
Prall und voll vs. weich und leer: Zwischen Schwangerschaftsstart und Abstillen verändern sich die Brüste bei den meisten Frauen. Das kann verunsichern. Gleichzeitig ist es erst mal vor allem eins: normal und Teil einer großen Körperleistung.
Die weibliche Brust ist ein echtes Wunderwerk der Natur. Nicht nur, weil sie mitunter sensibler als jeder Schwangerschaftstest signalisiert, dass da ein kleiner Mensch unterwegs ist. Sie kann sich aufs Stillen vorbereiten, Muttermilch produzieren und dein Baby zum Start ins Leben versorgen. Dabei verändert sie sich – sichtbar und spürbar.
Unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone wird die Brust oft voller, praller und empfindlicher. Gleichzeitig verändert sich ihre Struktur: Aus überwiegend Fettgewebe wird nach und nach mehr Drüsengewebe. Gegen Ende des zweiten Trimesters werden die milchbildenden Zellen aktiv und bilden erste kleine Mengen Muttermilch.
Bis zum Ende der Schwangerschaft wächst bei vielen die Körbchengröße um ein bis drei Größen. Auch der Unterbrustumfang nimmt zu und die Brustwarzen und Brustwarzenhöfe verändern sich. Sie können dunkler werden und empfindlicher reagieren.
Es ist vollkommen verständlich, wenn du deinem Vor-Schwangerschafts- oder Vor-Geburts-Busen nachtrauerst. Am Ende ist eine Brust, die sich verändert hat, vor allem eins: ein Zeichen für das unglaubliche Wunder, das dein Körper vollbracht hat. Und zwar von der ersten Sekunde der Schwangerschaft an.
Redaktioneller Hinweis: Nach dem Originalartikel „Lasst euch nicht hängen!“ von Julia Feldhans, babywelt 06/2020. Für die App gekürzt und bearbeitet.