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Heuschnupfen Ratgeber

Stark gegen Heuschnupfen: Diese Hausmittel helfen! 

Erste Sonnenstrahlen wagen sich hervor, Gras sprießt und Knospen werden zu Blüten: Der Frühling ist da und die Pflanzenwelt erwacht zu neuem Leben. Was die einen erfreut, bedeutet für andere Nasenkribbeln sowie tränende und juckende Augen. Schließlich beginnt jetzt der Pollenflug – und der löst bei jedem Sechsten in Deutschland Heuschnupfen mit erkältungsähnlichen Symptomen aus. Doch wie lässt sich eine Pollenallergie feststellen, was hat es damit auf sich – und welche Hausmittel verschaffen Linderung? Wir haben für dich Tipps zu passenden „Helferlein“.

Erfahre jetzt mehr über folgenden Themen:

Heuschnupfen: Das hat es mit der Allergie auf sich

Heuschnupfen (Pollinosis) ist eine allergische Entzündung der Nasenschleimhaut – hervorgerufen durch Blütenstaub verschiedener Pflanzen, auch Pollen genannt. Die Allergie ist daher auch als Pollenallergie bekannt und gehört zu den häufigsten allergischen Erkrankungen in Deutschland. Neben Gräser- und Getreidepollen können auch frühblühende Bäume wie Hasel, Birke und Erle sowie Kräuter eine allergische Reaktion auslösen oder begünstigen.

Bei einer Pollenallergie kommt es zu einer Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems nach wiederholtem Kontakt mit Blütenstaub, der als Fremdkörper „eingestuft“ wird. Da Menschen die Pollen über die Atemluft aufnehmen, zählt die Allergie zu den sogenannten Inhalationsallergien. Der eingeatmete Blütenstaub löst bei Betroffenen Symptome wie Schnupfen und Niesen aus – und das bereits wenige Sekunden oder Minuten nach dem Kontakt mit den Pollenallergenen. Bei besonders schwerem Allergieverlauf ist auch eine Beeinträchtigung der Atemwege möglich.

Pollenflugkalender: Wann ist die Pollenbelastung besonders hoch? 

Pollenallergiker und -allergikerinnen tun gut daran, sich schon zu Jahresbeginn mit dem Problem auseinandersetzen. Denn irgendetwas fliegt fast immer durch die Luft – durchaus nicht nur in den Frühlings- und Sommermonaten.
Die Pollenflugsaison beginnt im Januar und Februar mit den Kätzchen von Hasel und Erle. Je nach Winterverlauf ist das Auftreten von Hasel- und Erlenpollen aber auch im Dezember schon möglich. Ende Februar bis Anfang März kann der Blütenstaub von Esche, Pappel und Weide Betroffenen zu schaffen machen. Ab Mitte Mai sollten sich alle Allergiker und Allergikerinnen dann auf Gräserpollen einstellen. Im Sommer folgt der Blütenstaub von verschiedenen Kräutern. Zu guter Letzt sind die Pollen von Beifuß und Ambrosia an der Reihe.

Je nach Wetterlage kann der Blütenstaub von Bäumen und Gräsern bis zu drei Wochen früher als üblich unterwegs sein – insbesondere dann, wenn es draußen wärmer wird, verbreiten sich die Pollen im Nu. Wir haben für dich hier eine Übersicht, welche Bäume und Gräser in welchem Zeitraum blühen und Pollen verbreiten:

Heuschnupfen-Tabelle

Welche Hausmittel helfen gegen die Symptome von Heuschnupfen? 

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Medikamenten und Hausmitteln bei einer Pollenallergie, welche die Symptome lindern und zum Teil auch bekämpfen. Wenn du darauf Wert legst, die Allergie auf natürliche Weise zu behandeln, können einfache Hausmittel wie Dampfbäder, ätherische Öle oder Nasenduschen Abhilfe schaffen. Wir geben im Folgenden einen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten auf pflanzlicher Basis. Bitte beachte, dass eine Rhinitis zunächst ärztlich diagnostiziert werden sollte, bevor du sie mit Medikamenten oder Hausmitteln selbst behandelst.

