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"Händeschütteln möglichst vermeiden"

Die Zeit der Infekte naht jedes Jahr aufs Neue. Und nur allzu schnell drohen dann Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Doch eine Ansteckung lässt sich vermeiden, wenn man mit der richtigen Ernährung, mit Sport und unter Umständen auch einer Grippeschutzimpfung vorbeugt.

Prof. Ulf Dittmer, Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Essen, verrät im Interview, wie man sich schützen kann.

Was empfehlen Sie im Herbst zur Stärkung des Immunsystems?

Ich rate in erster Linie zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Ausreichend frisches Obst und Gemüse sind hier besonders wichtig. Wer sich ausgewogen ernährt, braucht keine zusätzlichen Vitaminpräparate einzunehmen. Was viele nicht wissen: Auch regelmäßiger Sport stärkt das Immunsystem. Stress hingegen sollte man nach Möglichkeit vermeiden, denn der schwächt das Immunsystem erheblich. 

Gibt es bestimmte Lebensmittel, die uns vor einem Infekt bewahren können?

Wirklich schützen können uns Lebensmittel nicht vor einer Infektion. Eine ausgewogene Ernährung kann aber die Infektabwehr durchaus verbessern und die Körperzellen widerstandsfähiger gegen solche Infektionen machen.

Was genau passiert im Körper bei einem Infekt?

Die Immunzellen – aber auch andere Körperzellen – sind geschwächt, wenn sie nicht optimal mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt werden. Andere Faktoren, wie fehlende körperliche Fitness oder Stress, schwächen die Zellen noch zusätzlich. Die Folge: Die Immunzellen können die Viren schlechter bekämpfen. Und auch andere Körperzellen werden leichter infiziert.

Welche Vitamine taugen zur Infektabwehr?

Die wichtigsten Vitamine zur Stärkung der Infektabwehr sind Vitamin A, C und D3. Vitamin C ist vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Vitamin A kommt in Meeresfrüchten, Fisch und Milchprodukten vor. Vorsicht: Man sollte den Körper mit diesem Vitamin auch nicht überversorgen! Die Vorform Provitamin A findet sich in Gemüse. Vitamin D3 kann nur bedingt über die Nahrung aufgenommen werden. Es kommt nur in Fettfisch und Eiern vor. Zur Bildung des Vitamins ist UV-Strahlung notwendig. Fehlende Sonnenbestrahlung kann zu Vitamin-D3-Mangel führen. 

Wie kann man sich noch vor einem grippalen Infekt schützen?

Weniger Händeschütteln und häufigeres Händewaschen ist der beste Schutz gegen Virusinfektionen. Und andere Menschen schützt man, indem man selber zum Beispiel nicht in die Hand hustet oder niest, sondern stets in die Armbeuge. Die Gefahr einer Ansteckung ist natürlich dort, wo viele Menschen zusammenkommen wie etwa im Bus oder in der U-Bahn, immer deutlich erhört.


Was tun, wenn uns doch ein Infekt erwischt hat?

Bei einem grippalen Infekt helfen nur ein paar Tage Ruhe, um die Infektion richtig auszukurieren. Symptome, wie etwa eine verstopfte Nase und Kopfschmerzen, können mit Medikamenten – bei Kopfschmerzen beispielsweise mit Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin – behandelt werden. Wichtig: Wenn ein grippaler Infekt mit Fieber einhergeht, sollte man auf keinen Fall Sport treiben. Denn es drohen gravierende Spätfolgen wie zum Beispiel eine Herzmuskelschwäche.

Bei einer richtigen Grippe, einer sogenannten Influenza-Infektion mit schwerem Krankheitsgefühl, starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohem Fieber, können vom Arzt antivirale Medikamente verschrieben werden. Diese müssen allerdings sofort nach Beginn der Symptome eingenommen werden, da sie später nicht mehr wirksam sind.

Welches sind die besten Hausmittel?

Das beste Hausmittel ist viel Ruhe! Darüber hinaus sind Erkältungstees wohltuend, sie unterstützen den Heilungsprozess. Außerdem trägt Vitamin C zur schnelleren Genesung bei. Wer Nasensprays verwendet, um wieder frei atmen zu können, sollte diese Mittel nicht zu lange benutzen. Sie trocknen die Schleimhäute zusätzlich aus und fördern neue Infektionen.


Thema Grippe: Empfehlen Sie eine Grippeschutzimpfung?

Für bestimmte Risikogruppen auf jeden Fall. So sollten sich Menschen über 60 Jahre unbedingt gegen die echte Grippe, die von Influenzaviren hervorgerufen wird, impfen lassen. Dasselbe gilt für Personen, die unter Atemwegserkrankungen leiden, sowie für Personen, die mit den zuvor genannten Personengruppen beruflich zu tun haben. Sonst besteht bei einer Infektion unter Umständen Lebensgefahr.

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