Saisonkalender

Saisonkalender: gesunde Ernährung zu jeder Jahreszeit

Erdbeeren im September, Spargel im März und das ganze Jahr über Tomaten – vor ein paar Jahrzehnten war eine solche Vielfalt noch undenkbar. Unsere Großeltern sind noch damit aufgewachsen, dass jede Obst-, Gemüse- und Salatsorte ihre Zeit hat. Ernährungsexperten versuchen heute wieder daran anzuknüpfen und raten Verbrauchern, möglichst Obst und Gemüse zu essen, das regional angebaut wird und zur Hauptsaison verfügbar ist. Das hat viele Vorteile. Doch leider ist in vielen Familien das Wissen darüber, wann was reif ist und wo es am besten wächst, verlorengegangen. Ebenso Kenntnisse über die richtige Lagerung. Ein Obst- und Gemüsekalender hilft dir, die Vielfalt an Obst und Gemüse im Wechsel der Jahreszeiten neu zu entdecken – und zu genießen.
 

saisonkalender: welche vorteile hat er?

Ein Saisonkalender vermittelt dir einen Überblick darüber, wann welches Obst und Gemüse Saison hat und auch ohne Gewächshaus etc. angebaut werden kann – und damit am besten schmeckt. Außerdem informiert er dich darüber, was auf heimischem Boden wächst. Mit dem Kauf regionaler Produkte leistest du einen Beitrag zu mehr Umweltfreundlichkeit: Früchte, Salat und Gemüse aus regionalem Anbau stehen für kurze Transportwege, geringeren Wasserverbrauch und niedrige CO2-Emissionen. Außerdem ist ihr Reifegrad bei der Ernte höher als bei importierten Lebensmitteln, und sie schmecken dadurch meist auch aromatischer

saisonkalender gemüse: diese saisonzeiten gelten für kartoffeln, kohl und co.

Die größte Auswahl an heimischem Gemüse bietet die Zeit von Juni bis Oktober. Doch auch im Winter gibt es einige Sorten. Schön für mich hat eine Liste mit Beispielen zusammengestellt. Erfahre, welches Gemüse von Januar bis Dezember im Freien wächst

Saisonkalender Gemüse
 
  • Frühling: März ist ein guter Monat für Porree; im April kommen Spargel, Spinat und Frühlingszwiebeln dazu. Ab Mai wachsen auf dem freien Feld Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen und Kohlrabi. 
  • Sommer: Ab Juni ist es Zeit für grüne Bohnen, Chinakohl, Fenchel und Kartoffeln, während im Juli Gurken, Möhren, Rotkohl, Sellerie, Wirsing, Spitzkohl, Weißkohl sowie Zucchini und Zwiebeln erntefrisch sind. Im August kommen Zuckermais und Steckrüben hinzu. Der September bringt den ersten Kürbis sowie Pastinaken und Schwarzwurzeln.
  • Herbst: Ab Oktober gibt es Grünkohl und Rosenkohl. Der November hat nichts Neues zu bieten, bringt aber immerhin noch Rotkohl, Zwiebeln, Kürbis, Spinat, Grünkohl und Kartoffeln hervor.
  • Winter: Im Dezember zählen zu den Freilandprodukten nur noch Grünkohl, Porree und Rosenkohl. Das bleibt so bis einschließlich Februar.

saisonkalender obst: diese saisonzeiten gelten für heimische früchte 

Erntefrisches Obst gehört zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung einfach dazu. Erfahre hier, wann die beste Zeit für regionale Produkte wie Äpfel, Birnen und Beeren außerhalb von Gewächshäusern ist. 

Saisonkalender Obst
 
  • Frühling: Die Obstsaison startet im April mit Rhabarber, im Mai kann es schon erste Erdbeeren geben. 
  • Sommer: Der Juni macht Lust auf Obstsalat aus Erdbeeren, Johannisbeeren und ersten Kirschen. Ab Juli kannst du dich zusätzlich auf Aprikosen, Himbeeren, erste Blaubeeren, Pfirsiche und Mirabellen freuen. Im August sind erste Äpfel, Birnen, Trauben und Pflaumen reif. Der September beschert zusätzlich Brombeeren und Stachelbeeren.
  • Herbst: Ab Oktober gesellen sich zu den Äpfeln, Trauben und Brombeeren noch Quitten. Letztere halten sich bis in den November. Dann geht es mit dem Obst erst wieder im Frühjahr los.
  • Wer auf Obst im Winter nicht verzichten möchte, muss dann auf importierte Früchte zurückgreifen oder es einfrieren. Die meisten Früchte sind mehr als ein halbes Jahr haltbar, wenn man einwandfreies Obst nimmt und dieses in gut verschließbaren Dosen oder Gefrierbeuteln einfriert.

saisonkalender salat: diese saisonzeiten gelten für regionalen salat

Knackigen und frischen Salat aus regionalem Anbau bekommst du fast das ganze Jahr über. Erfahre bei Schön für mich, welche Sorten zu welcher Jahreszeit zu haben sind. 