Dampfbäder: Das natürliche Hausmittel gegen Allergie 

Viele der von Pollenallergie Betroffenen haben mit belegten Atemwegen, Atembeschwerden, gereizten Schleimhäuten sowie juckenden Augen zu kämpfen. Bei gereizten Schleimhäuten und Augenjucken kann ein Dampfbad helfen. Der Wasserdampf befeuchtet und reinigt und lindert so den Juckreiz. Insbesondere bieten sich hier Dampfbäder auf Basis von Kochsalzlösung an, da Salz in Verbindung mit warmem Wasser desinfizierend wirkt.
Folgende Utensilien benötigst du für ein Dampfbad auf Salzbasis:

  • Kochtopf
  • Wasser
  • 1 Teelöffel Kochsalz oder Meersalz
  • Untersetzer
  • Geschirrtuch oder kleines Handtuch

Wasser mit einem Teelöffel Salz in einem Topf zum Kochen bringen und den Topf mit Untersetzer auf einem Tisch platzieren. Beuge dich darüber und lege dir ein sauberes Handtuch oder Geschirrtuch über den Kopf. Anschließend inhalierst du den Dampf etwa 15 Minuten. Alternativ kannst du dir auch ein heißes Bad einlassen und etwa 4 Esslöffel Salz dazugeben.

Salzbad gegen Heuschnupfen

Ätherische Öle als Hausmittel bei Pollenallergie

Bäder mit Eukalyptus-, Fenchel- oder Pfefferminzöl können bei belegten Atemwegen wohltuend wirken. Lavendel und Sanddorn wirken ebenfalls abschwellend. 1 Gib einfach eine kleine Kappe deines pflanzliches Lieblingsbadeöls in das Badewasser und atme die aufsteigenden Dämpfe ein. Als fertige Badeessenz eignet sich beispielsweise die Kneipp Bade-Essenz Goodbye Stress mit Pfefferminz und Rosmarin oder das altapharma Entspannungs-Bad mit Lavendelöl.
Wenn keine Badewanne vorhanden ist, bietet sich eine Trockeninhalation der Öle an. Dafür ein paar Tropfen des Öls auf ein Tuch träufeln und vorsichtig inhalieren. Wenn du es noch einfacher magst, kannst du die Öle morgens und abends als Körper-Öl auftragen und insbesondere deinen Brustkorb sanft einreiben. So inhalierst du die ätherischen Öle bereits auf dem Weg zur Arbeit und kannst belegten Atemwegen vorbeugen.

Unser Tipp: Mit einem Riechstift kannst du dich für stärkere allergische Reaktionen wappnen. Den Stift mit ätherischem Öl füllen und auslaufsicher in Handtasche oder Rucksack verstauen. Bei Bedarf hast du das Öl immer griffbereit und kannst es sofort inhalieren.

Ernährung und Pollenflug: Das kannst du noch tun

Eine gesunde Ernährung stärkt unser Immunsystem für die Abwehr der Pollen. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse kann daher bei Betroffenen präventiv wirken.

Schwarzkümmelöl: Manche haben mit Schwarzkümmelöl oder Schwarzkümmelöl-Kapseln gute Erfahrungen gemacht, wie etwa den Abtei Schwarzkümmelöl Plus Kapseln. Das Öl soll die Atemwege befreien helfen. Heilpraktiker empfehlen, mit der Einnahme bereits sechs Wochen vor der Pollensaison zu beginnen. Ob das Öl eine positive Wirkung bei Allergien hat, ist allerdings stark umstritten. Wissenschaftliche Studien stehen aktuell noch aus. Bewiesen werden konnte bislang die antibakterielle Wirkung. 2

Scharfe Gewürze: Chilischoten, Ingwer und Knoblauch sind bekannte Heuschnupfenmittel. Die Gewürze kannst du über passende Speisen zu dir nehmen. Ausreichend Wasser trinken: Ein weiterer Tipp für Allergiker ist, ausreichend Wasser zu trinken. So bleiben die Schleimhäute gut befeuchtet – und Pollen werden besser abgefangen. Die Nasenschleimhäute trocken trotz häufigen Naseputzens nicht so schnell aus.

Heuschnupfen mit Nasendusche behandeln

Wenn es schnell gehen muss, ist die Nasendusche bei Schnupfen und Pollenallergie eine Alternative zum Dampfbad. Sie reinigt den Nasengang schonend von Allergenen und hilft, dass Betroffene wieder gut durchatmen können. 3 Die Anwendung empfiehlt sich bis zu dreimal täglich, vorzugsweise am Morgen, nachmittags und am Abend vor dem Zubettgehen. Der Vorteil der Nasendusche ist, dass sie – im Gegensatz zu manchen Nasensprays – die Schleimhaut nicht reizt oder austrocknet.
Unser Tipp: Falls die Nasenschleimhaut bereits gereizt ist, kann Vaseline helfen. Vaseline vorsichtig mit gewaschenen Händen auf die betroffenen Stellen auftragen.

Ist Heuschnupfen eine ernstzunehmende Erkrankung?

Obwohl der Heuschnupfen als eher unbedenklich gilt, ist er dennoch ernst zu nehmen. Bleiben die Beschwerden unbehandelt, kann sich die Allergie von den oberen Atemwegen auf die Bronchien ausweiten und mit der Zeit allergisches Asthma auslösen. 4 Bei Verdacht auf Heuschnupfen sollte dich daher dein Hausarzt beraten und einen Allergietest durchführen.

