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      Vitamine unterstützen Ihr Immunsystem - nicht nur in der Erkältungszeit

      Erkältung schnell lindern

      Wie sagte schon unsere Oma: „Mit Arzt dauert eine Erkältung sieben Tage, ohne Arzt eine Woche.“ Recht hat sie. Hat uns der Infekt erst einmal kalt erwischt, gibt es kaum etwas, das die Zeit des Schniefens und Hustens verkürzen könnte. Das war die schlechte Nachricht. Und nun die gute Nachricht: Die unangenehmen Symptome kannst du mit einfachen Hausmitteln lindern.

      Echte Grippe Symptome von grippalem Infekt unterscheiden

      Deine Bürokollegin schnäuzt mal wieder ein Taschentuch nach dem anderen voll, blickt aus verquollenen Augen auf ihren Computer-Bildschirm und klagt dir in der Mittagspause unentwegt ihr Erkältungsleid: „Da hab ich mir wohl mal wieder eine Grippe eingefangen.“ Lächle aufmunternd, rede ihr gut zu – soviel Mitgefühl ist erlaubt. Wir bezweifeln allerdings, dass deine Kollegin tatsächlich an einer echten Grippe leidet. Denn damit würde sie sich ganz bestimmt nicht mehr ins Büro schleppen.

      Aber wie unterscheidet man eine von Influenzaviren ausgelöste Grippe von einer einfachen Erkältung, also einem grippalen Infekt? Die Schwere der Symptome ist entscheidend: Bei einer echten Grippe kommt es zu einem sehr plötzlichen, hohen Fieberschub, der über 40°C ansteigen kann und drei bis vier Tage lang anhält. Kopf und Glieder schmerzen, der Körper ist vollkommen entkräftet. Ein starker, trockener Husten und etwas Schnupfen können ebenfalls hinzukommen. Ganz anders bei der Erkältung: Sie schleicht sich eher langsam an. Erst ein leichtes Kratzen im Hals, vielleicht eine laufende Nase, häufiges Niesen, später ein schleimiger Husten. Dazu ein allgemeines Erkältungsgefühl, das aber längst nicht so heftig ausfällt wie bei einer Virusgrippe, und eine leicht erhöhte Temperatur.1 Während du dich vor einer Grippe impfen lassen kannst, ist das bei einem grippalen Infekt nicht möglich. Da hilft nur die richtige Vorbeugung, beispielsweise mit viel Bewegung und einer gesunden Ernährung. Eine schwere Grippe sollte in jedem Fall vom Arzt behandelt werden. Die folgenden Tipps sollen dir dabei helfen, die Symptome einer einfachen Erkältung zu lindern. Damit du schnell wieder auf die Beine kommst.

      Schnelle Hilfe bei Erkältungssymptomen

      Lausche in dich hinein, wenn du erkältet bist, dein Körper wird dir schon unmissverständlich zeigen, was er gerade braucht. Du fühlst dich schlapp und erschöpft? Dann ab ins Bett! Auch wenn du dich schniefend ins Büro zwingst – meinst du wirklich, dass du in diesem Zustand gute Arbeitsergebnisse abliefern kannst? Und möchtest du es riskieren, auch noch deine ganze Abteilung mit deinen Viren anzustecken? Hast du noch dazu Fieber, ist Bettruhe umso wichtiger. Dein Körper kämpft mit aller Kraft gegen die Erreger an, da solltest du zusätzlichen Stress vermeiden.
      Das gilt übrigens auch für Sport. Verzichte während einer Erkältung besser auf dein Fitnessprogramm. Gegen einen Spaziergang an der frischen Luft ist allerdings nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Der wird dir gut tun. Einige Tage nach einem überstandenen Infekt kannst du ganz vorsichtig wieder mit dem Training beginnen.

      Bei Erkältung und Fieber gilt: viel trinken!

      Der Kampf gegen Viren und Bakterien fordert deinem Körper Höchstleistungen ab. Unterstütze ihn, indem du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst. Dadurch werden die gereizten Schleimhäute feucht gehalten, der lästige Nasen- und Rachenschleim gelöst und die Erreger besser ausgespült. Wer unter Fieber leidet, muss umso mehr trinken, um trotz Schwitzen für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt zu sorgen. Tees aus Holunder- oder Lindenblüten sind besonders effektiv.23 Auf 250 ml kochendes Wasser kommen 1 bis 2 Teelöffel der Blüten. Den Sud 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, abgießen und möglichst heiß trinken. Um das gesunde Schwitzen zu fördern, nimm am besten warme Getränke wie Tee oder die gute, alte heiße Milch mit Honig zu sich. Für eine Milch mit Honig gib 1 bis 2 Teelöffel Honig in eine Tasse warme Milch.

      Der richtige Tee bei Erkältungen

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      Inhalieren mit Inhalations-Salz löst verstopfte Nebenhöhlen

      Eine sehr lästige Begleiterscheinung grippaler Infekte ist die verstopfte Nase. Inhalationen können da kleine Wunder wirken. Gib eine Handvoll getrocknete Kamillenblüten in einen Topf mit heißem Wasser oder stelle eine heiße Salzlösung aus 9 g Haushaltssalz je Liter Wasser her, beuge dich mit einem Handtuch über dem Kopf darüber und atme die heilenden Dämpfe ein.
      Aber Vorsicht: Achte darauf, dass der Topf sicher steht, damit du dich nicht aus Versehen verbrühst.

