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Hautpflege

Sanft und schonend

Der Umgang mit dem Baby während der Säuglingspflege ist eine wunderbare Möglichkeit zu einem intensiven Hautkontakt. Über die Haut macht ein Baby die ersten sinnlichen Erfahrungen. Streicheln und Schmusen ist unverzichtbar für die seelische Entwicklung eines Kindes. Unbedingt zu bedenken ist, dass die Babyhaut noch sehr dünn ist, und zwar fünfmal dünner als bei Erwachsenen. Für die Baby-Pflege eignen sich deshalb nur sanfte, möglichst natürliche Produkte.

Schutzmantel Haut

Die menschliche Haut ist ein natürliches Wunderwerk, das von Geburt an viele Aufgaben zu erfüllen hat: Sie ist unsere schützende Hülle gegen alle Umwelteinflüsse, von Hitze und Kälte bis hin zu Schadstoffen. Über die Haut werden außerdem der Tastsinn, das Schmerzempfinden und die Temperatursensoren gesteuert.

Bisher gingen Fachkreise davon aus, dass die Haut eines Kindes bei der Geburt, spätestens einige Wochen danach, vollständig entwickelt und durchaus mit Erwachsenenhaut vergleichbar sei. Aktuelle Studien widerlegen diese Annahme.

Babyhaut ist nicht gleich Erwachsenenhaut und bedarf durchaus einer besonderen Pflege! Denn sie weist eine höhere Durchlässigkeit von Wasser auf und zeigt keinen konstanten Feuchtigkeitsgehalt. Das bedeutet, dass die Gefahr besteht, dass Babyhaut schneller austrocknet, dadurch verletzlicher wird und möglicherweise ihre Schutzfunktion nicht mehr zuverlässig ausüben kann. Zudem ist die Hautoberfläche beim Baby – im Vergleich zu der von Erwachsenen – stolze dreimal so groß, wenn man sie in Relation zum Körpergewicht sieht. Sie bietet dadurch automatisch eine größere Angriffsfläche für Umwelteinflüsse. Die Temperaturregulierung ist ebenfalls noch nicht voll entwickelt. So fehlen zum Beispiel noch die Eigenschutzmechanismen der Haut gegen Sonnenbestrahlung, die Gefahr eines Sonnenbrandes ist sehr groß. Babys und Kleinkinder dürfen nie der prallen Sonne ausgesetzt sein. Und auch ältere Kinder sollten nur mit speziellen Sonnenschutz-Produkten, die über einen sehr hohen Lichtschutzfaktor verfügen, eingecremt werden.

Baby-Pflege – das raten die Experten

Baden hat einen positiven Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt. In einer Studie an der Berliner Charité wurden Säuglinge vier Wochen lang zur Säuglingspflege zweimal wöchentlich in klarem Wasser gebadet oder mit einem Waschlappen gewaschen. Die Dermatologen haben in dieser Phase unterschiedliche Werte gemessen: Wasserverlust über die Epidermis (oberste Hautschicht), Feuchtigkeitsgehalt in der Hornschicht, pH-Wert sowie Fettgehalt der Haut an verschiedenen Körperstellen. Die Untersuchungen ergaben, dass Baden im Vergleich zum Waschen einen positiven Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt und die Barrierefunktion der Babyhaut hat.

Eine Erkenntnis, die auch Daniela Lauer, die seit fünf Jahren als Hebamme im DRK-Krankenhaus in Biedenkopf arbeitet und schon über 400 Babys auf die Welt half, unterstützt. „Ich empfehle eine gute Wundschutzcreme mit Panthenol, Reinigungstücher, ein Wasch-Gel und ein Massageöl. Für die Gesichts- und Körperpflege außerdem eine Creme, Lotion oder Milk, je nachdem, was die Mutter am liebsten verwendet. Unnötig ist dagegen Puder. Es verstopft die Poren“, so Daniela Lauer. „Bei sehr empfindlicher Haut oder allergiegefährdeten Kindern ist es ratsam, darauf zu achten, dass die Säuglingspflege keinerlei Konservierungs- und Farbstoffe, Parfüme oder ätherische Öle enthalten. Denn von diesen ist bekannt, dass sie Allergien auslösen können. Stattdessen sollten bei der Baby-Pflege möglichst natürliche Produkte mit nur wenigen Inhaltsstoffen gewählt werden. Je weniger drin ist, desto geringer ist auch das Risiko, dass das Baby die Pflege nicht verträgt.“

Schmusestunde

Bei der Säuglingspflege sollte generell der Hautkontakt nicht zu kurz kommen. Denn laut der Hebamme ist dieser mehr als wichtig. „Für Babys ist Hautkontakt gerade in den ersten Wochen das wichtigste Sinneserlebnis. Darüber erfährt es Geborgenheit und Liebe. Das hilft, Vertrauen aufzubauen. Die Eltern wiederum lernen ihr Kind besser kennen, was es mag, worauf es reagiert. Bei der Baby-Pflege sind sich alle ganz nah, es wird gestreichelt und verwöhnt. Das sind also ganz wunderbare Gelegenheiten für ausgedehnte Schmusestunden.“

Baby-Pflege auf einen Blick

Diese Pflegeempfehlungen zum Baden und Waschen sollen Eltern eine Orientierungsmöglichkeit bieten und Sicherheit geben. Auch an der Berliner Charité ist inzwischen ein auf diesen Empfehlungen basierendes, klinikübergreifendes Konzept für die optimale Säuglingspflege etabliert worden, das von Pflegekräften, Hebammen sowie Eltern erfolgreich umgesetzt wird.

  1. Optimale Baby-Pflege beinhaltet das Baden zwei- bis dreimal pro Woche
  2. Die Raumtemperatur sollte über 22 Grad Celsius betragen, die Wassertemperatur 37 bis 38 Grad Celsius.
  3. Das Bad sollte nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern. Um eine Auskühlung zu vermeiden, sollte das Kind anschließend sanft, aber rasch abgetrocknet werden.
  4. Ein milder, flüssiger, speziell für Babys entwickelter Badezusatz hat positive Auswirkungen auf die Babyhaut und eignet sich für die schonende Reinigung besser als klares Wasser.
  5. Zur Säuglingspflege nach dem Baden gehört das liebevolle Eincremen mit einer Baby-Pflege-Creme

Bildnachweis: Fotos: © Anwenderfotos von Penaten

Weitere Links zum Thema

Lesetipp

  • Der Baby-Guide fürs erste Jahr. Annette Bopp/Birgit Krohmer, Kösel-Verlag
  • Schwangerschaft – Geburt & erste Babymonate. Renate Huch/Remo H. Largo, Trias Verlag
  • Das neue große Babybuch – Schwangerschaft, Geburt, Pflege, Ernährung. Alles was Eltern wissen müssen, Compact Verlag
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