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Ernährung

Muttermilch abpumpen und aufbewahren: "Muss" Mama immer verfügbar sein?

Muttermilch ist zweifelsohne das Beste für das Baby. Obwohl diese immer verfügbar ist, muss Mama aber nicht allzeit bereit sein. Stillen und doch zeitlich flexibel sein, sich mal kleine Freiheiten gönnen oder frühzeitig den beruflichen Wiedereinstieg realisieren – das ist längst nicht widersprüchlich. Mütter müssen nicht immer gleich ans Abstillen denken, sie können ihre Milch abpumpen. Wichtig ist, wie sie die Muttermilch aufbewahren.

Stillen und trotzdem flexibel bleiben?

Gesundheitsexperten sind sich einig: Die beste Ernährung für gesunde Säuglinge ist in den ersten sechs Lebensmonaten das ausschließliche Stillen. Muttermilch ist nicht nur Nahrung für den Nachwuchs, sondern stärkt auch sein Immunsystem. Denn in der Stillzeit passt sich die Muttermilch in ihrer Zusammensetzung an Babys Bedürfnisse an. In den ersten Tagen nach der Geburt bildet die Mutter eine ganz spezielle Milch (Kolostrum). Sie ist besonders reich an Antikörpern und wirkt wie eine Art erste Impfung. Anschließend erhält das Baby eine Übergangsmilch, bis sich etwa am zehnten Lebenstag des Kindes die reife Muttermilch entwickelt.

Diese Stillempfehlungen können aber so manche junge Mutter auch in Gewissenskonflikte bringen. „Muss“ man als Mama wirklich ständig verfügbar sein? Haben Stillende nicht auch mal ein Recht auf eine kleine Auszeit? Wie bringe ich das Stillen mit der Rückkehr in den Job unter einen Hut? Es gibt immer Momente, wo es hilfreich ist, wenn nicht nur die Mutter „in Bereitschaft“ ist, sondern jemand anders das Baby füttern kann. Hier gibt es Lösungen: Sie können Muttermilch aufbewahren.

Milch abpumpen – kein Problem

Mit gutem Gewissen Muttermilch abpumpen: Damit das Baby nicht auf seine Muttermilch verzichten muss, leistet der Einsatz einer Milchpumpe wertvolle Dienste. Ist die Mutter einmal nicht in Babys Nähe, kann so der  frisch gebackene Papa oder ein Babysitter den Nachwuchs ganz bequem mit der kostbaren Muttermilch versorgen. Auch die fürsorglichste Mama hat dann einfach mal frei – und das ganz ohne ein schlechtes Gewissen.

Nicht zu vergessen ist, dass Milchpumpen auch bei einer Milchüberproduktion hilfreich sind, damit es nicht zu einem Milchstau kommt. Außerdem leiden manche Frauen während der Stillzeit unter wunden Brustwarzen, die durch den kurzfristigen Einsatz einer Milchpumpe geschont werden und sich dadurch erholen können. Hier sollte aber in jedem Fall eine ordentliche Diagnostik stattfinden, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Muttermilch abpumpen – so ist sie stets verfügbar

Selbst abgepumpt, tiefgekühlt aufbewahrt und wieder erwärmt, so steht dem Baby seine persönliche Muttermilch also stets zur Verfügung. Das Milch Abpumpen erfordert zwar etwas Zeit, macht junge Eltern aber flexibel und unabhängig. Grundsätzlich kann man überall Muttermilch abpumpen: zu Hause, unterwegs oder am Arbeitsplatz. Dabei sollte man sich ganz bewusst einen Vorrat anlegen, um auch für einen unvorhergesehen großen Appetit des Babys gerüstet zu sein. Ein guter Zeitpunkt für das Milch Abpumpen ist etwa eine Stunde nach Babys letzter Stillmahlzeit.

Muttermilch aufbewahren – so ist sie immer frisch

Muttermilch abpumpen, Muttermilch aufbewahren

Möchten Sie abgepumpte Muttermilch aufbewahren, darf die Kühlkette nie unterbrochen sein. Nach dem Milch Abpumpen gehört sie direkt in den Kühlschrank, wo sie für gesunde Säuglinge etwa drei bis fünf Tage haltbar ist. Muttermilch, die nicht kurzfristig zum Einsatz kommt, kann man auch einfrieren und erst bei Bedarf wieder auftauen. Dabei aber nicht die Mikrowelle benutzen. Dort werden nämlich wertvolle Bestandteile zerstört und wegen ungleichmäßiger Erwärmung besteht zudem Verbrühungsgefahr. Besteht nach dem Abpumpen keine Möglichkeit zur Kühlung, sollte man die überflüssige Muttermilch nicht aufbewahren, sondern besser entsorgen. Beim Transport von Mamas Milch sorgen Kühl-Akkus oder spezielle Kühltaschen für die richtige Temperatur.