Saisonkalender Salat
 
  • Frühling: Im März und April wachsen Kopfsalat, Feldsalat und Rucola sowie Asia-Salat, Salatgurken und Radieschen immerhin im ungeheizten Gewächshaus. Ab Mai gedeihen sie auch unter freiem Himmel. Hinzu kommen dann noch Radicchio und Romana-Salat. 
  • Sommer: Ab Juni gibt es feldfrischen Eichblatt-, Eisberg- und Endiviensalat. Im Juli können die ersten einheimischen Tomaten geerntet werden.
  • Herbst: Im Oktober wachsen die meisten Salatsorten noch draußen, ebenso wie im November.
  • Winter: Im Dezember besteht immerhin noch die Chance auf einheimischen Feldsalat – wenn auch aus dem unbeheizten Gewächshaus. Im Januar und Februar bekommt er schon wieder Gesellschaft vom Rucola. 

Lagerware: so kannst du obst und gemüse länger aufbewahren

Manche Obst- und Gemüsesorten reifen nach der Ernte noch nach. Die Lagerfähigkeit ist abhängig von der Lagertemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit. Um nicht sofort alles essen oder zubereiten zu müssen, damit es nicht verdirbt, solltest du folgende Dinge bei der Lagerung von Obst und Gemüse beachten
  • Nicht zu kühl: Südfrüchte und mediterranes Gemüse sind kühle Temperaturen nicht gewohnt. Daher gehören sie auch nicht in den Kühlschrank. Dort würden sie auch an Aroma verlieren. Im Gemüsefach ist außerdem die Luftfeuchtigkeit am höchsten. Zitronen beispielsweise schimmeln hier schneller als in einer Obstschale. Das kälteempfindlichste Gemüse ist die Aubergine. Die ideale Lagerungstemperatur für sie liegt bei 10 bis 13 Grad. Dann hält sie sich auch gut eine Woche.
  • Nicht zu dicht: Am besten eignet sich Obst als Lagerware in einer Schale aus Draht. So kann die Luft besser zirkulieren. Allerdings gibt es Früchte, die den Reifungsprozess anderer beschleunigen und sie eher schimmeln lassen. Daher solltest du darauf achten, Äpfel, Birnen, Nektarinen und Pflaumen separat zu lagern. Denn sie geben ein Reifegas ab, das andere Sorten zum unerwünschten Nachreifen bringt. Avocados, Feigen und Tomaten haben diese Eigenschaft im Übrigen auch. 
  • Richtige Lagerzeit: Zu den sensiblen Gemüsesorten, die nicht länger als zwei bis drei Tage gelagert werden sollten, zählen vor allem Blumenkohl und Bohnen. Zeigen sich schwarze Stellen, ist das ein Zeichen von Schimmel. Karotten dagegen halten sich durchaus vier Wochen lang im Gemüsefach – vorausgesetzt, du hast bei einem losen Bund das Grün entfernt beziehungsweise das Plastik bei verpackten Möhren. Rekordverdächtige fünf Monate halten sich Äpfel, wenn sie an einem kühlen, dunklen und gut durchlüfteten Ort lagern, am besten im Keller. Alternativ geht auch der Kühlschrank. Dann am besten die Äpfel in einen verschließbaren Folienbeutel mit kleinen Luftlöchern im Gemüsefach lagern. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die auf ihrer Website ein Lagerungs-ABC für alle Obst- und Gemüsesorten aufgestellt hat.

der saisonkalender – wegweiser für gesunde ernährung 

Du möchtest gern öfter auf regionales und saisonales Obst und Gemüse zurückgreifen, fühlst dich aber nicht ausreichend gut darüber informiert, was wann wo reif ist? Dann hilft dir ein Saisonkalender. Er verschafft dir einen Überblick darüber, in welchem Monat welche Früchte, welche Salate und welche Gemüsesorten erntefrisch aus deiner Umgebung sind. Regionale Produkte zu kaufen trägt beispielsweise dazu bei, Transportwege zu verkürzen. Außerdem profitierst du von der Frische und einem in der Regel intensiveren Aroma. Schön für mich gibt Tipps und Anregungen rund um saisonales Obst und Gemüse. Saisonkalender findest du darüber hinaus in Buchform und im Internet.
 

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