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Babykurse

Musikgarten – Spielerisch Musizieren

Mit Klang und Gesang: Durch gemeinsames Musizieren können Eltern bereits im Babyalter den Grundstein für die musikalische Früherziehung ihres Kindes legen. Unterstützung bietet das musikpädagogische Konzept "Musikgarten".

Klock, klock – klock, klock – klock, klock. Klanghölzer schlagen zu einfachen Reimen rhythmisch auf den Teppichboden. Plötzlich ist Stille. Die passt dem zweijährigen Lukas überhaupt nicht: „Noch mal“, ruft er in die Runde. Eine Bitte, der Eva Volkmer, ausgebildete Musikgarten-Lehrerin, sofort lachend nachkommt. Lukas ist eines von zehn Kindern, die einmal wöchentlich mit ihren Eltern in der Musik- und Kunstschule Bielefeld am Musikgarten-Kurs I teilnehmen.

Warum musikalische Früherziehung?

Alle Kinder lieben Musik. Allen Kindern ist die Fähigkeit, zu singen und sich rhythmisch zu bewegen, in die Wiege gelegt. Je früher sie an Musik herangeführt werden, umso erfolgreicher gelingt es, die natürliche Veranlagung zu wecken und zu entwickeln. Auf dieser These beruht die Grundidee des Musikgartens – einem musikalischen Eltern-Kind-Konzept, das von der amerikanischen Musikpädagogin Dr. Lorna Lutz Heyge entwickelt wurde. Diese Form der musikalischen Früherziehung ist in drei Kursphasen unterteilt: Musikgarten für Babys bis 18 Monate, Musikgarten I für Kinder von 18 Monaten bis 3 Jahren, Musikgarten II für Kinder von 3 bis 5 Jahren. Die Inhalte sind dem Entwicklungsstand und dem Alter der Kinder genau angepasst und bauen aufeinander auf. Ein Quereinstieg ist trotzdem möglich.

„Beim Musikgarten für Babys bis 18 Monate erleben die Kinder die Musik vor allem durch die Eltern“, erklärt Eva Volkmer. Auf dem Arm oder dem Schoß von Mama und Papa lauschen sie den Liedern, die gemeinsam im Kreis gesungen werden und genießen die Nähe sowie den Klang der Stimme ihrer Bezugsperson. Über Finger- und Kniereiterspiele, Schaukeln und Wiegen lernen die Eltern zudem, mit ihrem Baby musikalisch zu spielen.

Im „Musikgarten I“ werden Sprache und Bewegung bewusst eingesetzt. Dies gelingt durch erstes Mitsingen, Nachahmen von Bewegungen und Ausprobieren von einfachen Musikinstrumenten, etwa Klanghölzern, Rasseln oder Trommeln. Im Alter ab 3 Jahren sind Kinder in der Lage, Geschichten selbst musizierend zu gestalten.

Musikgarten für zu Hause

Kinder mögen Wiederholungen und strukturierte Abläufe. Sie bieten ihnen Gebor-genheit, Zuverlässigkeit und Orientierung. Deshalb ist der Aufbau einer Stunde Musikgarten immer gleich. Am Anfang treffen sich die Kinder mit ihren Eltern sitzend im Kreis, um die Stunde mit einem Begrüßungslied zu beginnen. Darauf folgen Lieder (darunter auch Klassiker wie „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“), Tänze und musikalische Spiele. Die Übergänge zwischen den Aktivitäten sind fließend. In der Schlussphase kommen maximal zwei Instrumente oder bunte Chiffontücher zum Einsatz. Ein gemeinsames Lied bildet den Abschluss der Stunde. Die Dauer des „Unterrichts“ richtet sich nach dem Alter der Kinder und liegt im Schnitt bei 45 Minuten.

Ergänzend zum wöchentlichen Musikgarten-Kurs können Eltern Liederhefte, CDs und Kleininstrumente erwerben. „Sie ermöglichen, die Inhalte des Musikgartens zu Hause nachzuspielen und zu singen“, erläutert Eva Volkmer. So wird die Musik zu einem festen Bestandteil des Familienlebens und die Freude am gemeinsamen Musizieren daheim weitergelebt.

*Eva Volkmer unterrichtet seit 15 Jahren als lizenzierte Musikgarten-Pädagogin in der musikalischen Früherziehung.

 

Musikgarten im Institut für elementare Musikerziehung in Mainz

Experten-Interview: "Musik fördert die Persönlichkeitsentwicklung"

Musikalische Früherziehung, Expertin Monika Heinrich

Warum macht Musik Kinder glücklich?
Eva Volkmer: Musik trifft die Bedürfnisse von Kindern. Denn Singen und Musizie-ren erlauben Bewegung und Aktivität – und das lieben Kinder. Babys erle-ben das Musizieren mit einer Bezugsperson besonders intensiv. Die Stimme der Mutter beim Singen oder das Wiegen bei einem Schaukellied lösen positive Emotionen aus.

Gibt es noch andere Gründe?
Eva Volkmer: Auch vorgeburtliche Erfahrungen sind ein Grund, warum Babys Musik genießen. Etwa ab Mitte des vierten Schwangerschaftsmonats ist das Gehör des Ungebor-enen gut ausgebildet. Monatelang prägt der Herzschlag der Mutter sein Leben. Dazu wird es im Einklang mit den Bewegungen der Mutter geschaukelt. Wenn die Mutter dem Ungeborenen Lieder vorsingt, erkennt es diese nach der Geburt wieder und lässt sich leichter beruhigen.

Wie genau beeinflusst die musikalische Früherziehung die Entwicklung von Kindern?
Eva Volkmer: Zur positiven Wirkung von Musikerziehung gibt es viele wissenschaftliche Studien. Die „Bastian-Studie“ – eine Langzeituntersuchung an Berliner Grundschulen – ist eine der bekanntesten. Alle diesbezüglichen Forschungen belegen, dass musika-lische Förderung eine optimale Entfaltung der kindlichen Anlagen gewährleistet und einen positiven Einfluss auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung hat. Die Hirnforschung liefert dazu auch neurologische Befunde.

Was heißt das konkret?
Eva Volkmer: Musikhören und Musikmachen fördern demnach die Verbindung und Aktivität zwischen den Gehirnhälften. Infolgedessen kommt es zu starken neuronalen Vernetzungen. Musizieren verbessert also bei Kindern erwiesenermaßen die Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistung. Es stärkt die Konzentrationsfähigkeit, fördert die Sprachentwicklung und steigert die soziale Kompetenz.

Woran erkennen Eltern pädagogisch sinnvolle Angebote der musikalischen Früherziehung?
Eva Volkmer: Musikgarten ist ein markenrechtlich geschütztes Unterrichtskonzept, das ausschließlich von ausgebildeten Lehrkräften mit einer entsprechenden Lizenz angeboten werden darf. Darüber hinaus gilt: Musikschulen des VdM (Verband deutscher Musikschulen e.V.) oder des bdpm (Bundesverband deutscher Privatmusikschulen e.V.) achten prinzipiell auf einen qualitativ guten Unterricht – auch im Bereich der musikalischen Frühförderung.

Hier finden Sie eine Musikgarten-Lehrkraft in Ihrer Nähe

Lesetipp

  • Ausgearbeitete Studien zur musikalischen Früherziehung. Manon Sander, Verlag an der Ruhr.
     
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