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Stillprobleme

Stillprobleme – fehlender Milcheinschuss und Stillprobleme

Probleme beim Stillen wie Milchstau oder sogar ein fehlender Milcheinschuss sind nicht selten. Hebammen, Stillberaterinnen und die Tipps an-derer Mütter helfen Ihnen, die Stillprobleme mit einfachen Hausmittelchen und kleinen Tricks in den Griff zu kriegen.

Was wirkt gegen Milchstau?

„Am besten helfen gegen Milchstau alte Hausmittelchen. Vor dem Stillen sollte der Brust trockene Wärme, etwa durch einen Fön, zugefügt werden“, rät Hebamme Susanne Otte-Seybold, „das öffnet die Gefäße und kurbelt den Milchfluss an.“ Der Unterkiefer des Kindes zeigt beim Anlegen auf den betroffenen Bereich, so wer-den die Stauungen der Milch während des Stillens durch die Kiefermuskulatur massiert und lösen sich. Anschließend sollte die Brust mit kalten Quarkwickeln für mindestens zwei Stunden gekühlt werden. Spätestens dann löst sich der Milchstau.

Wie kann ich den Milcheinschuss fördern?

„Das Stillen wird von sehr vielen – auch psychischen – Faktoren beeinflusst. Eine wichtige Grundlage für den Milcheinschuss und auch später für einen guten Milchfluss ist, dass die Frau entspannt ist und sich fallen lassen kann“, erklärt Hebamme Susanne Otte-Seybold. Gerade kurz nach der Geburt fühlen sich viele Frauen durch die Veränderung in ihrem Leben und die neue Verantwortung verunsichert, so dass der Milcheinschuss noch zurückbleibt. Ein sorgsames Umfeld, das die junge Mutter beruhigt und in ihrer neuen Rolle bestärkt, ist ein wichtiger Bestandteil der Identitätsfindung und wirkt sich meist positiv auf den Milcheinschuss und das Stillen aus.

In welcher Position soll ich mein Baby anlegen?

Stillen ist eine individuelle Angelegenheit. Jedes Mutter-Kind-Duo findet mit der Zeit seine eigene Lieblingsposition. Als gute Stillpositionen haben sich die Wiegehaltung, der Kreuzgriff, der Rückengriff und die Seitenlage bewährt. Die verschiedenen Positionen und Haltegriffe zeigen Ihnen die Hebammen auf der Wochenbettstation.

Unser Tipp: Richten Sie sich eine Stillecke ein: gemütliche Kissen, gedämpftes Licht, etwas zu trinken und zu knabbern. Geschwisterkinder dürfen natürlich beim Stillen des Babys dabei sein. Legen Sie Spielzeug, Puzzles oder Bücher bereit.

Wie oft trinkt das Baby?

Durchschnittlich trinkt ein Säugling acht- bis zwölfmal in 24 Stunden. Auch hier gilt: Jedes Baby ist anders und braucht seine individuelle Trinkmenge und -dauer. Es ist ratsam, das Baby nach Bedarf – der Fachbegriff heißt ad libitum – zu stillen, also immer dann, wenn es Hunger hat. Dieser natürliche Rhythmus trägt zu einer starken und oft problemfreien Stillbeziehung bei.

Bekommt mein Baby genug?

Ist Ihr Kind gesund und zum Termin geboren, besteht kein Anlass, es vor und nach dem Stillen zu wiegen, um so die Trinkmenge zu ermitteln. Als groben Richtwert sollte Ihr Baby mit etwa fünf bis sechs Monaten sein Geburtsgewicht verdoppelt haben. Eine rosige Hautfarbe, gute Hautspannung sowie ein aktives und aufmerksames Verhalten Ihres Babys zeigen Ihnen, dass Ihr Kind genügend Milch aufnimmt.

Was tun bei wunden Brustwarzen?

Aller Anfang ist schwer! Wunde Brustwarzen sind häufige Begleiter der frühen Stillphase. Rötungen, abgeschürfte Haut oder offene Stellen können äußerst schmerzhaft sein und entstehen oft durch eine falsche Anlegetechnik. Das ist ganz normal. Lassen Sie sich von einem Profi beim Anlegen helfen. Wunde Brustwarzen verheilen am besten, wenn Sie ihnen nach dem Stillen etwas Luft gönnen. Lassen Sie dabei ein paar Tropfen Muttermilch auf den schmerzenden Stellen trocknen. Es hilft auch, Wollfett aufzutragen.

Wie gelingt das Abstillen?

Um Verlustängste beim Kind und einen Milchstau bei der Mutter zu vermeiden, sollte das Abstillen als sanfter, schrittweiser Prozess erfolgen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, nach dem sechsten Monat erste Beikostmahlzeiten einzuführen und so lange weiterzustillen, bis sich das Kind umgewöhnt hat. Wer schon früher mit dem Abstillen beginnen möchte, ersetzt die Muttermilch durch Fläschchennahrung. Um Milchstau zu vermeiden, hilft es, zu Beginn die übervolle Brust auszustreichen und so zu entlasten. Nach und nach reguliert sich so die Milchproduktion und die Milchbildung bleibt schließlich aus.

Lesetipp

  • Stillen – Ihre Stillberatung für zu Hause. Mütter berichten: Das hat mir geholfen. Dora Schweizer, Sabine Klonk, Trias Verlag.
  • Stillen. Martha Gouth-Gumberger, Elizabeth Hormann, GU Verlag.

Weitere Informationen und Beratung zu Stillproblemen

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