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Sicher mitfahren

Baby an Bord? Sicher, im Kindersitz!

Mit der Geburt eines Kindes beginnen Eltern oft, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Was früher selbstverständlich war, wird nun hinterfragt. Dies sollte auch fürs Autofahren gelten: Die wichtigsten Sicherheits-Tipps für Ihren kleinen Passagier im Kindersitz!

Ein dreieckiges Achtung-Schild klebt auf der Heckscheibe der Familienkutsche und ermahnt die anderen Autofahrer zur Vorsicht: „Baby an Bord“, das heißt so viel wie „Vorsicht, zerbrechlich!“ Leider können sich Eltern nicht darauf verlassen, dass andere Verkehrsteilnehmer auf solch einen Hinweis reagieren, ihn überhaupt wahrnehmen. Sie müssen selbst für die Sicherheit ihres Nachwuchses sorgen. Wer glaubt, dies sei eine Selbstverständlichkeit, der irrt.

Eltern als Sicherheitsmanko?

Obwohl (oder gerade weil ...?) die allgemeinen Verkehrsunfallzahlen (im Vergleich zum Stand 1978) mit Kindern zurückgehen, beweisen neuere Statistiken immer wieder, dass Eltern zu leichtfertig mit dem Thema „Sicherheit im Auto“ umgehen. Zwar sitzen 99 Prozent aller kleinen Passagiere unter sechs Jahren in einem Autokindersitz, aber immerhin 28 Prozent sind nicht richtig gesichert, drei Prozent werden nur mit dem Erwachsenengurt und mindestens drei Prozent gar nichtangeschnallt. Großer Kritikpunkt: Zwölf Prozent der Kleinen sitzen zwar im richtigen Autokindersitz, werden jedoch durch falsche Gurtführung oder Bedienungsfehler und Ähnliches stark bis lebensgefährlich gefährdet! ADAC-Untersuchungen aus dem Jahr 2006 und 2011 weisen außerdem darauf hin, dass 40 Prozent aller Verkehrsunfälle mit verletzten Kindern auf Kurzfahrten unter fünf Kilometern passieren. Regel Nummer eins heißt also: Sicherheit muss immer sein! Und das fängt schon mit der Beladung des Autos an ...

Alles auf seinen Platz!

Vor Abfahrt sollte man immer darauf achten, dass im Innenraum keine schweren, kantigen oder spitzen Gegenstände lose herumliegen. Schon eine abrupte Bremsung könnte dem Baby z. B. ein Buch von der Hutablage ins Gesicht schleudern. Ob bei Kurzfahrten oder langen Reisen – alles und jeder sollte seinen festen und sinnvollen Platz im Auto haben: Babyschalen oder Kindersitze sind am besten hinten rechts aufgehoben. Dadurch stehen Eltern nicht auf der befahrenen Straßenseite, wenn sie ihr Baby ins Auto setzen und sie können sich ungestört Zeit nehmen, es vorschriftsmäßig anzuschnallen. Wer eine stabile Kofferraumabdeckung hat, fährt am sichersten, wenn alle großen und schweren Utensilien wie Kinderwagen, Koffer, Bücher, Spielsachen darunter verstaut werden. Ansonsten empfiehlt es sich, über die Anschaffung eines Fangnetzes oder -gitters nachzudenken. Damit kann der Kofferraum bis unters Dach bepackt werden, ohne zusätzliche Absicherung. Eine kleine Sorglos-Investition von ca. 150 bis 200 Euro, die sich sicher lohnt!

Augen auf die Straße!

