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Erste Hilfe

Notfall! Erste-Hilfe-Tipps vom Experten

Erste Hilfe-Maßnahmen zu kennen, kann Leben retten. Vor allem Babys und Kleinkinder laufen durch ihre ungebremste Neugierde häufiger Gefahr, sich ernsthaft zu verletzen: Kinder ver-schlucken Kleinteile, verbrennen sich am Herd, im schlimmsten Fall gelangen sie an gefährliche Putzmittel. Hier erfahren Sie von einem Experten, welche Erste Hilfe-Maßnahmen anzuwenden sind und was zu tun ist bei Atemnot, Verbrennungen und anderen Verletzungen.

* Viele Hilfsorganisationen bieten Erste Hilfe-Kurse für Babys und Kinder an. Dort lernen Sie die Maßnahmen, die im Text mit einem Stern versehen sind.

Das Baby bekommt keine Luft mehr: Was tun bei Atemnot?

Die „allererste“ Erste Hilfe-Maßnahme: Alarmieren Sie den Rettungsdienst. Sofern das Kind bei Bewusstsein ist, beruhigen Sie es. Öffnen Sie beengende Kleidung und versuchen Sie, die Ursache der Atemnot zu beheben. Hat das Baby einen Gegenstand verschluckt, unterstützen Sie das Aushusten, indem Sie vorsichtig zwischen die Schulterblätter klopfen. Legen Sie Ihr Kind dazu über Ihren Unterarm oder den Schoß, mit dem Oberkörper nach unten hängend. Hilft das nicht, ver-suchen Sie es mit Thoraxkompressionen*. Letzte Erste Hilfe-Option bei Atemnot: der Heimlich-Handgriff*. Lässt sich die Ursache nicht beheben, lagern Sie das Kind aufrecht. Setzt die Atmung aus, legen Sie das Kind mit dem Kopf in Schnüffelstellung* und führen Sie eine Atemspende durch. Ist das Baby durch die Atemnot bewusstlos und zeigt nach fünfmaliger Beatmung kein Lebens-zeichen, gehen Sie über zur Herz-Lungen-Wiederbelebung*.

Verbrüht! Was tun bei Verbrennung?

Entfernen Sie verbrühte oder verbrannte Kleidung, sofern sie nicht mit der Haut verklebt ist. Kühlen Sie die betroffenen Stellen 20 Minuten mit lauwarmem Wasser (ca. 20 Grad). Alarmieren Sie in der Frühphase der Kühlmaßnahmen den Rettungsdienst. Bei schweren Verbrühungen oder Verbrennungen besteht die Gefahr eines Schocks. Passen Sie auf, dass das Kind nicht unterkühlt und halten Sie es warm, bis der Rettungsdienst eintrifft. Streichen Sie keine Hausmittel wie Salben, Puder oder Öle auf die Verbrennungen.

Was tun bei Vergiftungen?

Wenn Ihr Kind ungewöhnlich still, seine Haut blass oder sehr gerötet ist oder wenn plötzlich Bauchschmerzen auftreten, können das Anzeichen einer Vergiftung sein. Alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst. Ist das Kind ansprechbar, versuchen Sie, Reste des Eingenommenen mit dem Finger auszuwischen. Provozieren Sie kein Erbrechen. Bewahren Sie Reste der giftigen Substanzen auf, ebenso Erbrochenes. Zeigt Ihr Kind noch keine Vergiftungserscheinungen nach Einnahme einer eventuell giftigen Substanz, rufen Sie bei einem der Giftnotrufe an und erfragen Sie dort das weitere Vorgehen. Infos unter: www.giz-nord.de

Was tun bei einem Sturz?

Rufen Sie den Rettungsdienst, wenn Ihr Kind bewusstlos ist, sehr benommen erscheint, kurz nach dem Sturz erbricht oder eine Kopfverletzung aufweist. Ist Ihr Kind bewusstlos, bringen Sie es in die stabile Seitenlage*, setzt auch die Atmung aus, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung*. Wenn kein Verdacht auf eine Wirbelsäulen- oder Kopfverletzung besteht, nehmen Sie Ihr Kind auf den Arm und trösten es. Andernfalls halten Sie zumindest Hautkontakt und streicheln es sanft, um es zu beruhigen. Erste Hilfe bei Blutungen von Schnitt- oder Platzwun-den können Sie durch Andrücken einer sterilen Kompresse gestoppt, bis sie weiter medizinisch versorgt werden können.

 

Florian Weskamp (30) ist Rettungsassistent bei der Feuerwehr der Stadt Paderborn und Vater von Ida (3).

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Lesetipp

  • Erste Hilfe – das offizielle Handbuch. Sofortmaßnahmen bei Babys, Kindern und Erwachsenen. Franz Keggenhoff, Südwest Verlag.

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