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Entwicklung

Vorlesen – Mehr als nur ein Einschlafritual

Das Kind frühzeitig in seiner Sprachentwicklung zu fördern kann so einfach sein: zum Beispiel mit Vorlesen. Bereits ab den ersten Lebensmonaten trägt das gemeinsame Lesen zur Sprachförderung bei und festigt die Beziehung zwischen Eltern und ihrem Kind.

vorlesen fördert die sprachentwicklung schon im baby-alter

Was früher Mozart war, könnte heute Goethe sein. Lange glaubte man, dass Babys, die schon im Mutterleib klassische Musik hören, klüger würden. Forschungen widerlegen diese These mittlerweile. Sie bestätigen aber, dass eine andere elterliche Disziplin tatsächlich dazu führt, dass der Intelligenzquotient steigt und vor allem die Sprachentwicklung des Babys fördert: das Vorlesen. Herausgefunden hat das der Wissenschaftler John Protzko von der New York University. Er wertete rund 70 Einzelstudien danach aus, was Kinder in den ersten fünf Lebensjahren klüger macht. Eines der Ergebnisse: interaktives, also gemeinsames Lesen besonders bei Kindern unter vier Jahren fördert die Sprachentwicklung und steigert den IQ – durchschnittlich um ganze sechs Punkte. Umso früher das interaktive Lesen beginnt, desto größer der Effekt in der Sprachentwicklung, heißt es in der Studie. Diese frühe Sprachförderung kann tatsächlich bereits bei Neugeborenen beginnen und hat noch weitere Vorzüge.

frühzeitige sprachförderung

Das frühe Vorlesen hilft Ihrem Baby ein gutes Sprachgefühl zu entwickeln, da es viele Worte und Geräusche intensiv aufnimmt. So lernt es den Klang von Sprache kennen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich beim Vorlesen Mühe geben. Sprechen Sie natürlich, achten Sie auf Betonungen und passen Sie Ihre Stimme der Handlung an. Das natürliche, betonte Vorlesen stärkt außerdem das Verständnis zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Die Sprachförderung besteht auch darin, zu lernen, Betonungen und Tonlagen zu deuten. So kann das Baby sehr früh unterscheiden, ob Sie mit Ihren Worten aufmuntern wollen oder mit einem „Nein“ ein Verbot aussprechen. Ein weiterer Effekt: Durch die Beschäftigung mit nur einer bestimmten Sache, in diesem Fall der Geschichte und der Sprache, fördert Vorlesen neben der Sprachentwicklung vor allem die Konzentrationsfähigkeit Ihres Babys.

 

Infos zur Sprachförderung und Sprachentwicklung von Babys

 

Eine kleine Einführung in die Welt des Vorlesens

mit ruhe und geduld vorlesen

Die wichtigste Tugend für Eltern, die ihren Kindern vorlesen wollen: Ruhe bewahren. Sind sie gestresst, ist die Gefahr groß, dass sich Ihre Unruhe auf das Kind überträgt und es mit dem Vorlesen eine negative Erfahrung verbindet. Auch wenn Ihr Kind während des Vorlesens nörgelig ist, gilt: Geduld bewahren und das Vorlesen im Zweifelsfall verschieben. Verliert Ihr Kind während des Lesens die Konzentration und blickt in eine andere Richtung, schaffen Sie einen neuen Hörreiz, in dem Sie beim Lesen zum Beispiel die Tonhöhe verändern. Auch kurze Pausen sind oft sinnvoll. Besonders am Anfang sind oft einige Anläufe nötig, bis Ihr Baby die Vorzüge der Lesestunde erkennt und sich auf das tägliche Ritual einlässt. Zeigt sich, dass Ihr Baby nicht der Typ für das Vorlesen ist, gehen Sie spielerisch mit der Situation um und integrieren Sie das Zeigen und Lesen in Ihren Alltag. So können Sie zum Beispiel Ihrem Kind beim Einkaufen Texte der Produkte vorlesen, die in Ihrem Einkaufswagen landen. Schließlich trägt jede verbale Interaktion mit Ihrem Baby zur Sprachförderung bei.

vorlesezeit ist kuschelzeit

Wenn Sie Ihrem Kind in den ersten Lebensmonaten vorlesen, kann es Sie noch nicht verstehen. Dennoch ist das frühe Vorlesen nicht nur für die Sprachentwicklung sehr sinnvoll. Einer der Gründe dafür ist ganz simpel: Ihr Kind hört Ihre Stimme. Und das im Moment des Vorlesens ganz klar, deutlich und ohne Ablenkung. Das Vorlesen schafft Vertrautheit zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Gleichzeitig ist die Lesestunde ein selten ruhiger Moment im Alltag Ihres Kindes, der häufig von zahlreichen akustischen Eindrücken geprägt ist. Beim Vorlesen sollten Sie mit Ihrem Kind ungestört sein. Machen Sie es sich gemütlich. Zeit zum Vorlesen sollte auch Zeit zum Kuscheln sein. So können Sie Ihrem Schatz das Gefühl von Schutz und Geborgenheit vermitteln. Auch das festigt Ihre Beziehung. Außerdem hat das Vorlesen einen entspannenden Effekt auf Ihr Kind. Es ist viel mehr als ein Einschlafritual: Lesen Sie Ihrem Kind auch in Situationen vor, in denen Sie es beruhigen oder ablenken möchten. Zum Beispiel immer dann, wenn die Schlange im Wartezimmer des Kinderarztes wieder besonders lang ist.

auch die kleinen sind wählerisch

Grundsätzlich gilt bei der Sprachförderung: Lesen lernen fängt mit Bildern an. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby die Bilder im Buch sehen kann und erlauben Sie „Zwischenfragen“. Wenn etwas Babys Interesse weckt, erzählen Sie darüber, damit echte Interaktion möglich wird und Ihr Kind eine Verbindung zwischen Bildern und Sprache herstellen kann. Auch bei der Auswahl des Buches entwickeln Kinder Vorlieben. Spätestens wenn Ihr Baby deuten kann, wird es Ihnen zeigen können, welches Buch es besonders spannend findet.
Lassen Sie Ihrem Kind daher stets die Wahl und verschaffen Sie ihm freien Zugang zum Lesestoff, zum Beispiel indem Sie die Bücher im untersten Fach des Regals aufbewahren. So hat Ihr Kind die Chance Ihnen zu zeigen, wann es etwas lesen möchte – und was. Und vielleicht ist ja dann auch Goethe in der engeren Auswahl.

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