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Gesundheit

Spucken und Erbrechen – wie Eltern helfen können

„Speikinder sind Gedeihkinder“ sagt der Volksmund, und seit etlichen Generationen beruhigen Hebammen mit diesem Satz verun-sicherte Mütter. Denn gerade beim ersten Kind weiß die frisch gebackene Mama oft nicht, wie sie es einschätzen soll, wenn das Baby nach der Mahlzeit nicht alles bei sich behält. Erfahren Sie hier, wann es sich um ein harmloses Spucken handelt und wann das Erbrechen Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein könnte.

Essen und selig schlafen

Essen macht Spaß und verschafft eine erhebliche Befriedigung. Gerade bei Babys kann man das gut sehen. Wenn sie hungrig sind, sind sie quengelig und schreien, um auf ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Gibt die Mama ihrem Kind dann die Brust oder das Fläschchen, beruhigt sich das Kleine in der Regel sofort; nach der Mahlzeit schläft es dann satt und zufrieden ein. Aber damit das Kind nicht durch zu viel Luft im Bauch gequält wird, sollte es vor dem Einschlafen noch sein Bäuerchen machen. Dazu hält die Mama ihr Baby aufrecht am Körper, der Kopf des Kindes ist über die rechte oder linke Schulter gerichtet.

Spucken: Saure Milch auf Mamas Schulter

Aber wenn das Bäuerchen dann kommt, entweichen oft nicht nur Luft, sondern gleichzeitig auch halbverdaute Nahrungsreste. Die Ursache dafür ist eine zu geringe Muskelspannung im unteren Abschnitt der Speiseröhre: Der Nahrungsbrei bleibt daher nicht im Magen, sondern fließt in den Mund zurück. Der Mediziner spricht hier von „Reflux“, also Rückfluss. Dieser Zustand bessert sich in den ersten Wochen und Monaten des Kindes ganz von selbst. Bei der zurückfließenden Nahrung handelt es sich meist auch nur um geringe Mengen.

Wenn das Essen nicht im Magen bleibt

Dass Säuglinge beim Aufstoßen ab und zu kleine Mengen an Nahrungsresten spucken, die schlaff aus dem Mund fließen, nehmen die meisten Mütter mit einem Lächeln zur Kenntnis. Wenn das Kind allerdings größere Mengen in hohem Bogen schwallartig und mit viel Druck erbricht, kann das eine beängstigende Erfahrung für die Eltern sein. Diese Form des Erbrechens kommt typischerweise 30 Minuten bis zwei Stunden nach einer Mahlzeit vor, und oft bemerken die Eltern dabei ein Würgen, bevor das Baby seinen Mageninhalt wieder ans Tageslicht befördert.

Als Ursachen kommen etwa eine Magenverstimmung, eine Viruserkrankung oder eine Lebensmittelvergiftung in Frage. In seltenen Fällen – etwa drei von 1000 Kindern sind betroffen – kann auch eine Verengung des sogenannten Pförtnermuskels verantwortlich sein, der am Übergang vom Magen zum Darm sitzt. Mediziner sprechen hier von einer „Pylorusstenose“. Diese Erkrankung tritt meist im Alter von vier bis sechs Wochen auf und stellt eine akute Gefährdung für den kleinen Säugling dar, da kaum noch Nahrung im Darm ankommt.

Um die Gesundheit des Babys müssen sich die Eltern in derartigen Situationen keine Sorgen machen, eher schon um die eigene Kleidung. Um die zu schützen, haben sich „Spucktücher“ bewährt: Flauschige Handtücher, multifunktionale Mullwindeln oder ähnliche Textilien, die sich die Eltern über die Schulter legen, verhindern, dass Blusen oder Pullover bekleckert werden.

Wie die Eltern helfen können

Ganz wichtig zur Vermeidung von Erbrechen ist, dass sich die Eltern genügend Zeit zum Füttern nehmen und dies in ruhiger Umgebung geschieht – vom ersten Anlegen bis zum abschließenden Bäuerchen. Dann lässt sich meist auch gut verhindern, dass das Kind zu schnell und zu gierig trinkt oder zu hastig isst. Denn dann ist das Spucken nach dem Essen fast vorprogrammiert. Kommt es aber dennoch zum Erbrechen, sollten zunächst einmal die Eltern Ruhe bewahren und dann ihr Baby beruhigen. Dabei hilft es, das Kind aufrecht in die Arme zu nehmen, dabei Kopf und Stirn abstützen. Streicheleinheiten am Rücken beruhigen das Kind zusätzlich. Auch sanftes Zureden mit leiser und gedämpfter Stimme vermitteln dem Kind die Geborgenheit und Fürsorge der Mutter.

Gefährlich bei häufigem Erbrechen ist vor allem, dass das Kind viel Flüssigkeit und damit auch wertvolle Nähr- und Mineralstoffe verliert. Die Folge: Das Kind wird schläfrig und lethargisch und hat auch keine Lust mehr, irgendetwas zu essen oder zu trinken. Das Problem der Unterversorgung mit lebenswichtiger Energie wird dadurch verstärkt. Doch ein Säugling verkraftet diese Verluste noch viel schlechter als ein Erwachsener. Was verloren geht, muss daher schleunigst ersetzt werden. Dafür eignen sich zunächst Wasser und Tees, die man dem Kind immer wieder löffelweise anbietet. Für Teezubereitungen sind Pfefferminze, Kamille oder Gänsefingerkraut besonders gut, da sie nicht nur Flüssigkeit ersetzen, sondern auch den Magen beruhigen.

Lieber doch zum Arzt

Wenn das Kind jünger als sechs Monate ist, wenn es länger als 24 Stunden erbricht, oder wenn Mama und Papa das Erbrechen zu Hause nicht zum Stillstand bringen können, ist ein Besuch beim Kinderarzt dringend anzuraten. Der kann entscheiden, ob allgemeine Maßnahmen wie Beruhigung des Kindes und Ersatz von Flüssigkeitsverlusten genügen, oder ob weitere Schritte erforderlich sind.

So kann er im Bedarfsfall spezielle Zäpfchen verordnen, die das Erbrechen bei harmlosen Erkrankungen mildern. In schwereren Fällen kann aber auch eine Einweisung ins Krankenhaus notwendig sein, um die Verluste durch das Erbrechen mit Infusionen zu ersetzen. Das ist aber zum Glück eine seltene Ausnahme. Denn die Erfahrung vieler Jahrzehnte hat gezeigt, dass das Sprichwort „Speikinder sind Gedeihkinder“ seine Berechtigung hat: Die meisten dieser Babys entwickeln sich in ihrer späteren Kindheit prächtig.

  • Flaschenkinder: Am besten das Milchfläschchen nicht zu stark schütteln, dann trinkt Baby weniger Luftblasen mit. Beim Trinken sollte der Sauger immer ganz mit Milch gefüllt sein.

Tipp: Die Größe des Saugerlochs der jeweiligen Nahrung anpassen – wie ja auch die Saugergröße dem Kindsalter.

  • Stillkinder: Wenn die Brust übervoll ist, vor dem Anlegen etwas ausstreichen. Sonst verschluckt sich Baby leicht – und damit auch zusätzliche Luft.

Krankheiten und Symptome im Überblick

Lesetipp

  • Quickfinder Kinderkrankheiten – Der schnellste Weg zur richtigen Behandlung. Ursula Keicher, Gräfe und Unzer

 

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