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Entwicklung

Wie Kinder lernen, sich selbst zu beruhigen

Tragen, Wiegen und Kuscheln – das sind die Bausteine, aus denen sich eine gesunde Selbstberuhigungskompetenz entwickelt. Dabei können Sie Ihr Kind vor allem unterstützen mit Trost, Geborgenheit und liebevoller Zuwendung. Wird die Zuwendung von den Bezugspersonen verlässlich durchgehalten, entsteht ein Urvertrauen beim Kind, das ihm emtionale Sicherheit verschafft.

Stress ist natürlich – Geborgenheit hilft

Selbstberuhigungskompetenz nennt man die Fähigkeit, bei innerer Anspannung und Stress selbstständig auf ein ausgeglichenes Niveau zurückzufinden. Babys müssen in den ersten Lebensmonaten eine ganze Reihe von Herausforderungen bewältigen. Sie müssen sich zum Beispiel in der neuen Umgebung zurechtfinden und einen Rhythmus für regelmäßige Schlaf- und Essenszeiten entwickeln. Jeden Tag prasseln dabei neue Reize auf Ihr Kind ein. Nur selten hat es die Chance, diesen aktiv auszuweichen. Stress ist die Folge. Ihr Baby kann sein Unwohlsein nur über Schreien mitteilen. Ein Mittel, mit dem sich Ihr Kind in vielen Fällen jetzt selbst beruhigen kann, ist der angeborene Saugreflex. Dieser hilft nicht nur bei der Nahrungsaufnahme, sondern trägt auch zur Beruhigung bei. Dessen Wirkung entsteht durch die Einschränkung der körperlichen Aktivität. Bereits im Mutterleib hat Ihr Kind seine Hand zum Mund geführt. Nach der Geburt bleibt dieser natürliche „Hand-zu- Mund-Reflex“ als Daumenlutschen erhalten.

Wenn Sie Trost spenden gibt es kein Zuviel

Häufig wird die Erregung, auch bedingt durch das Schreien, so groß, dass die elterliche Unterstützung unverzichtbar ist. Was Ihr Kind in diesen Momenten braucht, ist körperliche Nähe, Geborgenheit und Trost. Viele Babys mögen Streicheleinheiten, anderen hilft es, getragen und gewogen zu werden. Manchen Babys hilft es, ein vertrautes Gesicht zu sehen. Sie werden bemerken, wie schnell sich der kleine Körper entspannt. Wenn Sie Ihrem Kind Geborgenheit geben, gibt es kein Zuviel. Gerade in den ersten Lebensmonaten ist Ihre Unterstützung bei der Stressregulation von großer Bedeutung. Denn es gelingt den Kleinen oft noch nicht, sich aus eigener Kraft zu beruhigen.

Die Selbstberuhigungskompetenz

Vor allem in den ersten Lebensmonaten fällt es Babys schwer, sich selbst beruhigen. Als Eltern können Sie versuchen, potenzielle Stresssituationen zu erkennen und unnötige Überreizung zu vermeiden. Was außerdem hilft: Babys lieben Wiederholungen und feste Rituale. Der Übergang vom Wachsein zum Schlafen ist zum Beispiel für viele Kinder zu Beginn ihres Lebens eine große Hürde, die gemeistert werden will. Ein tägliches Einschlafritual schafft meistens Abhilfe. Auch feste Bezugspersonen geben dem Kind Sicherheit und helfen, einen stabilen inneren Rhythmus aufzubauen.

