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Farbenfrohe Naegel

Nägel richtig lackieren - so geht’s!

Wir lieben Nagellack! Einmal aufgetragen bleibt uns dieses Beauty-Statement auf den Nägeln über Tage hinweg erhalten. Farbige Nägel sind einfach das I-Tüpfelchen eines jedens Stylings. Leuchtendes Rot, elegantes Mauve oder tiefgründiges Anthrazit? Wir nehmen sie alle! Wie das Auftragen am besten klappt und wie die Farbe besonders lang hält, verraten wir euch hier.

Vom Kotflügel auf die Nägel - wusstest du schon?
Hast du schon einmal von Charles Revson gehört? Nein? Keine Sorge, damit bist du nicht allein. Was dieser Mr. Revson aber Anfang der 1930er Jahre erfunden hat, trägst du vielleicht gerade auf deinen Nägeln: roten Nagellack. Schon 1925 war der erste Nagellack auf den Markt gekommen – als Nebenprodukt aus der Automobilindustrie. Seitdem ist er aus unseren Beauty Cases einfach nicht mehr wegzudenken. Und für so manche rare Nuance würden echte Lack-Fans ein kleines Vermögen locker machen.

1. Nagelpflege: Gute Vorbereitung ist alles!

Es war Liebe auf den ersten Blick. Ganz oben links in der Kosmetiktheke deiner Drogerie stand er - kirschrot und verführerisch. Nicht einen Gedanken hast du daran verschwendet, ob dieser Nagellack zu den Outfits in deinem Kleiderschrank passen würde. Ganz egal, den musstest du einfach haben. Kaum zuhause angekommen, greifst du das kleine Fläschchen aus der Tasche, um die tolle Farbe sofort auf die Nägel zu bringen. Stopp! Erst pflegen, dann pinseln.

Hast du etwas Zeit, dann solltest du dir zunächst eine ausgiebige Maniküre gönnen. Muss es diesmal schneller gehen, ist zumindest Feilen angesagt. Im Trend sind wenige Millimeter kurze Nägel, die an den Seiten ganz leicht abgerundet werden. Schiebe überschüssige Nagelhaut mit einem speziellen Nagelhautschieber zurück. Das geht leichter, wenn du deine Nägel vorher mit etwas Nagelöl oder einem Nagelhautentferner behandelst. Nun solltest du die Nägel gründlich reinigen, damit sich unter dem Lack keine unschönen Einschlüsse abzeichnen.

2. Mit Unterlack grundieren

Wie ärgerlich: Erst am Nachmittag hast du den Nagellack aufgetragen und schon bei seinem großen Auftritt am Abend, rieselt er Stück für Stück Richtung Fußboden. Das passiert dir immer wieder? Dann solltest du es beim nächsten Mal besser mit einem Unterlack probieren, denn der sorgt für eine ebenmäßige Nagel-Oberfläche, auf der der Farblack besser haften kann. Hast du stärkere Rillen oder Unebenheiten auf den Nägeln, verwende am besten einen speziellen Rillenfüller. Ein Unterlack schützt außerdem zuverlässig vor unerwünschten Verfärbungen, die durch den farbigen Lack auf den Nägeln entstehen können.

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3. Wunsch Nagellack auftragen: jetzt wird's bunt!

Auf so perfekt grundierten Nägeln ist der Farbauftrag schon fast ein Kinderspiel, aber auf die richtige Technik kommt es an.

Schritt 1: Schüttel den Nagellack ein wenig durch.

Schritt 2: Tauche den Pinsel ein und streife ihn leicht am Flaschenrand ab.

Schritt 3: Beginne mit dem Auftragen des Lackes in der Nagelmitte. Ziehe dabei einen geraden Strich von unten nach oben, ohne dabei abzusetzen. Achte darauf, dass der Farbauftrag nicht zu dick wird, denn sonst dauert das Trocknen besonders lange. Und setze mit dem Pinsel bitte nicht direkt an der Nagelhaut an, um zu verhindern, dass die Farbe darunter läuft. Lasse einfach einen kleinen Rand von etwa einem Millimeter.

Schritt 4: Jetzt die Seiten. Arbeite dich Strich für Strich jeweils von der Mittellinie nach rechts und links vor. Spare die äußeren Kanten aus, um die Nagel länger und schmaler erscheinen zu lassen. Kleinere Patzer bessert ihr mit einem Nagellack-Korrekturstift oder mit einem in Nagellackentferner getauchten Wattestäbchen im Handumdrehen aus.
 

Profis lackieren genau drei Striche: Mitte, links, rechts. Um den Farbauftrag zu intensivieren, wiederholt das ganze, nachdem die erste Lackschicht leicht angetrocknet ist.

4. Nagellack gut trocknen lassen

„Solange der Nagellack nicht trocken ist, ist eine Frau praktisch wehrlos“, brachte es der Hollywood-Star Burt Reynolds mal auf den Punkt. Stimmt! Denn sind alle Nägel fertig lackiert, ist Stillhalten angesagt. Ja, es gibt eine Menge Dinge im Haushalt zu tun, aber die könnt ihr auch noch erledigen, sobald der Nagellack getrocknet ist. Ihr wisst doch: Auch wenn wir noch so gut aufpassen, stoßen wir mit unseren frisch lackierten Nägeln doch immer wieder irgendwo an und ärgern uns hinterher über Macken im Lack. Also übt euch ausnahmsweise mal in Geduld.
Geht nicht? Dann greift am besten zu schnelltrocknenden Lacken oder speziellen Trockensprays, die den Lack schneller aushärten.

5. Überlacke und Tipps für den Farbauftrag

Um den Lack zusätzlich zu schützen und den Glanzeffekt zu verstärken, könnt ihr abschließend nach dem Trocknen noch einen Überlack darüber geben. Ihr möchtet euren Lieblings-Nagellack mal ganz anders erleben? Dann probiert einen Überlack mit Matt-Effekt aus. Der verwandelt glänzende Nägel mit wenigen Pinselstrichen in echte Hingucker im trendy matten Look.

Und die Füße?

In Flip-Flops und Riemchensandalen sehen gepflegte Füße und Fußnägel einfach klasse aus. Ein hübscher Nagellack gehört da einfach dazu. Den tragt ihr genauso auf, wie ihr es von euren Fingernägeln gewohnt seid. Mit einem Unterschied: Die Zehen solltet ihr mit einem Zehentrenner auseinander spreizen – und zwar bis der Lack komplett getrocknet ist. Wartet nach dem Lackieren also mindestens 30 Minuten ab, bevor ihr wieder in eure Schuhe schlüpft.

Bei der Farbauswahl dürft ihr ruhig etwas mutiger sein. Hauptsache der Lack passt zu den Schuhen und zum restlichen Outfit. Sind die Fingernägel bereits lackiert, dann verwendet für die Füße möglichst den gleichen Farbton oder wenigstens eine dazu passende Nuance. Übrigens: Es gibt sogar spezielle Fußnagellacke, die besonders lang halten.

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