby genug? Entwickelt sich mein Kind normal?“ Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt schaffen Sicherheit.

Die körperliche und geistige Entwicklung von Säuglingen in den ersten Lebensmonaten ist rasant. Das erfordert eine Menge Energie, die dem kleinen Körper über die Nahrung zugeführt werden muss. Eltern sind jedoch in den ersten Wochen nach der Geburt häufig verunsichert, ob ihr Sprössling sich normal entwickelt. Grundsätzlich wird der Gewichts- und Wachstumsverlauf bei jeder  Vorsorgeuntersuchung von dem Kinderarzt dokumentiert. Wenn das Baby einen zufriedenen Eindruck macht, der Zeitpunkt der Vorsorgeuntersuchungen eingehalten wird und keine besonderen Auffälligkeiten zu beobachten sind, wächst das Kind normal heran. Ein gesundes Baby holt sich, was es braucht. Darauf können Eltern sich verlassen!

gewichtszunahme in schüben!

Baby Gewicht, Baby zu leicht, Baby zu schwer

Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt verliert das Baby sogar erst mal an Gewicht. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, denn Gewichtsverluste zwischen sieben bis zehn Prozent sind normal. Nach etwa ein bis zwei Wochen sollte das Geburtsgewicht wieder erreicht sein. Ab diesem Zeitpunkt nimmt das Baby dann stetig zu.

Allerdings verlaufen Wachstum und Gewichtszunahme nicht völlig gleichmäßig und zu jeder Zeit kontinuierlich, sondern eher in Schüben. Nicht selten bemerken Mütter und Väter: „Gestern hat der Strampler noch gepasst, heute ist er zu knapp!“ Gerade gestillte Säuglinge nehmen in solchen Sprüngen zu. Eltern brauchen sich also keine Sorgen zu machen, wenn ihr Baby gerade nicht zuzunehmen scheint. Es gibt eben Phasen mit deutlicher Wachstums- und Gewichtszunahme und solche, in denen Letzteres sehr gering erscheint. Eine Zunahme des Gewichts von etwa 200 Gramm in der Woche gilt in den ersten drei Monaten als Richtwert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Wert von etwa 30 Gramm Gewichtszunahme pro Tag in den ersten drei Monaten herausgegeben. Ab dem vierten Lebensmonat verlangsamt sich die Gewichtszunahme. Wünschenswert sind 170 Gramm pro Woche. Das bedeutet, dass sich das Geburtsgewicht im ersten Halbjahr verdoppelt und um den ersten Geburtstag herum nahezu verdreifacht hat.

Eltern sollten immer daran denken, dass diese Zahlen als Richtwerte zu verstehen sind. Wenn das Kind davon abweicht, ist das noch nicht sofort bedenklich. Ein Gespräch mit dem Kinderarzt schafft Klarheit, ob sich das Kind altersgerecht entwickelt. So unterscheidet sich etwa die Entwicklung von ausschließlich  gestillten Säuglingen von denen, die teilweise oder ganz mit industrieller Säuglingsnahrung ernährt werden. Interessant ist, dass ausschließlich gestillte Säuglinge anfangs mehr zunehmen als  flaschenernährte, später sind sie hingegen schlanker.

perzentilenkurven geben auskunft

Bei den regelmäßig durchgeführten Vorsorgekontrollen werden die Kinder gemessen, gewogen und der Kopfumfang ermittelt. Diese Werte trägt der Kinderarzt im gelben Vorsorgeheft in eine vorbereitete Grafik ein, die sogenannte Perzentilenkurve. Perzentilen sind ein Hilfsmittel für den Arzt, um besser vergleichen zu können, ob sich das Kind altersgerecht entwickelt. Perzentilen sind Prozentangaben, keine Idealverläufe für das Gewicht oder das Wachstum. Die Perzentile vergleicht die Körpergröße und das Gewicht mit Gleichaltrigen. Beispiel: Liegt ein Kind bei der Vorsorgekontrolle auf der 25. Perzentile (Normalbereich), heißt das, dass 75 Prozent seiner Altersgenossen größer oder schwerer sind und 25 Prozent wiegen weniger und sind kleiner.

Die Perzentilen, als grafische Darstellungen, sind das Ergebnis von Beobachtungen sowie statistischen und mathematischen Berechnungen, in denen Alter, Geschlecht und die Abstammung berücksichtigt worden sind. Mit den Perzentilen schafft man eine gute Vergleichbarkeit. Schwankt der Wert für Größe und Gewicht immer um die gleiche Perzentile, so entwickelt sich das Kind erwartungsgemäß. Werden größere Abweichungen festgestellt, so ist das ein Grund, näher hinzuschauen. Noch ein Beispiel: Wird bei der Kontrolluntersuchung festgestellt, dass das Gewicht plötzlich auf der 97. Perzentile einzutragen ist, aber bisher um die 25. Perzentile pendelte, sollte der Ursache für die extrem auffällige Zunahme auf den Grund gegangen werden. In diesem Fall sollten organische Ursachen ausgeschlossen und mit einer Ernährungsberatung das tägliche Essen und Trinken näher unter die Lupe genommen werden.

können babys zu dick oder zu dünn sein?

