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Entwicklung

So gewöhnt sich Ihr Kind an Dritte

Es ist wie verhext: Ihr Kind bricht plötzlich beim Anblick von anderen Leuten in Weinen aus und versteckt sich hinter Ihnen. Vorbei scheinen die Zeiten, als Ihr Liebling allen Menschen ein fröhliches Lächeln schenkt. Dies ist in der Entwicklung eines Kindes ganz normal – es fremdelt und hat Angst vor unbekannten Menschen. Doch was, wenn sich Ihr Kind, beispielsweise bei einem Babysitter, auf eine neue Person einlassen muss? Wir verraten, was sich hinter Fremdeln verbirgt und wie Sie Ihr Kind an Dritte gewöhnen.

Beim Fremdeln macht Ihr Kind einen wichtigen Entwicklungsschritt: Es lernt, bekannte von unbekannten Gesichtern zu unterscheiden und reagiert auf fremde Menschen mit einer großen Portion Misstrauen, wenn nicht sogar Angst. Es hält sich an seine Bezugsperson, meistens die Mutter. Die Nähe zur Mama vermittelt Kindern Sicherheit und Geborgenheit. Doch auch Personen, die hin und wieder im Leben des Babys in Erscheinung treten, wie beispielsweise die Großeltern oder die Patentante, können vom Kind in die Kategorie „Unbekannt, nicht die Mama!“ geschoben werden.

Die meisten Babys beginnen mit acht Monaten, zu fremdeln. Aber es gibt auch durchaus Kinder, die früher oder später in diese Entwicklungsphase kommen. Auch das Ausmaß des Fremdelns unterscheidet sich von Kind zu Kind beträchtlich. Von einem skeptischen Stirnrunzeln bei einem fremden Gesicht bis hin zu lautem Brüllen, wenn die Tante das Kind auf den Arm nehmen möchte, ist alles dabei.

Mein Kind fremdelt: Wie soll ich mich verhalten?

fremdeln, was tun gegen Fremdeln

Die erste Prämisse lautet: Nichts erzwingen! Ihr Kind braucht Sie gerade jetzt als sicheren Rückzugsort, zu dem es immer gehen kann. Gut gemeinte Sätze wie „Jetzt drück‘ doch mal die Oma, sie beißt schon nicht!“ oder das Kind einfach auf den Schoß des Patenonkels zu setzen, erreichen meistens nur, dass Ihr Liebling noch mehr Angst bekommt und sich stärker an Sie klammert.

Bitten Sie Ihr Umfeld um Verständnis und zeigen Sie dieses auch Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn – damit Ihr Kind die Gewissheit hat, dass Sie es lieben und immer da sind. Wenn Ihr Kind bei einer „Fremdel-Attacke“ Ihre Nähe sucht, dann geben Sie ihm diese: Nehmen Sie Ihren Schatz in den Arm und trösten Sie ihn.

Wie gewöhne ich mein Kind an Dritte?

Im Idealfall ist Ihr Baby schon von Anfang an den Umgang mit anderen Menschen gewöhnt. Zwar ist das kein Garant dafür, dass die Fremdel-Phase besonders schwach ausgeprägt wird oder sogar ganz ausfällt, aber es ist durchaus hilfreich, wenn Sie und Ihr Partner nicht die einzigen Menschen sind, zu denen das Baby Kontakt hat. Wenn beispielsweise alle zwei Wochen Ihre beste Freundin zu Besuch kommt oder Sie Ihren Wonneproppen auch mal auf die Familienfeier mitnehmen, gewöhnt sich Ihr Kind schnell an andere Menschen in seinem Umfeld.

Natürlich ist das nicht immer möglich. Und wenn Sie Ihr Kind an Fremde gewöhnen müssen, beispielsweise, weil Sie einen Babysitter brauchen, bleibt nur der Sprung ins kalte Wasser. Hier gilt: Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Planen Sie in diesem Fall am besten eine mehrwöchige Eingewöhnungsphase ein:

  1. Bleiben Sie beim ersten Treffen mit dem potenziellen Babysitter immer in der Nähe Ihres Kindes und geben Sie ihm Schutz, beispielsweise auf Ihrem Arm. Warten Sie ab, bis die kindliche Neugierde siegt – Ihr Liebling riskiert bestimmt bald einen kurzen Blick oder gar ein zaghaftes Lächeln.
  2. Wenn Ihr Kind sich auf Ihrem Arm wohlfühlt, kann die fremde Person erste, leichte Annäherungsversuche unternehmen, z. B. kurz mit ihm sprechen, ein wenig spielen oder herumalbern.
  3. Nach wenigen Tagen planen Sie ein neues Treffen: Sicherlich wird Ihr Kind die Person nicht freudestrahlend mit offenen Armen empfangen – aber auch nicht so skeptisch sein wie beim ersten Treffen. Lassen Sie den Babysitter und das Kind miteinander spielen. Bleiben Sie im Raum, halten Sie sich aber im Hintergrund.
  4. Nach ein paar Tagen findet das nächste Treffen statt: Lassen Sie Babysitter und Kind wieder miteinander spielen. Dieses Mal sagen Sie dem Kind, dass Sie kurz gehen und gleich wiederkommen. Verlassen Sie den Raum und kommen Sie nach wenigen Minuten wieder hinein. Auch, wenn das Kind in der Zwischenzeit weint: Es lernt, dass es sich auf Sie und Ihr Wort verlassen kann.
  5. Lassen Sie sich nicht davon entmutigen, wenn Ihr Kind weint oder sogar brüllt. Manche Kinder gewöhnen sich schneller an die neue Situation, andere brauchen noch zwei oder drei Treffen – richten Sie sich nach den Bedürfnissen und dem Tempo Ihres Lieblings.

Das richtige Maß ist entscheidend

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Fremdeln ist eine Entwicklungsphase, die von alleine eingetreten ist – die aber auch von alleine wieder verschwindet. Je nach Temperament des Kindes kann das ein paar Wochen oder auch ein paar Monate dauern, oder sogar auch wiederkommen.

Nehmen Sie diese Phase auf jeden Fall ernst: Fremdeln ist ein natürlicher Schutzmechanismus Ihres Kindes, stets in der Nähe von vertrauten Menschen zu bleiben. Das gibt Ihrem Schatz das wichtige Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Es muss wissen, dass es sich jederzeit auf Sie verlassen kann.

Aber es gehört zur Entwicklung des Kindes auch dazu, neue Kontakte zu knüpfen und somit soziale Fähigkeiten zu entwickeln – ein übervorsichtiges Beschützen würde das Kind nur verunsichern und die Angst vor Neuem erst recht schüren.

Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl und das Ihres Kindes, wann und wie schnell Sie Ihren Liebling an fremde Menschen gewöhnen möchten. Sie werden sehen: Die Fremdel-Phase wird schneller vorüber gehen als gedacht!

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