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Teppich reinigen – so geht’s! 

So ein Teppichboden muss einiges aushalten – nämlich uns, die wir unzählige Male am Tag darüber laufen. Egal, ob wir uns die Schuhe vor der Tür abgetreten oder sie sogar ausgezogen haben – wir beanspruchen täglich unseren Teppich. Deshalb sollten wir ihn auch regelmäßig alle zwei bis vier Jahre reinigen, damit die Spuren der Zeit nicht im Flor hängen bleiben. Doch wie gelingt das am besten? Nass oder trocken reinigen?

Hier ist unsere Anleitung.

Machen Sie zuerst den Teppich-Check

  • Baumwolle oder Schafwolle, Perser oder Kunstfaser – aus welchem Material ist mein Teppich? Je nach Material reagiert Ihr Teppich unterschiedlich auf chemische Reinigungsmittel. Die Beschaffenheit ist entscheidend, ob Sie Ihren Teppich besser im Nass- oder Trockenverfahren auffrischen.
  • Aus Rot wird Rosa – ist mein Teppich farbecht? Prüfen Sie an einer unauffälligen Stelle, ob Ihr Teppich auf das Putzmittel reagiert. So vermeiden Sie, dass Sie ihn ungewollt verfärben oder ausbleichen! Sollten Sie feststellen, dass die Fasern nicht farbecht sind, empfehlen wir Ihnen, den Teppich mit einem Dampfreiniger schonend zu bearbeiten.
  • Oh Schreck, ein Fleck – hat mein Teppich auffällige Verschmutzungen? Grobe Verunreinigungen sollten Sie unbedingt vorbehandeln. Verwenden Sie dazu Handschuhe und spezielle Fleckentferner. Einfaches Soda hilft beispielsweise bei starken Vergilbungen. Manchmal reicht auch eine Vorbehandlung mit Zitronensaft und Salz, z. B. bei Schimmelflecken. Für alle, die nicht zu chemischen „Waffen“ greifen wollen, hilft ein Blick in Omas Trickkiste. Noch ein Tipp: Stark beanspruchten Bereichen wie dem Balkon- oder Terrasseneingang sollten Sie eine längere Einwirkzeit wählen, damit das Ergebnis am Ende einheitlich ist.


Die Vorbehandlung 

Je nach Material sollten Sie Ihren Teppich entsprechend auf die Grundreinigung vorbereiten. Seien Sie gewissenhaft und nicht oberflächlich: Wenn Sie Ihren Teppich professionell reinigen möchten, dann machen Sie es auch vollständig und gründlich. Dazu sollten Sie den Teppich zuerst absaugen oder, sofern es sich um einen kleineren Teppich und keinen Teppichboden handelt, draußen ausklopfen. Moderne Staubsauger bieten verschiedene Aufsätze und Saugmöglichkeiten – verwenden Sie zum Beispiel den Bürstenaufsatz, um tiefsitzende Verschmutzungen zu entfernen.

Damit haben Sie bereits eine gute Basis gelegt. Nun sollten Sie auffällige Flecken und Verschmutzungen vorbehandeln. Wollen Sie nur einen Grauschleier entfernen oder den Teppich auffrischen, können Sie auch direkt mit der Reinigung beginnen. Vorsicht: Achten Sie auf das Material Ihres Teppichs – nicht jede Faser verträgt jedes Reinigungsmittel!


So reinigen Sie Teppiche aus Naturmaterialien

Sie können es sich sicherlich schon denken: Naturmaterialien wie Baumwolle sind sehr empfindlich. Zu viel Feuchtigkeit führt dazu, dass das Material ausbleicht. Schafwolle neigt sogar dazu, bei zu viel Feuchtigkeit zu verfilzen. Allein zur Fleckenbehandlung dürfen Sie die verschmutzten Stellen vorsichtig mit einem feuchten Lappen behandeln. Da sich der Flor bei Baumwollteppichen aufstellt, lässt sich Schmutz leicht aufsaugen. Deshalb empfehlen wir Ihnen zur Behandlung das Trockenverfahren mit Teppichpulver

  1. Verteilen Sie das Teppichpulver gleichmäßig auf dem Flor.
  2. Massieren Sie nun das Pulver mithilfe einer Bürste oder eines Schrubbers in die Fasern ein. Keinen Kraftakt bitte, nur leicht hineindrücken.
  3. Lassen Sie das Pulver ca. 15 Minuten einwirken.
  4. Zum Schluss saugen Sie alles mit Ihrem Haushaltsstaubsauger ab. Fertig!
  5. An der Verfärbung des Pulvers erkennen Sie, wie oft Sie diesen Vorgang wiederholen müssen. Das Pulver wird beim ersten Durchgang dunkel sein. Erst wenn es sich so gut wie gar nicht mehr verfärbt, können Sie die Behandlung beenden.