Gesunde Säuglinge, die voll gestillt werden, haben eine rosige Gesichtsfarbe und häufig volle Pausbäckchen. Gestillte Kinder machen auf den einen oder anderen einen fast dicklichen Eindruck, die Babys sind aber selten zu schwer. Alleine durchs Stillen kann eine Mutter ihr Baby nicht überfüttern. Wenn im Laufe der Zeit mehr Bewegungsdrang hinzukommt, die Kleinen krabbeln und laufen lernen, werden zusätzliche Kalorien verbraucht. Erst wenn das nicht der Fall ist, sollte Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Bei nicht gestillten Säuglingen können Anfangsnahrungen (Pre, 1) in den ersten Monaten wie Muttermilch nach Bedarf gefüttert werden. Dabei ist es aber wichtig, dass auf die Hunger- und Sättigungssignale des Kindes geachtet wird.

Sobald die Kinder Brei bekommen, erhöht sich in beiden Fällen das Risiko, dass sie überfüttert werden. Das große Angebot unter anderem von süßen Babybreien macht es den Eltern nicht leicht, das Richtige herauszusuchen. Gemüsebreie mit pürierten Fleischportionen sind ideale erste Mahlzeiten, um Kleinkinder an einen reichhaltigen, abwechslungsreichen Speiseplan zu gewöhnen. Nicht selten beobachtet man, dass Kinder häufig zwischendurch naschen oder snacken, zum Beispiel beim Herumtoben, im Kinderwagen oder im Autositz. Auf diese Weise abgelenkte Kinder verlernen das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl. Besser ist es, die großen Haupt- und kleinen  Zwischenmahlzeiten bewusst am Tisch zu essen und so schon die Kleinsten an einen regelmäßigen Mahlzeitenrhythmus zu gewöhnen. Dabei von Anfang an sparsam mit fetten Speisen oder Süßigkeiten umgehen.

Falls ein gestilltes Baby zu leicht ist und nicht genügend zunimmt, sollte gemeinsam mit einer Hebamme die Stillposition überprüft werden. Kann damit keine Besserung erreicht werden, muss über das Zufüttern nachgedacht werden. Von medizinischer Seite her sollten auch organische Ursachen ausgeschlossen werden. Falls die Mutter ihr Baby nicht mehr stillen möchte oder kann, wird mit industriell hergestellter Fertigmilch zugefüttert. Später erfolgt dann ganz normal der übliche Beikoststart.

kleiner ernährungsfahrplan

Muttermilch ist zweifelsfrei die ideale Ernährung für den Säugling. Je länger die Mutter stillt, desto besser ist das fürs Kind. Mindestens bis zum Beginn des fünften Monats, sollte das Baby gestillt werden. Sind die Kinder gut ein halbes Jahr alt, ist der geeignete Zeitpunkt für den ersten Brei, denn jetzt benötigen die Kleinen zusätzliche Nährstoffe und Kalorien. Ideal ist, die Milchmahlzeit mittags nach und nach durch einen Gemüse-Fleisch-Kartoffel-Brei zu ersetzen. Man beginnt zunächst mit Gemüse wie Möhren oder Brokkoli und erweitert die Zutaten Schritt für Schritt. Etwa einen Monat später kommt der Milch-Getreide-Brei hinzu und wiederum einen Monat später wird der Getreidebrei mit Obst ergänzt.

Sind die Kleinen zehn Monate alt, spätestens jedoch um den Zeitpunkt des ersten Geburtstags herum, sitzen sie mit am Familientisch und möchten essen wie die Großen. Stückiges Gemüse und Obst als „Fingerfood“ gehören jetzt zu jeder Mahlzeit und machen Groß und Klein Spaß. Für Kinder sind fünf Mahlzeiten optimal; drei Hauptmahlzeiten, die von zwei Zwischenmahlzeiten ergänzt werden. Egal ob mittags oder abends, ein warmes Essen sollte es täglich geben. Gemüse, Salat, Kartoffeln, Reis oder Nudeln, Obst und Milchprodukte machen das Essen bunt und abwechslungsreich. An drei Tagen gibt es eine kleine Fleischportion, an ein bis zwei Tagen gibt es Fisch. Zwei bis drei Tage dürfen vegetarisch sein.

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