Muttermilch abpumpen – mit welcher Milchpumpe?

Wenn Sie Muttermilch abpumpen, sollte es für Sie angenehm und keinesfalls schmerzhaft sein. Moderne Milchpumpen ahmen das natürliche Trinkverhalten von Säuglingen nach und ermöglichen so eine optimale Entleerung der Brust. Welche Abpumpart zu welcher Mutter passt, richtet sich ganz nach der persönlichen Lebenssituation. Möchten Sie Ihre Milch abpumpen, wenden Sie sich an eine Hebamme oder Still- und Laktationsberaterin. Sie haben hier viel Erfahrung und können kompetent beraten.

Manche Frauen können von Hand Muttermilch abpumpen. Der Vorteil: Es geht mit ein bisschen Übung sehr schnell, braucht keine zusätzliche Geräte oder Strom und ist für kleine Mengen, zum Beispiel wenn nur mal für eine Mahlzeit überbrückt werden muss, eine gute Lösung.

Stillende, die nur gelegentlich Milch abpumpen, greifen meistens zu einer Handpumpe, die man auch unterwegs gut einsetzen kann. Werden mehrmals täglich ganze Milchmahlzeiten abgepumpt, ist eine elektrische Milchpumpe wesentlich komfortabler. Hier gibt es auch Modelle, die das beidseitige Abpumpen der Brust ermöglichen und so viel Zeit sparen können. Außerdem stimuliert ein Doppelabpumpset besser die Milchbildung, sodass Sie immer ausreichend Muttermilch aufbewahren können.

Tipp: Milchpumpen muss man nicht unbedingt kaufen, sondern man kann sie in Apotheken oder Sanitätshäusern mieten. In manchen Fällen – wie beispielsweise bei Brustentzündungen, kranken Kindern oder Frühgeburten – besteht die Möglichkeit, Milchpumpen auf Rezept zu bekommen.

Muttermilch abpumpen und trotzdem problemlos stillen?

Zugegeben: Es können schon mal Probleme auftreten, wenn der Nachwuchs gleichzeitig gestillt und mit der Flasche gefüttert wird. Bei vielen Saugern muss sich der Nachwuchs nämlich weit weniger bemühen, um an die begehrte Milch zu kommen. Meistens fließt diese fast wie von selbst, auch wenn das Baby nicht aktiv saugt. In der Folge vergessen manche Stillkinder dann die „arbeitsreichere“ Trinktechnik aus der Brust oder verweigern umgekehrt die ungewohnte Flasche. Es kann zur sogenannten Stillverwirrung kommen.

Inzwischen gibt es aber „stillfreundliche“, meist aber auch eher teurere Sauger, die nach neusten Forschungsergebnissen entwickelt wurden. Bei diesen Saugern fließt die Milch weniger schnell beziehungsweise erst dann, wenn das Kind auch aktiv saugt – und sich so seine Nahrung „erarbeitet“. Ganz so wie an der Mutterbrust: Dort beginnen alle Babys ihre Stillmahlzeit gewöhnlich mit schnellen und kurzen Zügen, um den Milchfluss anzuregen. Dabei baut der Säugling ein Vakuum auf, das die Milch zum Fließen bringt. Erst wenn die Milch dann fließt, trinken Babys langsamer und in tiefen Zügen.

Die Muttermilch aufzubewahren ist eine gute Alternative, wenn die Mutter zum Stillen nicht verfügbar ist. Wenn das Baby auch beim Füttern mit der Flasche sehr nah am Körper gehalten und darauf geachtet wird, dass es sein eigenes Trinktempo einhalten kann, ist eine ähnlich innige Beziehung möglich wie beim Stillen an der Brust. Achten Sie darauf, weiterhin ausreichend zu stillen, tatsächlich kann nur das Kind die Brust optimal entleeren und den Milchfluss langfristig aufrechterhalten. Wenn Sie Milch abpumpen möchten, beginnen Sie möglichst erst acht Wochen nach der Geburt damit. Auch wenn es bequem ist, Muttermilch aufzubewahren, machen Sie es nicht zur Regel.

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