So reinigen Sie Teppiche aus Kunstfasern 

Kunstfasern ermöglichen eine Grundreinigung im Nassverfahren mit dem Teppichreinigungsgerät. Gut zu wissen: Bei Rossmann können Sie sich kostenlos ein Teppichreinigungsgerät leihen. Teppiche aus Kunstfasern lassen sich sehr gut mit einem Fleckenspray vorbehandeln.


Unser Tipp: Besser tupfen statt schrubben, damit die Verschmutzung nicht noch tiefer ins Material eindringt.

  1. Befüllen Sie nach Anweisung das Gerät mit dazugehörigem Reinigungsmittel.
  2. Sprühen Sie es mittels Drückens des Sprühhebels in die Teppichfasern und shampoonieren Sie den Teppich damit ein. Saugen Sie es gleich wieder mitsamt dem Schmutz ab. Saugen Sie immer in Ihre Richtung und in leicht überlappenden Bahnen.
Zum Schluss saugen Sie den Teppich, ohne zu sprühen, ab. So ziehen Sie möglichst viel Restfeuchtigkeit aus dem Gewebe. Fertig – und alles ist wieder duftig-rein!

Schwere Verschmutzungen? Das hilft bei Rotweinflecken und Co.

Sie können beruhigt sein, fast jede Art von Fleck lässt sich aus dem Teppichboden wieder entfernen. Dabei gilt: Je schneller Sie nach der Verschmutzung den Fleck auf dem Teppich behandeln, desto einfacher lassen sich die unschönen Spuren beseitigen. Wenn Verschmutzungen zu lange in die Fasern einziehen konnten, ist es mitunter schwierig.

Das sind unsere Tipps bei den fünf hartnäckigsten Flecken:

Rotwein

Ist der Rotweinfleck noch frisch, sollten Sie zuerst die Feuchtigkeit mit Küchenrolle aufnehmen. Dazu tupfen Sie die betroffene Stelle ab – nicht reiben! Im Anschluss sprühen Sie den Fleck mit farblosem Glasreiniger ein und lassen diesen für circa 30 Minuten einwirken. Danach den Fleck mit einem Baumwolltuch von innen nach außen wegtupfen. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis der Fleck verschwunden ist.

Sollte der Rotwein bereits tiefer in die Fasern eingezogen sein, eignen sich Waschpulver, Spülmittel oder Flüssigseife als Fleckentferner. Einfach in kaltem Wasser auflösen, auf den Fleck sprühen, einwirken lassen und anschließend abtupfen.

Kaffee

Wenn Ihnen die Kaffeetasse aus der Hand und auf den Teppichboden fällt, ist der Schock wohl genauso groß wie bei einem Glas Rotwein. Aber keine Sorge: Auch Kaffee lässt sich in den meisten Fällen unkompliziert aus dem Teppich entfernen. Wie bei den Weinflecken gilt jedoch: Schnell sein lohnt sich. Nehmen Sie die Flüssigkeit mit ein paar Blatt Küchenrolle auf, damit sich der Fleck nicht ausbreitet. Anschließend mischen Sie Backpulver und Mineralwasser zu einer zähen Masse, geben diese auf den Fleck und lassen das Ganze einwirken.

Danach die feuchten Rückstände abtupfen und die verschmutzte Stelle mit dem Staubsauger absaugen.

Kaugummi

Bei klebrigen Rückständen auf dem Teppichboden hilft eines besonders gut: Kälte. Dadurch verhärtet sich unter anderem Kaugummi, so dass es einfach zu entfernen ist. Dazu genügt es, einen Kühlakku oder Eiswürfel für etwa 15 Minuten auf die betroffene Stelle zu legen. Danach das Kaugummi mit einem Messer ausschaben. Sollten Reste davon zurückbleiben, lassen sich diese leicht mit einem Schwamm und etwas Seife oder Spülmittel entfernen – das funktioniert übrigens auch bei Schokolade.

