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Plastikfrei leben

Plastikfrei leben: Die besten Tipps für weniger Plastik im Alltag

Kannst du dir eine Welt ohne Plastik vorstellen? Nur schwer, finden wir. Vom Filzstift über PET-Flaschen bis zum Medikamentenblister – Kunststoff ist eigentlich nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Plastik ist somit Segen und Fluch zugleich. Jährlich werden rund 400 Millionen Tonnen Plastik produziert – allzu viel davon landet später in der Umwelt, wo es sich nur langsam abbaut.

Dabei lässt sich Plastik eigentlich gut recyceln. Außerdem gibt es mittlerweile auch immer mehr Plastik-Alternativen.

Wir möchten Kunststoff deshalb nicht verteufeln, vielmehr geht es um eine bessere Balance. Was wir brauchen, ist ein bewussterer Umgang mit dem Material. Das heißt konkret: Recyceln, Rezyklate und unnötigen Plastikmüll vermeiden. Dazu kann jede:r Einzelne von uns einen Beitrag leisten. Lasst uns daher prüfen, an welchen Punkten im Alltag wir auf Plastik verzichten könnten.

Erfahre hier mehr über folgende Themen:

Plastikfrei leben – der Anfang ist leicht gemacht 

Wirklich plastikfrei zu leben, ist eine Herausforderung, der sich viele kaum gewachsen fühlen. Plastik zu reduzieren, ist jedoch gar nicht so schwer. Daher empfehlen wir, einfach an einer für dich gut umzusetzenden Stelle anzufangen.

Das kann der Thermobecher sein, den du anstelle des Wegwerf-Kaffeebechers benutzt, oder die Bambuszahnbürste statt der Plastikvariante. Beim Einkaufen fällt auf, wie viel Plastik sich allein durch Verpackungen ruckzuck im Korb ansammelt. Alternativen gibt es fast immer. Im Folgenden stellen wir dir einige Optionen vor, wie du mit weniger Plastik auskommen kannst.

Dabei kannst du individuell entscheiden, welche sich für dich am besten eignet und wieviel Plastikgebrauch du insgesamt reduzieren kannst. Lass dir bei der Umstellung genügend Zeit, damit du dich mit den Veränderungen wohl fühlst und sie dann langfristig beibehältst.

Plastik vermeiden beim Einkauf – was kommt zu dir ins Haus?


Seit geraumer Zeit machen Unverpackt-Läden auf sich aufmerksam. Nahezu alle Lebensmittel werden in Flaschen oder wiederverwendbare Behälter abgefüllt, sodass Plastikverpackungen fast komplett entfallen. Auch auf Wochenmärkten gibt es Obst und Gemüse ohne Plastikschalen und dergleichen. Wer Beutel mitbringt, spart jede Menge Verpackung.

Aber auch in Supermärkten kannst du darauf achten, möglichst nachhaltig einzukaufen:
  • Obst und Gemüse entweder lose oder in Netzen aus Naturfasern kaufen
  • Mehrweg-Glasflaschen und -Behältnisse bevorzugen
  • Feste Seifen und Shampoos anstatt flüssiger Pflegeprodukte in Plastikflaschen
  • Nachfüllpacks für vorhandene Behälter kaufen
  • Für den Transport Netze, Stoffbeutel oder Kisten verwenden

Und wenn es doch einmal Plastikverpackungen sein müssen, dann achte auf recyceltes Material. Denn dafür wurde zumindest kein neuer Kunststoff produziert. Das fördert die Kreislaufwirtschaft und bremst die Neuproduktion von Plastik.

Obst & Gemüse Plastikfrei

Plastikmüll reduzieren im Bad – so lässt sich hier der Plastikabfall reduzieren

Badezimmer sind meist ein „Plastik-Paradies“, da Kosmetik- und Pflegeartikel üblicherweise in Plastikbehältnissen erhältlich sind. Schau mal mit kritischem Blick und mach eine Bestandsaufnahme. Vermutlich wirst du erstaunt sein, wie viel Kunststoffverpackungen du hier findest. Doch damit kann jetzt Schluss sein. Bei allen Produkten, die du nachkaufst, kannst du ab sofort auf weniger Verpackung und damit weniger Plastikmüll achten:

Zahnbürsten aus Bambus, Zahnputz-Tabs oder Zahnputzpulver im Glas statt Zahnpasta, plastikfreie Zahnseide und Zahnputzbecher aus Glas, Keramik oder Holz
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2 .99
 
Online momentan nicht verfügbar
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Nur in der Filiale verfügbar

Bei Pflege- und Kosmetikartikeln achten immer mehr Menschen darauf, mikroplastikfreie Produkte zu kaufen. ROSSMANN hat dafür das Siegel „Rezeptur OHNE Mikroplastik“ ausgelobt.

