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Ernährung

Fläschchennahrung – Für jedes Alter das Richtige

Egal, ob es gar nicht mit dem Stillen geklappt hat, Zufüttern angesagt ist oder das Abstillen bevorsteht: Die heutigen Muttermilchersatzprodukte versorgen die Kleinsten mit allen lebenswichtigen Nähr- und Vitalstoffen, und sie kommen dem „Original“ in vielerlei Hinsicht inzwischen schon sehr nahe. Da die Zusammensetzung und Etikettierung von Anfangs- oder Folgemilchprodukten genau geregelt ist, können Eltern zudem sicher sein, dass nur das Beste im Fläschchen steckt.

Muttermilchersatz – Was ist drin?

Die Palette an verfügbaren Muttermilchersatzprodukten ist heute groß. Aber keine Sorge: Überblickt man erst mal den generellen Aufbau – Anfangsnahrung für Säuglinge (auch Anfangsmilch 1 genannt oder mit der Silbe „Pre-“ gekennzeichnet), Folgemilch 2 für die Kleinen nach dem sechsten Monat sowie Folgemilch 3 ab dem zehnten Monat – wird es schon übersichtlicher. Außerdem ist dank der Forschung der industriell hergestellte Ersatz in seiner Zusammensetzung der Muttermilch heutzutage sehr ähnlich, wenn er auch nicht alle ihre Vorteile (etwa deren Beitrag zum Aufbau des kindlichen Immunsystems) nachahmen kann. Oberdrein unterliegt die Babynahrung zudem strengsten EU-weiten Regeln und Kontrollen. Da kann man also kaum was falsch machen.

Wichtige Ausgangsstoffe

Das in den Ersatzprodukten enthaltene Eiweiß (Protein) wird in aller Regel aus Kuh- oder Sojamilch gewonnen. Die lebenswichtigen ungesättigten Fettsäuren wiederum werden vor allem für die Anfangsmilch über eine Kombination aus Milch- und Pflanzenfetten sichergestellt. Für die Kohlenhydrate stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Es kann sich Milchzucker (Laktose) im Milchersatz als Energieträger wiederfinden, aber auch modifizierte Stärke sowie Malzzucker (Maltose), Haushaltszucker (Saccharose), Maltodextrin oder Traubenzucker in Form von Glukose-Sirup. Die letztgenannten Zuckerarten kommen dabei in der normalen Muttermilch so nicht vor, dürfen aber in den „1“-Milchen enthalten sein.

Von „Pro“ über „Pre“ bis „HA“

Baby trinkt, Fläschchen

Viele Hersteller von Muttermilchersatzprodukten haben heute darüber hinaus spezielle Angebote in ihrem Sortiment, die die gesunde Darmflora von Säuglingen fördern sollen. Für probiotische Produkte wird der Milchersatz mit lebenden Milchsäure- oder Bifidobakterien angereichert. Letztere sorgen für ein „saures“ Darmklima, das schädliche Bakterien und Krankheitserreger in Schach hält. Prebiotische Produkte enthalten verdauungszuträgliche Ballaststoffe, in der Regel Inulin oder sogenannte Galacto- bzw.Fructooligosaccharide (auf der Verpackung mit GOS bzw. FOS gekennzeichnet). Es herrscht aber nach wie vor geteilte Meinung in Expertenkreisen darüber, ob und inwieweit probiotische und prebiotische Zusätze tatsächlich für die Kleinsten sinnvoll sind.

Zu Allergievorsorge empfiehlt sich der Griff zur sogenannten HA-Milch, die sowohl als Anfangs- wie auch Folgemilch angeboten wird. Produkte, die mit der Silbe „HA“ deklariert sind, stehen für hypoallergene/hypoantigene Milch-Alternativen. In ihnen wird das Milch-Eiweiß in kleinere Moleküle aufgespalten, wodurch sich das Risiko für bestimmte Allergien verringern kann, weil der Körper es so eher toleriert. Für Babys mit einem erhöhten Allergierisiko (d. h. wenn Mama, Papa oder ein Geschwisterchen eine nachgewiesene Allergie haben) ist eine HA-Milch sinnvoll.

Das gehört nicht in Babys Flasche

Angesichts des hohen Forschungsstands und der Produktfülle können Eltern ruhig den vorgenannten Milchersätzen vertrauen und diese einsetzen. Nicht in Babys Flasche gehören im ersten Lebensjahr dagegen herkömmliche frische (Bio-) Kuhmilch oder ihre Varianten von Ziege, Schaf oder Stute. Einerseits können deren jeweilige Nährstoff-Verhältnisse von Eiweiß, Fette, Kohlenhydraten und Vitalstoffen zu Mangelerscheinungen beim Säugling führen. Andererseits sind die hygienischen Vorrausetzungen nicht optimal. Dies gilt auch für die pflanzlichen Produktalternativen wie Mandel-, Reis-, oder Getreidemilch.

Auch bei Sojanahrung gehört nur solche ins Fläschchen, die auch explizit als Babynahrung ausgewiesen ist. Sie sollte jedoch nur nach Absprache mit dem Kinderarzt bei bestimmten Krankheiten (Galaktosämie, angeborene Laktoseintoleranz) bzw. bei veganer Ernährung eingesetzt werden.

Heil- und Spezialnahrung

Nur für begrenzte Zeit gehört sogenannte Heil- oder Spezialnahrung in Babys Fläschchen, denn sie ist nur für „besondere Umstände“ gedacht. Sie wird heutzutage nach modernsten wissenschaftlichen Kenntnissen hergestellt. Meist kommt sie im Rahmen von Durchfall-Erkrankungen und/oder Ernährungsstörungen nach Absprache mit dem Kinderarzt zum Einsatz.

Experten-Tipp: "Signale des Babys beachten!"

Expertin, Fläschchen, Baby trinken

,,Die Menge, die ein Baby trinkt, ist individuell sehr unterschiedlich. Weniger aktive oder kleinere Babys brauchen weniger Flaschennahrung als aktive oder große Babys. Auch bei Babys, die eine Flaschennahrung bekommen, funktioniert das natürliche Hunger-Sättigungsgefühl meist sehr gut, das heißt, die Kinder trinken genau so viel, wie sie für ihr Wachstum und ihre Entwicklung brauchen. Anfangsnahrungen mit der Silbe „Pre“ oder der Ziffer „1“ können Sie daher – wie Muttermilch – nach Bedarf füttern.

Wichtig ist, dass Sie beim Füttern auf die Signale Ihres Babys achten und mögliche Reste Ihrem Baby nicht aufzwingen. Ist ein Kind zufrieden, aktiv und entwickelt sich hinsichtlich Gewicht und Größe parallel zu den entsprechenden Perzentilen (im Gelben Untersuchungsheft), ist die Milchmenge genau richtig."

Dr. oec. troph. Annett Hilbig, Ernährungswissenschaftlerin.

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