Die Selbstberuhigungskompetenz Ihres Kindes entwickelt sich stetig weiter. Mit jedem neuen Lebensmonat lernt Ihr Baby immer besser, sein Verhalten selbst zu beeinflussen. Die Eltern spielen bei der Entwicklung der Selbstberuhigungs- kompetenz eine große Rolle. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Bei Kindern, die regelmäßig getröstet und liebevoll durch Stress und Erregung begleitet werden, bilden sich bereits im kindlichen Gehirn Stressregulationsmechanismen aus. Das sind Automatismen, auf die Ihr Kind in Phasen von Unwohlsein unterbewusst zurückgreift und die ihm helfen, sich bei Erregung und Stress auch ohne Hilfe von außen zu regulieren. Bereits ein zweijähriges Kind kann eine Selbstberuhigungskompetenz entwickeln, dank der es sich in leichteren Stresssituationen selber beruhigen kann. Auf diese wertvollen Mechanismen kann Ihr Kind auch im weiteren Verlauf seines Lebens aufbauen. Sie helfen ihm zum Beispiel später, Situationen im Kindergarten oder der Grundschule selbstständig emotional zu bewältigen. Auf dieser Basis bildet sich langfristig eine gefestigte Persönlichkeit.

Zuwendung und Geborgenheit stärken das Urvertrauen

Phasen, in denen ein Kind besonders unruhig ist, sind normal. Und natürlich können viele Probleme gleichzeitig oder aufeinanderfolgend auftreten. Die wichtigste Regel, auch wenn die Quengelei noch so groß ist: Bleiben Sie gelassen. Es ist ganz normal, dass Sie nicht immer den Grund für den Stress Ihres Kindes erkennen können.

Umso entscheidender sind Ihre Liebe, Zuwendung und Wärme. Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine und machen Sie sich bewusst, wie wertvoll die Momente der Nähe und des Trostes für die Eltern-Kind-Beziehung sind. Es kommt nicht immer darauf an, dass Sie erkennen, was Ihrem Kind Stress bereitet. Es ist nur wichtig, dass Sie darauf eingehen. Ihr Kind lernt: Seine Bedürfnisse werden ernst genommen. Diese Erfahrung stärkt das Urvertrauen und gibt Ihrem Kind das Gefühl von Sicher- und Geborgenheit. Das Zusammen- spiel aus gestärktem Urvertrauen und einer ausgeprägten Selbstberuhigungskompetenz bildet ein Fundament, auf dem Ihr Kind in seinem weiteren Leben einen festen, sicheren Stand hat.

Selbstberuhigungskompetenz – was Babys hilft

Freiheit für die Hände:
Der „Hand-zu-Mund-Reflex“ ist ein angeborenes Verhaltensmuster zur Selbstberuhigung. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Kind auf dieses Verhalten zurückgreifen kann. Achten Sie darauf, dass die Hände nicht abgedeckt sind und legen Sie Ihren Schatz so hin, dass er die Hände vor das Gesicht halten kann.

Achten Sie auf die Zeichen:
Als Eltern werden Sie schnell lernen, Ihr Kind zu verstehen. Meldet sich Ihr Kind lautstark, werden Sie in vielen Fällen wissen, was es in Unruhe versetzt. Mit der Zeit lernen Sie zudem, Babys Signale zu deuten. Viele Kinder zeigen, zum Beispiel durch Abwenden des Blickes, wenn Sie eine Pause brauchen.

Innere Stabilität:
Seien Sie sich immer bewusst, dass Ihr Kind nicht grundlos weint. Im Gegenteil: Ihr Kind vollbringt eine enorme Anpassungsleistung und braucht Ihre Unterstützung. Schaffen Sie eine Atmosphäre,
in der Ihr Kind Geborgenheit empfinden kann. Vermeiden Sie unnötige Reize und führen Sie sinnvolle Rituale ein. Diese helfen, eine innere Stabilität aufzubauen.

Nicht kränken lassen:
Als Eltern dürfen Sie das Schreien und die Quengeleien nie persönlich nehmen. Oft stecken nur zu viele Reize und die noch fehlende Kompetenz, sich selbst zu beruhigen, dahinter. Wenn Sie dennoch unsicher sind, sich überlastet fühlen oder den Verdacht haben, Ihr Kind hat Schwierigkeiten, sich zu beruhigen, sprechen Sie Ihren Kinderarzt an.

Lesetipp

  • Das glücklichste Baby der Welt, so beruhigt sich Ihr schreiendes Kind – so schläft es besser. Dr. Harvey Karp, Goldmann Verlag.
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