Asche

Auch Asche hinterlässt unschöne Verschmutzungen auf dem Teppichboden – lässt sich mit den richtigen Mitteln allerdings unkompliziert entfernen. Eines davon: Rasierschaum. Einfach auf die betroffene Stelle geben, einwirken lassen, abtupfen und mit klarem Wasser nachspülen – fertig. Auch Paketband ist ein effektiver Helfer. Drücken Sie das Klebeband auf die Asche und ziehen Sie diese einfach ab. Rückstände lassen sich mit Wasser und Spülmittel leicht entfernen.

Kerzenwachs

Bei Kerzenwachs gilt anders als bei Rotweinflecken: Ruhe bewahren und den Fleck nicht sofort bearbeiten. Lassen Sie das Wachs komplett auskühlen – hierbei helfen auch Kühlpacks oder Eiswürfel. Sobald das Wachs ausgehärtet ist, kratzen Sie so viel wie möglich mit einem scharfen Messer ab.
Restlos lässt sich das Wachs dadurch allerdings nicht entfernen. Greifen Sie deshalb im nächsten Schritt zu Bügeleisen und Löschpapier.

Erwärmen Sie die Wachsreste mit dem lauwarmen Bügeleisen – dass dazwischen platzierte Löschpapier saugt das Wachs auf. Wiederholen Sie den Vorgang, bis alle Wachsreste verschwunden sind. Achtung: Teppichböden aus Kunstfasern können durch die Hitze beschädigt werden. Prüfen Sie vorher, ob das Material Ihres Teppichs wärmeempfindlich ist. Verwenden Sie alternativ ein gut wärmeleitendes Gefäß mit heißem Wasser, z. B. den Deckel einer Blechdose.


Kann ich meinen Teppich auch in der Waschmaschine reinigen?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass Sie Ihren Teppich in der Waschmaschine reinigen, auch die Badewanne kann eine gute Alternative sein. Auch hier gilt wieder: Unbedingt auf das Material und die Pflegehinweise des Herstellers achten!
Diese Art der Reinigung eignet sich jedoch eher für kleinere Teppiche, da haushaltsübliche Waschmaschinen meist kein ausreichendes Fassungsvermögen für größere Teppiche haben.

Große Teppiche saugen sich zudem voll und werden dann zu schwer, um sie in der Waschmaschine zu waschen. Darüber hinaus bräuchte der Trocknungsvorgang anschließend sehr viel Zeit. Eine Maschinenwäsche bietet sich also nur für kleine, handliche Teppiche an – bei großflächigen Teppichen ist die klassische Reinigung per Hand oder mit dem Teppichreinigungsgerät vorzuziehen.

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6 Tipps für die regelmäßige Teppichreinigung

Staubsagen gehört bei der Teppichreinigung zur Routine. Darüber hinaus lässt sich jedoch einiges mehr dafür tun, die Attraktivität eines Teppichbodens lange zu erhalten. Die richtige Reinigung gehört in regelmäßigen Abständen dazu – und nicht erst, wenn akute Verschmutzungen auftreten.

  1. Regelmäßiges Staubsaugen hilft dabei, dass sich Staub und Schmutz nicht festsetzen können.
  2. Einmal im Jahr sollte eine Grundreinigung anstehen – von Hand oder in der Waschmaschine.
  3. Auch frische Luft tut Ihrem Teppich gut: Besonders Minustemperaturen oder Sonnenschein eignen sich hervorragend, den Teppich mal einen Tag gründlich auszulüften.
  4. Flecken niemals einziehen lassen – je früher die Verschmutzung behandelt wird, desto einfacher sind sie zu entfernen.
  5. Für eine besonders gründliche Reinigung eignen sich Dampfreiniger oder Teppichreinigungsmaschinen. Diese Geräte reinigen den Teppich schonend und töten dabei Milben und Bakterien ab. Dafür nutzen Sie am besten den kostenlosen Teppichreinigerverleih von Rossmann.
  6. Damit das Ergebnis länger hält, empfehlen wir Ihnen, den Teppichflor mit einem Textil-Imprägnierspray zu stabilisieren. Schmutz perlt so einfach ab und lässt sich leichter mit dem Staubsauger beseitigen.
Mit einer gründlichen Teppichreinigung entfernen Sie nicht nur den Grauschleier, sondern auch gesundheitsschädlichen Hausmilbenkot und Bakterien. Diese Form der Desinfektion kann vor Allergien schützen und erhöht die Lebensdauer Ihres Bodenbelages – kleiner Aufwand mit großem Ertrag!

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