Welche Hausmittel können die Heuschnupfen-Symptome bei Kindern lindern?

Viele Heuschnupfen-Medikamente und Hausmittel für Kinder erhältst du mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke. Solltest du bei deinem Kind eine Allergie vermuten, solltest du in jedem Fall einen Termin mit dem Kinderarzt vereinbaren, um die Behandlung und Therapieplanung zu klären. Zudem solltest du bei Kleinkindern und Babys auf ätherische Öle aus Kampfer, Eukalyptus, Thymian und Pfefferminz verzichten, da anderenfalls Magenprobleme und Reizungen auftreten können. Auch scharfe Speisen sollten kleinere Kinder nicht zu sich nehmen.
Wir haben stattdessen 7 praktische Tipps, wie du einer Symptomentwicklung bei Kindern begegnen kannst. Das Beste daran: Was kleinen Patienten hilft, tut auch den Erwachsenen gut.

1. Fenster und Türen tagsüber geschlossen halten

So schwer es in der warmen Jahreszeit auch fallen mag: Es ist hilfreich, die Fenster im Kinderzimmer am Tag geschlossen zu halten und erst am Abend zu öffnen. Dadurch verhinderst du, dass Pollen ins Zimmer gelangen. Ergänzend ist ein Pollenschutz vor dem Fenster zu empfehlen – und ein Luftreiniger, der Allergene aus der Luft filtert.

2. Kleidung nicht mehrfach verwenden

Auch wenn es bei Kindern eher selten vorkommt: Manchmal ist Hose am Abend noch sauber und könnte am nächsten Tag erneut getragen werden. Darauf solltest du während der Pollenflugzeit jedoch verzichten, da sich Blütenstaub an der Kleidung festsetzt. Um Pollen nicht in die Wohnung zu tragen, bietet es sich an, Kleidung – wenn möglich – schon im Treppenhaus abzulegen.

3. Kreuzallergene im Blick haben

Wahrscheinlich hast du schon mal von Kreuzallergenen gehört, die Allergien verschlimmern können. Das gibt es auch bei Heuschnupfen. Dein kleiner Schatz leidet beispielsweise unter einer Birkenpollenallergie? Dann solltest du Nüsse und auch Äpfel meiden und auf andere Obstsorten umsteigen. Eine Kreuzallergie kann der Kinderarzt mit einem Allergietest diagnostizieren.

4. Haare am Abend waschen

Wasche deinem Kind regelmäßig, während der Pollensaison täglich, vor dem Zubettgehen die Haare. So vermeidest du, dass sich Pollen in der Bettwäsche festsetzen und Symptome wie Niesen und Schnupfen den Nachwuchs vom Schlafen abhalten.

5. Kleidung nicht im Garten oder auf dem Balkon trocknen

Während der Pollensaison die Wäsche nicht im Garten oder auf dem Balkon, sondern lieber innerhalb des Hauses trocknen – im Keller, auf dem Dachboden oder im Badezimmer. So haben Pollen keine Chance, an die Kleidung zu gelangen.

6. Feucht wischen

Ein weiterer Tipp ist, beim Staubwischen einen feuchten Lappen zu verwenden. Anders als beim Staubwedel bleibt der Blütenstaub daran haften und wird nicht in der Raumluft verteilt.

7. Auf Bettwäsche für Allergiker zurückgreifen

Antiallergische Bettwäsche ist undurchlässig für Allergene und verhindert, dass sich Blütenstaub in Decke und Kissen festsetzt. So kannst du die Allergenbelastung im Schlaf reduzieren.

Heuschnupfen: Allergien nicht auf die leichte Schulter nehmen 

Schnupfen, Niesen und gereizte Augen stellen im Alltag oft eine Belastung dar. Betroffene sollten nicht vergessen, dass eine Allergie eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die unbehandelt schwere Verläufe und chronische Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Trotz hilfreicher Hausmittel, Alltagstipps und natürlicher Behandlungsalternativen ist es ratsam, einen Arzt oder einen Allergologen hinzuzuziehen, der eine medizinisch gestützte Therapie einleiten kann.

1 https://www.allergieberatung.de/aetherische-oele-als-allergietherapie-so-funktionierts (zuletzt abgerufen am 16.08.2021)
2 https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/saucen-und-oele/schwarzkuemmeloel. Von Hamann, S. (2018). Schwarzkümmelöl – umstrittenes Allheilmittel (zuletzt abgerufen am 24.02.2021)
3 https://www.netdoktor.de/therapien/nasendusche/ (zuletzt abgerufen am 16.08.2021)
4 https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/heuschnupfen/symptome.html (zuletzt abgerufen am 16.08.2021)

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