Badezusätze: die besten Hausmittel bei trockener Haut

Milch, Honig oder Salz in der Badewanne? Unbedingt! Welcher Badezusatz das Hautbild beim Baden straffen kann und sensible Haut im Winter besonders geschmeidig pflegt.

Die wohltuende Wärme beim Baden hilft gegen Kälte, Verspannungen und schmerzende Muskeln. Doch es muss nicht immer das Schaumbad sein. Denn das kann unsere Haut im Winter sogar austrocknen! Vor allem in der kalten Jahreszeit benötigt unsere Haut besonders viel Aufmerksamkeit und eine Extraportion Pflege. Kälte und Heizungsluft machen sie spröde, trocken und rissig. Spannungen, Rötungen und kleine Fältchen werden dadurch begünstigt. Ein warmes Vollbad kann dem mit den richtigen Zutaten entgegenwirken. Diese Badezusätze können nicht nur Verspannungen lindern, sondern regelmäßig angewendet auch trockener Haut vorbeugen und sogar wie ein Verjüngungsbad wirken.
 

meersalz – das volle beauty-programm

Salz hat eine beruhigende Wirkung und wird deswegen schon lange zur Behandlung von Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte verwendet. Doch besonders Meersalz entwickelt als Badezusatz in Verbindung mit dem warmen Badewasser noch ganz andere Talente. Deswegen sind die Solebäder gerade in Wellnesstempeln und Thermen so beliebt: Salz im Badewasser kurbelt die Durchblutung an und – wer hätte das gedacht – es bindet die Feuchtigkeit in der Haut. Beim Salz-Baden lagert sich das Salz in der äußeren Hautschicht ein. Dadurch bleibt ihre natürliche Schutzschicht erhalten und dem Austrocknen wird vorgebeugt. Gleichzeitig lösen die kleinen Salzpartikel abgestorbene Schüppchen. Sie reinigen und klären das Hautbild. Für ein Solebad daheim eignet sich Totes Meer Badesalz am besten: Es ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Kalzium oder Jod. Schöner Nebeneffekt: Auch die Atemwege können von den freigesetzten Mineralien im Wasserdampf profitieren. Also tief Luft holen!
 

milch – für ein straffes, glattes hautbild

Warum die schöne Cleopatra auf Milch und Honig als Badezusatz schwor? Wahrscheinlich nicht, weil sie sich der biologischen Zusammensetzung und deren Wirkung bewusst war, sondern weil das Ergebnis spürbar gut war: samtweiche zarte Haut, die gut durchfeuchtet und prall ist. Denn die pflegenden Nährstoffe der Milch schützen die trockene Haut vor dem weiteren Austrocknen. Das enthaltene Milchfett wirkt rückfettend und beugt so vorzeitiger Faltenbildung vor. Die in der Milch enthaltenen Vitamine können vor freien Radikalen schützen und machen die Haut resistenter gegen Umwelteinflüsse. Deswegen profitieren gerade Menschen mit empfindlicher Haut von ihren pflegenden Eigenschaften. Der beste Pflegepartner unter den Badezusätzen? Natürlich der Honig – wusste schon Cleopatra!
 

honig – beruhigende pflege

Honig ist nicht nur lecker, sondern auch ein echtes Pflegetalent – als Maske, als Kur für die Haare und genauso in der Badewanne: Denn Honig kann ebenfalls die Feuchtigkeit binden, trockene Haut pflegen und so zur Hautstraffung beitragen. Der süße Bienensaft ist außerdem reich an Vitaminen, Enzymen und Aminosäuren. Nicht umsonst wurde er von den Ägyptern „Speise der Götter“ genannt: auch die alten Römer verwendeten ihn schon, um raue Haut zu glätten und sie zu beruhigen. Die Haut fühlt sich nach einem milden Honigbad gut durchblutet und besonders zart an an. Der angenehm süße Duft, den Honig beim Baden verströmt, ist Seelenschmeichler on top. Pure Entspannung für Körper und Kopf! 
 

pflanzenöl – schutz von außen

Die Lipide pflanzlicher Öle sind den hauteigenen sehr ähnlich. Sie ziehen – im Gegensatz zu mineralischen Ölen – in die Hautbarriere ein und unterstützen ihre Funktion nachhaltig. Gerade im Winter profitiert die Haut von den rückfettenden Badezusätzen: Sie können verhindern, dass das warme Wasser die natürlich schützende Fettschicht auflöst. Pflanzliche Öle enthalten Radikalfänger, die die Zellen schützen und ihre Erneuerung unterstützen können. Olivenöl wird z.B.  schon seit Jahrtausenden zur Hautpflege verwendet: Es unterstützt die gesunde Zellfunktion, seine wertvollen Inhaltsstoffe helfen bei rissiger und trockener Haut. Die reichhaltige Textur des Olivenöls mit seinen enthaltenen Vitaminen schützt die Haut vor äußeren Einflüssen. Als Badezusatz eignen sich neben dem Olivenöl auch besonders gut Sonnenblumenöl, Mandelöl und Jojobaöl.
 

ätherische öle – ein aroma für jede (ver)stimmung

Ätherische Öle wirken im Gegensatz zu den pflanzlichen Ölen vor allem über ihren Duft auf Körper, Geist und Seele. Die hochkonzentrierten Pflanzenstoffe werden von Ärzten und Heilpraktikern für die Aromatherapie genutzt. Sie finden aber auch niedrig dosiert als wohltuender Badezusatz in der heimischen Badewanne unterschiedlichste Anwendungen: z.B. zum Entspannen und Lösen von Verspannungen der Muskulatur oder gegen Nervosität, Stress und Schlafstörungen. Bei Muskelverspannungen sollen z.B. Lavendelöl, Arnika und Rosmarin wohltuend wirken. Auf der anderen Seite gibt es ätherische Öle, die vitalisierend und anregend wirken. Zitronenöl soll sogar die Konzentrationsfähigkeit steigern können. Wichtig aber zu wissen: Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich und benötigen als Badezusatz immer einen Emulgator wie Mandel- oder Kokosöl, Milch, Buttermilch oder Honig. Das Praktische: Welcher Badezusatz am besten zu deinen Bedürfnissen passt, kannst du nicht nur selbst entscheiden, sondern theoretisch sogar täglich deiner Stimmung anpassen. 
 

wannenwissen: tipps und fakten rund ums baden

  • 37 Grad ist die ideale Badetemperatur. Zu heißes Wasser würde die Haut austrocknen.
  • 5 Minuten sollte man sich für ein Bad mindestens nehmen. Nur so kann der Körper die Wärme und die Wirkstoffe des Badezusatzes annehmen. Auch die Muskulatur benötigt diese Zeit zur Entspannung. Höchstens aber 20 Minuten – sonst werden Herz und Kreislauf zu stark belastet.
  • Nach dem Bad nicht mit dem Handtuch trocken rubbeln, sondern nur sanft trocken tupfen. Das Reiben würde den schützenden und pflegenden Effekt der Badezusätze wieder mindern    
  • Dermatologen empfehlen nicht öfter als zweimal die Woche in die Wanne zu steigen. 

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