Besonders frisch gebackene Eltern laufen oft Gefahr, sich zu schnell von ihrem Baby im Auto ablenken zu lassen. Wenn möglich, sollte also immer ein Erwachsener mit dem Kind auf der Rücksitzbank Platz nehmen und den „Bordservice“ übernehmen. So können sich Fahrer oder Fahrerin ungestört und beruhigt auf den Verkehr konzentrieren. Wer alleine mit Baby unterwegs ist, für den gilt erst recht das Gebot: „Augen auf die Straße“! Und wenn der Nachwuchs im Autokindersitz mal Beschwerden anmeldet? Steuert man ruhig den nächstmöglichen Parkplatz an, um sich um ihn zu kümmern – auf keinen Fall umdrehen oder das Lenkrad loslassen! Damit Eltern auf einer „Alleinfahrt“ unbesorgt sein können, sollten sie ihrem Kind kein Essen, Trinken oder ungeeignete Spielsachen in die Hand geben – es könnte sich wehtun, sich verschlucken oder den Fahrer schon durch kleine Kleckereien ablenken!

Und zu guter Letzt noch ein Tipp aus der Erfahrungs-Trickkiste: Gerade kleine Babys schreien beim Autofahren oft einfach nur, weil sie sich in ihren Babyschalen eingeengt fühlen und die Mama nicht sehen können. In diesem Fall hilft oftmals ein beruhigendes, bekanntes Lied. Aber bitte nicht von CD – Mamas oder Papas Stimme ist hier gefragt. Und Durchhaltevermögen!

Haben Sie’s geschnallt?

Baby an Bord

Neben all diesen allgemeinen Regeln, ist vor allem eins zu beachten: das Kind und den Autokindersitz immer vorschriftsmäßig absichern! Die Gurte müssen ganz eingerastet sein und straff sitzen. Sorgsamkeit geht hier immer vor Eile. Denn die Sicherheit des kleinen Sonnenscheins erlaubt keinen Leichtsinn! Die jüngste Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) aus dem Jahr 2008 hat ergeben, dass Eltern zwar nicht mehr so schwerwiegende, aber immer noch erhebliche Bedienungsfehler beim Einbau der Kindersitze machen. Die erschreckende Zahl hat sich nicht geändert: Fast zwei Drittel aller Kinder sind im Auto nicht korrekt abgesichert! Die UDV empfiehlt deshalb, wenn möglich, sich für Kindersitze und Babyschalen mit Isofix-Sicherung zu entscheiden, da das Stecksystem nahezu keine Bedienungsfehler zulässt. Doch Isofix allein macht noch keinen guten Autokindersitz aus: Im ADAC-Test 2009 löste sich sogar eine Babyschale beim Frontalaufprall aus der normalerweise sehr sicheren Isofix-Befestigung! Für Eltern gilt es also viele Stolpersteine zu umgehen, wenn es um die Sicherheit ihres Kindes im Auto geht.

Wie finde ich den besten Autokindersitz?

„Ein Testsiegersitz muss nicht zwangsläufig zu Ihrem Kind, Ihrem Auto und Ihren persönlichen Bedürfnissen passen. Vergleichende Warentests, wie sie in Deutschland von Stiftung Warentest und ADAC durchgeführt werden, sind eine wertvolle Entscheidungshilfe, die Beratung vor Ort ersetzen sie jedoch nicht“, so Peter Jahn, Sicherheitsexperte der „Aktion Autokindersitz“. Der Kauf eines Kindersitzes sollte also nicht in Eile und nicht ohne fachlich fundierte Beratung stattfinden. Es ist gut, die neuesten Testergebnisse zu kennen und sich dann im Fachhandel beraten zu lassen. Dazu gehören das Kennenlernen der verschiedenen Sicherungssysteme und der probeweise Einbau des Kindersitzes in das eigene Auto. Dabei muss geprüft werden, ob die Gurtführung passt, ob der Sitz kippsicher ist, ob man selbst mit der Handhabung zurechtkommt und idealerweise auch, ob das Kind seinen zukünftigen Autokindersitz akzeptiert. Hier sollte man nicht sparen – Sicherheit hat ihren Preis und hinter dem stecken meist auch eine verantwortungsvolle Produktion und zahlreiche Forschungen und Entwicklungen.