      Das beste für eine freie Nase

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      Wadenwickel senken das Fieber

      Ja, Fieber ist unangenehm. Erst schwitzt man wie verrückt und auf einmal fröstelt es einen so sehr, dass keine noch so warme Bettdecke die innere Kälte lindern könnte. Dazu fühlen wir uns schlapp und vollkommen erschöpft. Kein Wunder, denn das Fieber feuert unsere körpereigene Abwehr so richtig an. Der Stoffwechsel und die Produktion weißer Blutkörperchen laufen auf Hochtouren. Da die meisten Viren und Bakterien die Hitze ganz und gar nicht ertragen können, gedeihen sie bei Fieber schlechter. Erhöhte Temperatur ist also eine echte Allroundwaffe gegen Infektionen. Fiebersenkende Mittel solltest du daher nur sehr sparsam einsetzen. Bei geringerem bis mittlerem Fieber lass deinen Körper ruhig ein bisschen schwitzen.

      Steigt die Temperatur jedoch für längere Zeit über 39°C, kannst du das Fieber mit Wadenwickeln senken.4 Dafür Leinen- oder Handtücher mit kaltem Wasser tränken und fest um die Unterschenkel wickeln. Trockene Tücher darum schlagen und 10 bis 20 Minuten wirken lassen. Dann die Tücher abnehmen und erneut mit kaltem Wasser durchfeuchten und die Prozedur wiederholen. Nach drei Durchgängen solltest du eine längere Pause von mindestens 20 Minuten einlegen.


      Bei mehr als zwei Tage andauerndem oder sehr hohem Fieber über 40°C solltest du in jedem Fall einen Arzt konsultieren.

      Bei Heiserkeit und Halsschmerzen ist Wärme gefragt!

      Mit einer üblen Erkältung wird das Schlucken häufig zur Qual. Jeder Bissen verursacht unangenehme Schmerzen, beim Sprechen bekommen wir nicht mehr als ein bedauernswertes Krächzen heraus. Jetzt ist Wärme ein Muss! Von innen – in Form von Tees, Gurgellösungen und warmen Suppen – aber auch von außen. Wickel dir immer einen Schal um, wenn du nach draußen gehst. Und auch zuhause solltest du darauf achten, Hals und Brust immer gut einzupacken. Eine Inhalation wirkt ebenfalls lindernd auf die gereizten Schleimhäute. Oder wie wäre es mit einem entspannenden Erkältungsbad mit einem wohltuenden Badezusatz?

      Für zwischendurch empfehlen sich sanfte Halsbonbons mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Honig, Salbei, Süßholzexkrakt oder Thymian. Scharfe Pfefferminzdrops? Besser nicht!

      Erste Hilfe bei Halsschmerzen

      Weitere Tipps zur Linderung von Erkältungssymptomen

      Wer sich dafür entschieden hat, seinem Körper Ruhe und Erholung zu gönnen und – wie wir finden: völlig zu Recht – ein paar Tage im Bett oder auf der Couch verbringt, sollte sein heimisches „Krankenzimmer“ regelmäßig gut durchlüften. Durch die warme, trockene Heizungsluft im Wohn- oder Schlafzimmer trocknen die Schleimhäute sonst noch stärker aus.

      Bei leichten Kopfschmerzen massiere einfach etwas erfrischendes Pfefferminzöl in die Schläfen ein. Das kühlt und sorgt im Nu für einen klaren Kopf – trotz Erkältung.5

      Möchtest du die Dauer des grippalen Infekts etwas verkürzen, kann es helfen, 24 Stunden nach Einsetzen der ersten Symptome Zinkpräparate wie Lutschtabletten oder Säfte einzunehmen. Beachte aber unbedingt die Dosierungsanleitung! Die medizinische Wirkung ist jedoch wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt.

      Um deine Mitmenschen nicht anzustecken, solltest du während einer Erkältung besonders viel Wert auf Hygiene legen. Das bedeutet: Möglichst häufig Hände waschen, diskret in die Armbeuge niesen und benutzte Taschentücher nicht überall herumliegen lassen, sondern gleich entsorgen.

      Erkältungspatienten mit sehr starken oder ungewöhnlichen Symptomen oder mit schweren Vorerkrankungen gehören immer in die Hände eines Mediziners. Auch eine scheinbar harmlose Erkältung kann ernsthafte Folgen nach sich ziehen, wenn sie nicht richtig behandelt wurde. Such im Zweifelsfall also stets deinen Arzt auf.

      1 https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/erkaeltung-oder-grippe/das-ist-der-unterschied (zuletzt aufgerufen 18.08.2021)
      2 https://www.docjones.de/wirkstoffe/schwarzer-holunder/holunderblueten-extrakt (zuletzt aufgerufen 18.08.2021)
      3 https://www.docjones.de/wirkstoffe/linde/lindenblueten (zuletzt aufgerufen 18.08.2021)
      4 https://www.apotheken-umschau.de/therapie/therapiearten/wadenwickel-richtig-anwenden-so-geht-s-743397.html (zuletzt aufgerufen 18.08.2021)
      5 https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/heilpflanzen/pfefferminze-hilfreich-gegen-kopf-und-bauchschmerzen-733337.html (zuletzt aufgerufen 18.08.2021)

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