Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Akzeptieren
zum Warenkorb
lade...
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Mein Warenkorb
Warenbetrag Preis inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand
zum Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leider noch leer.
Entwicklung

Unsere Testpiloten: Vom Lauflernwagen zum Dreirad

Kaufen wir unserem Kind ein Rutschauto, einen Lauflernwagen oder ein Laufrad? Und ab wann kommt eigentlich ein Dreirad in Frage? Es gibt sie mit Anhängerkupplung, Bremse und Klingel. Manche Rutschautos sehen echten Autos zum Verwechseln ähnlich, Lauflernwagen sind dagegen oft schlicht und aus Holz – aber jedes Kind liebt sie: Fahrzeuge für die Kleinsten. Leni, Luis, Leo und Henri haben getestet: Welches Modell passt zu wem?

„Ich nehm das Auto da vorn!“, ruft Leo (3) und rennt an Laufrad, Lauflernwagen und Dreirad vorbei zum Rutschauto. Mit „Auto“ verwendet er wie die meisten seiner Altersgenossen intuitiv den Sammelbegriff für Fortbewegungsmittel aller Art für Kinder. Der kleinste gemeinsame Nenner sind mindestens zwei Räder und eine Lenkvorrichtung – in allen anderen Merkmalen unterscheiden sich die Fahrzeuge je nach Alter und motorischen Fähigkeiten der Kinder erheblich voneinander.

rutschauto: auf dem silberpfeil ins ziel

Rutschauto

Auch Luis ist sich seiner Wahl sehr sicher. Der Anderthalbjährige setzt sich ent-schlossen auf den „Silberpfeil“ – ein Rutschauto in Oldtimer-Optik. Genau wie beim bekannten Bobbycar sitzt der kleine Fahrer stabil und bequem auf dem vier-rädrigen Gefährt, stößt sich mit beiden Füßen vom Boden ab und bestimmt die Fahrtrichtung mit dem Lenkrad. Rutschautos eignen sich für etwa Einjährige. Eine ausgefeilte Koordination ist hier noch nicht nötig – die kleinen Fahrer begreifen schnell, dass sie die Geschwindigkeit direkt über das Abstoßen mit den Füßen steuern können und Anhalten jederzeit möglich ist.

Das Rutschauto eignet sich gut, um erste Erfahrungen mit Geschwindigkeit zu machen – und um auf den Geschmack zu kommen. Bobbycar und Co. gelten als die Einstiegsfahrzeuge, ihnen folgt häufig eine lange Reihe unterschiedlichster Kinderfahrzeuge – oft kommt ein ganzer Fuhrpark zusammen. Sie lassen sich prima mit Anhängern und weiteren Zusatzteilen kombinieren, das steigert den Spielspaß und sorgt für Abwechslung. Feste Schuhe oder Socken mit Gummisohle sind wichtig, damit sich die kleinen Fahrer rutschfest vom Boden abstoßen kön-nen. Luis fährt schon wie ein Profi auf dem Rutschauto. Runde um Runde kurvt er über die Strecke und jedes Mal, wenn er die Ziellinie erreicht, lacht er und ruft: „Noch mal!“

lauflernwagen: sicher auf eigenen füßen

Lauflernwagen

Staunend sitzt Henri vor den vielen großen Fahrzeugen. Mit seinen zehn Monaten krabbelt er wie ein Weltmeister und zieht sich gern in den Stand, er trainiert seine Beine. Das Laufenlernen steht kurz bevor, unterstützt wird er dabei vom Lauflernwagen. Auch dieses Fahrzeug ist in vielen Varianten erhältlich, aus Holz, aus Kunststoff, mit Spielelementen oder ohne, eine Gemeinsamkeit eint sie – alle sind mit ihrem tiefen Schwerpunkt kippsicher. So können sich die Kinder am Griff hochziehen, die noch nicht frei auf eigenen Füßen stehen. Die ersten Schritte am Lauflernwagen folgen dann wie von selbst.