Weniger Plastik in der Küche – und im Essen

Mit dem gleichen prüfenden Blick kannst du auch durch deine Küche gehen. Wo ist überall Plastik, worauf du an dieser Stelle verzichten könntest oder wofür es nachhaltigere Alternativen gibt? Gesunder Nebeneffekt: Weniger Plastik in der Küche heißt auch, dass es weniger Plastikspuren in deinem Essen hinterlässt und damit weniger davon in deinen Körper gelangt. Hier sind einige Tipps, wie es funktionieren könnte:

  • Leitungswasser statt Wasser in Plastikflaschen 
  • Getränke in Glasflaschen statt in Plastik- bzw. PET-Flaschen
  • Frisch gemahlener Fairtrade-Kaffee statt Kapseln oder Discs
  • Schraubgläser, Edelstahldosen (auch Brotdosen) und Körbe zur Aufbewahrung von Lebensmitteln verwenden statt Plastikbehälter (sieht auch dekorativer aus!)
  • Bienenwachspapier statt Frischhaltefolie (mehr Informationen zu Bienenwachs im Alltag)
  • Kleine Portionspackungen vermeiden (Kaffeesahne, Frischkäse etc.), besser zu wiederverschließbaren Verpackungen greifen
  • Kompostierbare Biomülltüten statt herkömmlicher Plastiktüten
  • Spülmittel zum Nachfüllen statt in Plastikflaschen
  • Schneidbretter aus Holz 
  • Gusseiserne Pfannen statt Teflon – natürlich mit Holzgriff
  • Hochwertige Küchengeräte mit möglichst wenig Plastik – vom Standmixer bis zur Kaffeemaschine
  • Kochlöffel, Schneebesen, Pfannenwender und Co. – für all diese Kochgeschirre gibt es plastikfreie Alternativen aus Edelstahl oder Holz 
  • Schüsseln und Butterdose aus Glas
  • Strohhalme aus Papier, Glas oder Edelstahl
Plastikfrei leben mit Aufbewahrungboxen

Plastikbehälter zur Aufbewahrung

Sofern sie noch funktionieren, brauchst du vorhandene Plastik-Schüsseln und -Küchengeräte aber keinesfalls wegwerfen.

Am umweltfreundlichsten ist nicht etwa ein Neukauf, sondern eine möglichst lange Verwendung, da sie bereits hergestellt sind. Erst beim Neukauf ist es sinnvoll, auf nachhaltiges Material zu achten. Das ist oft etwas teurer in der Anschaffung, aber meist auch langlebiger als billige Plastikprodukte – langfristig gesehen in den meisten Fällen eine schlaue Investition.

Plastikfrei als Lebenseinstellung

Du erkennst sicher das Prinzip: Plastik ersetzen durch Holz oder andere nachhaltige Materialien, Wegwerf-Plastikprodukte vermeiden und unnötigen Verpackungsmüll reduzieren. Ohne Plastik ist unsere Welt kaum vorstellbar. Doch an den Beispielen siehst du auch, dass Plastik in vielen Fällen durch nachhaltigere Materialien ersetzt werden kann.

Übrigens: Kaum jemand krempelt über Nacht sein Leben komplett um und lebt von jetzt auf gleich plastikfrei. Aber wer seinen Blick dafür schärft, wird anfangen, anders einzukaufen. Es geht darum, unser Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und uns auf den Weg zu machen, eine Veränderung anzustoßen. Eine „plastikfreie“ Welt erscheint als ein noch weit entferntes Ziel – eine Welt, in der verantwortungsbewusst mit Plastik umgegangen wird, ist jedoch in greifbarer Nähe. Kleine Veränderungen der täglichen Gewohnheiten bewirken dafür eine Menge, denn über die Jahre summiert sich viel auf – auch das Positive. Je mehr von uns mitmachen, desto besser!

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