Dennoch gilt: Der teuerste Autokindersitz muss nicht der beste sein! Oft lohnt es sich, auch nach Modellen vom Vorjahr zu fragen – die sind oft ebenso gut und sicher, aber teilweise schon um über 50 Euro reduziert, wenn das Nachfolgemodell auf den Markt kommt. Oder anders herum: Es spricht nichts dagegen, sich im Fachhandel beraten zu lassen, um am Ende den besten Autokindersitz zum günstigsten Preis zu erwerben. Es lohnt sich durchaus, die Preise vor Ort mit den Angeboten von Online-Händlern zu vergleichen.

Damit die Würfel fallen können

Um schlussendlich zur richtigen Entscheidung zu gelangen, helfen einige zusätzliche Kriterien: Hinweise zum Thema „Kindersitz“ im Handbuch des eigenen Fahrzeugs sollten unbedingt befolgt werden – vor allem, wenn es um Airbags geht. Babyschalen und Kindersitze dürfen nur bei abgeschaltetem Airbag auf dem Beifahrersitz montiert werden, da das Kind bei einem Unfall verletzt werden könnte. Auch Seiten- und Kopfairbags auf den hinteren Sitzplätzen moderner Fahrzeuge können problematisch sein – vor dem Kauf erkundigen!

Ansonsten gilt die Faustregel: Baby- und Kindersitze, die gegen die Fahrtrichtung montiert werden (Reboarder), bieten bei einem Unfall am meisten Schutz. Grund: Im Gegensatz zu Erwachsenen haben die Kleinen einen im Verhältnis zum gesamten Körpergewicht deutlich größeren und somit schwereren Kopf. Würde das Kind in Fahrtrichtung sitzen, würde sein Körper bei einem Frontalunfall zwar durch den Gurt zurückgehalten, der Kopf aber würde alleine nach vorne schleudern – eine große Belastung für die Halswirbelsäule und das Genick.

Anders im Reboarder: Hier wird das Kind durch die Wucht des Aufpralls nicht nach vorne, sondern gleichmäßig von Kopf bis Gesäß in den Sitz hinein gedrückt. Das ist vor allem zum Schutz der Wirbelsäule wichtig. Der Wechsel zu einem vorwärts gerichteten Kindersitz sollte deshalb auch so spät wie möglich stattfinden – nämlich erst wenn der Kopf des Babys den Schalenrand erreicht und das Kind selbstständig sitzen kann. Experten raten darüber hinaus dazu, mindestens den 4. Geburtstag des Kindes abzuwarten. Dann nämlich ist die Nacken- und Rückenmuskulatur des Kindes bereits so gut gestärkt, dass sie den Kindskopf erheblich besser schützen kann. Tipp: Verbrauchertests wie der schwedische „Plus-Test“ helfen bei der Kauf-Entscheidung. Ihn bestehen nur die Reboarder, die eine gefährliche auf den Nacken wirkende Kraft unterschreiten.

Unsere Safety Top Ten für Ihr Kind

  1. Baby- und Kindersitze am besten hinten rechts befestigen – Gebrauchsanweisungen von Kindersitz und Kfz genau befolgen.
  2. Immer auf straffe Gurte achten – Schultergurte müssen mittig, Beckengurte tiefstmöglich verlaufen.
  3. Möglichst lange einen rückwärts gerichteten Kindersitz benutzen.
  4. Keine harten und kantigen Gegenstände offen im Fahrzeuginneren liegen lassen.
  5. Dem Baby keine harten oder kleinteiligen Spielsachen, Essen oder Trinken in die Hand geben, wenn es alleine sitzt.
  6. Niemals durchs Baby vom Verkehr ablenken lassen – notfalls Parkplatz aufsuchen.
  7. Babyschalen ausschließlich zum Transport im Auto benutzen, da die Sitzposition die kindliche Wirbelsäule belastet.
  8. Babys in den ersten drei Monaten nur für Kurzfahrten (ca. 20 Min.) ins Auto setzen.
  9. Höhe der Gurte und die Kopfstütze immer wieder der Größe des Kindes anpassen.
  10. Das Kind nie alleine im Auto lassen.

Unsere kostenlose Checkliste zum Downloaden

Weitere Kauf- und Sicherheits-Tipps für Kindersitze finden Sie im Internet unter:

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