Damit der Lauflernwagen nicht wegrollt, wenn das Kind sich dagegenstemmt, sind die Schrauben der Räder vieler Modelle verstellbar. Kann das Kind nahezu selbst-ständig laufen, werden die Schrauben gelockert und der Lauflernwagen lässt sich einfacher schieben. So weit ist Henri noch nicht ganz. Wieder und wieder übt er, indem er den Wagen von einer Ecke in die nächste schiebt. Seine Beine werden dabei immer stärker, die Koordination immer sicherer und bald schon wird er den Griff loslassen und seine ersten eigenen freien Schritte machen.

fest im dreiradsattel

Dreirad

Leni (2,5) ist mit dem Dreirad unterwegs. Dass sie dabei größten Spaß hat, sieht man auf den ersten Blick. Mit seinen Pedalen gehört das Dreirad zu den kompli-zierteren Fahrzeugen, die ein wenig Übung erfordern. Die Kombination aus Lenken und Treten ist anspruchsvoll und schult Koordination und Motorik. Übung hat Leni genug, sie fährt wie ein kleiner Rennprofi und nimmt die Kurven gern mal sport-lich. Ein möglichst tief liegender Sitz sorgt dafür, dass sie bei Stürzen besser im Sattel bleibt. Manche Dreirad-Modelle bieten zu diesem Zweck Anschnallgurte an.

Mit dem Dreirad können auch lange Strecken zurückgelegt werden. Spaziergänge mit den Eltern bieten sich gut an – sollte der Dreiradpilot kurzzeitig unter schlap-pen Beinen leiden, übernehmen Mama oder Papa dank montierbarer Schiebe-stange den Antrieb und der kleine Fahrer kann wieder zu Kräften kommen. Leni allerdings sieht nicht so aus, als bräuchte sie bald eine Pause.

mit dem laufrad auf die straße

Laufrad

Leo hat sich dann doch für ein anderes Fahrzeug entschieden, er nimmt statt des Rutschautos nun das Laufrad. Seitdem er damit sicher unterwegs ist, darf er den Wohnungsflur verlassen und mit dem Laufrad auch auf dem Bürgersteig oder in der Fußgängerzone fahren – natürlich in Begleitung seiner Eltern. Er trägt draußen einen Helm und lernt, die Verkehrsregeln zu beachten. „Wenn die Ampel rot ist, halte ich an“, erklärt er und zeigt dann auch gleich, wie er das macht: mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehenbleiben und auch die Arme ruhig halten.

Mit dem Laufrad zu fahren hat er wie jedes Kind gelernt: Mit ca. zwei Jahren sind Motorik und Gleichgewichtssinn so weit, dass die Bewegungsabläufe beherrscht werden können. Zunächst schieben viele Kinder das Laufrad und tasten sich langsam an dieses mit zwei Rädern eher instabile Fahrzeug heran. Sobald sie ihre Balance gefunden haben, setzen sie sich auf den Sattel und können spielerisch üben, die Kontrolle über Gleichgewicht und Geschwindigkeit zu behalten. Das Laufrad gilt als Vorbereitung auf das Fahrrad – beide Fahrzeuge erfordern ein gutes Körperbewusstsein und eine geübte Koordination.

müde testfahrer

Am Ende des Tages haben die Kinder Feuerwehr gespielt, Stofftiere kutschiert und sind kleine Rennen gegeneinander gefahren. Lauflernwagen, Rutschauto, Dreirad und Laufrad werden in der Ecke geparkt, wo sie auf ihren nächsten Einsatz warten. Die Testfahrer selbst? Müde, hungrig und glücklich.

tipps für den "autokauf"

 
 
AUFZÄHLUNGSELEMENT
 
 
  • Lenker und Sitz sollten höhenverstellbar sein und sich so der Körpergröße anpassen lassen.
  • Die Fahrzeuge sollten Leichtgewichte sein, so können Kinder bei Stürzen nicht von ihnen erdrückt werden. Außerdem lassen sie sich so angenehmer von Kinderhand schieben.
  • Kinder sollten beim Fahren immer Schuhe oder feste Hausschuhe tragen; die Füße sind darin stabiler, außerdem bieten sie Schutz bei Zusammenstößen mit anderen.
  • Sobald es nach draußen geht, sollte ein Fahrradhelm getragen werden.
  • Eine gute Verarbeitung des Fahrzeugs ist wichtig, dafür lieber einen höheren Preis in Kauf nehmen. Sicherheitssiegel informieren, welches Modell geprüft ist.
nach oben