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Ernährung

Richtig kauen lernen – Festere Kost Schritt für Schritt einführen

Das Kauen will gelernt sein und ist unerlässlich für die Entwicklung des Kindes. Doch viele Eltern haben Sorge, dass sich ihr Nachwuchs verschlucken könnte. Mit dem richtigen Essen machen die Kleinen die ersten Geschmackserfahrungen und erleben eine neue „bissige“ Welt.

Während das Saugen ein angeborener Reflex ist, muss das richtige Kauen erst erlernt werden. In den ersten Monaten kann der Säugling gar nicht anders, als flüssige Nahrung, also Milch zu sich zu nehmen. Seine kleine Zunge würde festere Nahrung instinktiv zurückstoßen. Ab dem vierten, fünften Monat passiert aber ein Entwicklungsschub. Die Babys entdecken langsam, dass sie nicht nur saugen können, sondern auch lutschen, etwas im Mund behalten und kauen können.

Die ersten Zähnchen kommen

Es gibt einige sichere Hinweise dafür, dass die ersten Zähnchen kurz vor dem Durchbruch sind. Die Kleinen reagieren häufig gereizt, haben manchmal rote Backen, nehmen alles in den Mund, was sie in die Finger bekommen und sabbern dabei vermehrt. Die Kleinen spüren instinktiv, was ihnen guttut: Kauen, kauen, kauen! Um den sechsten Lebensmonat herum ist bei den meisten dann das erste Zähnchen durch.

Gleichzeitig erlernen die Babys weitere Bewegungsabläufe mit ihrer Zunge, sodass das Kauen immer sicherer wird. Die Jüngsten merken, dass sich die Nahrungsmittel im Mund verändern und geschluckt werden können. Diese Erfahrungen machen den Kleinen sichtlich Spaß. Dank dieser neuen Fähigkeiten wird die Muskulatur im mittleren Gesichtsbereich, der Lippen sowie des Rachens trainiert und gestärkt. Das wiederum ist eine wichtige Voraussetzung für das spätere Sprechenlernen. Durch das Kauen werden Wachstumszonen im Gesicht aktiviert, der Kiefer wird weiter und die richtige Lage der Zunge am Gaumen sorgt dafür, dass die Zähne Platz haben.

Kinder, die zu lange Breie oder sehr weiche Lebensmittel bekommen, werden zum Kauen nicht animiert und lehnen häufig Vollkornbrot, Gemüse und Obst ab. Sie sind „kaufaul“.

Fördern ohne zu übertreiben

Kauen lernen

Wenn es im Babymund drückt und zwickt, hat sich ein Beißring bewährt. Das verschafft den quengelnden Babys Linderung, der Kiefer wird massiert und die Kleinen werden so spielerisch zum Kauen und Schlucken angeregt. Gleichzeitig beginnt zu diesem Zeitpunkt die schrittweise Einführung der ersten Breimahlzeit. Viel Neues gilt es jetzt zu lernen und zu entdecken.

Frühestens ab dem fünften Monat, jedoch spätestens bis zum siebten Lebensmonat wird ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei nach und nach eingeführt, der eine Milchmahlzeit am Mittag ersetzen wird. Zunächst beginnt man mit einer Gemüseart, zum Beispiel Karotten. Die Babys müssen nun das Essen mit dem Löffel lernen. Wenn das nicht sofort klappt, nicht verzweifeln. Die Kleinen müssen sich zunächst an die neue Konsistenz, an den neuen Geschmack, aber auch an Form und Material des Löffels beim Füttern gewöhnen. Jetzt ist Zeit und viel Geduld gefragt! Für manche Kinder ist der Einstieg übers „Fingerfood“ wie beispielsweise Kekse und Waffeln leichter: So lernen sie, selbst Speisen in den Mund zu nehmen, zu kauen und zu schlucken. Dann ist es von kleinen Stücken im Brei nicht mehr so überrascht.

Nachdem die ersten Hürden der Löffelfütterung geschafft sind und mittags eine Milchmahlzeit durch den Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei ersetzt ist, kommt ab dem sechsten Monat der Milch-Getreide-Brei am Abend hinzu. Für die bessere Verträglichkeit ist es wichtig, dass zunächst die Breie nur mit einer Getreidesorte zubereitet werden. An den verbleibenden Mahlzeiten bekommen die Jüngsten weiterhin Muttermilch oder die gewohnte Flaschennahrung.

Mittlerweile beherrscht ihr Baby das Essen mit dem Löffel, sodass ab dem siebten Lebensmonat der Getreide-Obst-Brei am Nachmittag eingeführt werden kann. Neu an dieser Umstellung ist, dass dieser Brei ohne Milch zubereitet werden sollte. Jede neue Breimahlzeit hat eine spezielle Lebensmittel- und Nährstoffmixtur, die den wachsenden Bedürfnissen der Kleinen angepasst sind.

Um den Zeitpunkt des ersten Geburtstags sitzen die Kleinen mit am Familientisch und möchten essen wie die Großen. Fein pürierte Breie sind nicht mehr nötig, vielmehr kann jetzt schon Stückiges und auch Brot, möglichst aus fein gemahlenen Vollkornmehlen, gegessen werden. Aus den vier Milch- und Breimahlzeiten täglich werden nun drei Hauptmahlzeiten und zwei kleine Zwischenmahlzeiten.

Nicht alle Lebensmittel sind geeignet

Kind beisst in Apfel

Wenn die Kinder etwa ein Dreivierteljahr alt sind, beobachten sie neugierig, was die Großen essen und greifen danach. Damit alles gut vertragen wird und wegen der Gefahr des Erstickens sind jedoch nicht alle Lebensmittel zum Ausprobieren geeignet. So sind beispielsweise kleine harte Karottenstücke oder ungeschälte Apfelstücke ungeeignet. Ebenso gehören alle glatten, runden und harten Lebensmittel wie Nüsse, Oliven oder Trauben nicht in Kinderhände.

Gut geeignet sind dagegen alle Lebensmittel, die die Kleinen mit ihrem Speichel einweichen können. Dazu zählen Brotwürfel, Vollkornzwieback und Dinkelstangen sowie weiches Gemüse und Obst. Gerne werden reife und weiche Bananenstückchen, Birnen oder Pfirsiche verzehrt.

Mit der Einführung fester Nahrung benötigen die Kinder mehr Flüssigkeit. Deshalb zu jeder Mahlzeit und zwischendurch am besten Wasser oder ungesüßten Tee anbieten.

Kleiner Fahrplan zum Kauen lernen

  • Frühestens ab dem 5. Lebensmonat die erste Beikost einführen. Breie sehr fein pürieren mit glatter Konsistenz, der Milch also sehr ähnlich. So fällt der Übergang leichter.
  • Ab dem 6. Lebensmonat gibt es abends einen Milch-Getreide-Brei aus weichen Vollkornflocken, Obstsaft oder Obstpüree.
  • Ab dem 7. Lebensmonat wird am Nachmittag ein milchfreier Getreide-Obst-Brei gefüttert. Alle Breie können jetzt kleine weiche Stückchen, wie gegartes Obst und Gemüse, Kartoffelwürfel oder Buchstabennudeln enthalten.
  • Ab dem 12. Lebensmonat muss nichts mehr fein püriert werden. Auf dem Teller finden sich stückiges oder klein geschnittenes gegartes Gemüse, weiches Obst, Kartoffeln, feine Vollkornprodukte und geringe Mengen Fleisch und Fisch. Mit einer Gabel können größere Stücke zerdrückt werden. Lebensmittel mit verschiedener Konsistenz und Bissfestigkeit können angeboten werden.
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