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Ashwagandha

Ashwagandha: Die traditionelle Heilpflanze im Überblick 

Egal ob bei Schlafproblemen, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Rheuma oder Stress – Ashwagandha ist momentan als angebliches „Wundermittel“ in aller Munde. Aber was verbirgt sich hinter dem Trendgewächs aus Asien? Und was kann die Pflanze wirklich?

Zur Herkunft von Ashwagandha

Ashwagandha, zu Latein „Withania Somnifera“, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Withania, die hier zu Lande auch als Schlafbeere, Winterkirsche oder indischer Gingseng bekannt ist. Die Pflanze gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse und ist in der traditionellen Ayurveda-Medizin seit über 3.000 Jahren eine der wertvollsten Heilpflanzen. Die ursprünglich aus Asien stammende Pflanze ist mittlerweile auch in Afrika komplett verbreitet und ebenfalls in Ländern wie Griechenland zu finden. Aufgrund seiner angeblich schlafbringenden Wirkung wird Ashwagandha in der Naturheilkunde insbesondere bei Schlafstörungen und als natürliches Beruhigungsmittel eingesetzt.

Endlich wieder Durchschlafen dank Ashwagandha? 

Ashwagandha soll laut einer Übersichtsarbeit des Los Angeles College of Chiropractic von L. C. Mishra et al und Untersuchungen des Zentrums für Gesundheit eine beruhigende und angstlösende Wirkung auf den Menschen haben und somit schlaffördernd auf den Körper wirken.1 Daher vertrauen viele Menschen mit Schlafproblemen auf eine Tasse Tee mit den Blättern und Wurzeln der Ashwagandha-Pflanze vor dem Schlafen. Den Tee gibt es in vielen Variationen bereits fertig zu kaufen, beispielsweise den Pukka Bio-Kräutertee peace.

Ashwagandha Wirkung

Hilft die Schlafbeere bei der natürlichen Behandlung von Krankheiten?

Ashwagandha zählt zu den so genannten Adaptogenen – so werden in der Alternativmedizin Heilpflanzen bezeichnet, die den Körper unterstützen sollen, sich erhöhten Stresssituationen anzupassen. Ashwagandha soll demnach die Stressresistenz des menschlichen Körpers erhöhen und laut der Alternativmedizin Demenzerkrankungen vorbeugen. Wissenschaftlich belegt ist dies allerdings noch nicht.

Laut einer Studie des Zentrums der Gesundheit von Carina Rehberg zum Thema Wirkung und Anwendung der Schlafbeere soll Ashwagandha weitere therapeutische Effekte auf den Körper haben.2 So soll der Körper durch eine regelmäßige Einnahme der Heilpflanze infektiöse Erreger besser erkennen und eliminieren. Zudem soll die Heilpflanze antioxidativ wirken und zur Entwässerung des Körpers beitragen.

Natürlich ist Ashwagandha kein garantiertes oder wissenschaftlich unumstrittenes Naturheilmittel. Auch wenn es einige Studien gibt, die positive Behandlungseffekte aufzeigen, fehlt es in der Wissenschaft nach wie vor an repräsentativen Untersuchungen. Ashwagandha kann somit keine ärztliche Untersuchung und Begleitung ersetzen.

Natürlich Abnehmen mit Ashwagandha: geht das?

Sie haben es vielleicht schon auf Social Media oder aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis gehört: Immer mehr Menschen berichten, dass Ihnen die regelmäßige Einnahme von Ashwagandha zum Wunschgewicht verholfen hat. Klar ist: Ashwagandha ist kein Wundermittel, mit dem Sie über Nacht unerwünschte Kilos loswerden. Im Gegenteil: Auch hier ist das Zusammenspiel von gesunder und ausgewogener Ernährung sowie ausreichende Bewegung entscheidend!

Laut einer Studie des Zentrums für Gesundheit aus dem Jahr 2012 von Carina Rehberg soll die Winterkirsche zur natürlichen Senkung eines erhöhten Cortisolspiegels beitragen. Allerdings ist bislang umstritten, welche Rolle Cortisol wirklich bei Übergewicht zu Teil wird. Die beruhigende Wirkung, die Ashwagandha nachgesagt wird3, könnte jedoch zur Stressreduktion beitragen und damit den Abnehmprozess positiv beeinflussen. Stress kann sich nämlich negativ auf den Stoffwechsel auswirken, was die Gewichtsreduktion negativ beeinträchtigt. Außerdem kann zu viel Stress die Motivation für mehr Bewegung und ausgewogene Ernährung senken.

Ashwagandha-Kapseln versus Pulver: Das sind die Unterschiede

Die beliebte Heilpflanze lässt sich als Tee oder in Kapselform einnehmen. Unterschiede ergeben sich dabei vor allem im Hinblick auf die Einnahme und Wirkung. Viele empfinden die Ashwagandha-Kapseln als angenehmer in der Anwendung, da sie den Geschmack des Pulvers als bitter wahrnehmen. Andere wiederum bevorzugen das aufgelöste Pulver in Säften oder Wasser, da Sie das Runterspülen der Kapseln als unangenehm empfinden. So gibt es für jeden eine angenehme und passende Darreichungsform.

Ashwagandha erhalten Sie nämlich auch als Extrakt. Der Unterschied zum Pulver ist auch hier vorrangig die Intensität der Wirkung auf Ihren Körper, denn in der Regel wirken Extrakte stärker. Extrakte sind daher geringer als das Pulver zu dosieren! Gerade wenn sie Ashwagandha lediglich für einen Entspannungsversuch testen möchten, ist das Pflanzenpulver vermutlich ausreichend. Bei stärkeren Beschwerden könnten sich hingegen Extrakte anbieten. Sprechen Sie jedoch unbedingt mit einem Arzt über Ihre Beschwerden und die geplante Einnahme von Ashwagandha. Eine Abklärung der Ursachen Ihrer Symptome und eine ärztliche Behandlung sind unerlässlich.

Die richtige Dosierung: So nehmen Sie die Heilpflanze zu sich

Grundsätzlich sollten Sie Ashwagandha regelmäßig bis zu zweimal täglich einnehmen. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie Pulver oder Kapseln eine Stunde vor bzw. zwei Stunden nach dem Essen zu sich nehmen. Beim Pulver sollten Sie jeweils eine Dosierung von 2 bis 4 Gramm nicht überschreiten und die Dosierung lieber langsam steigern. Sie können Ashwagandha auch problemlos mit weiteren Nahrungsergänzungsmitteln wie Gerstengras oder Kurkuma Brainwave Kapseln einnehmen.

Anders verhält es sich bei der Dosierung von Extrakten: Hier empfiehlt sich eine maximale Tagesdosis von 8 mg Withanoliden. Diese bezeichnen sekundäre Pflanzenstoffe, die in verschiedenen Gattungen der Nachtschattengewächse (wie Ashwagandha) vorkommen. Hören Sie bei der Dosierung aber immer auf sich und Ihren Körper und beobachten Sie, wie er auf die Menge reagiert. Sollte Ihnen die Wirkung beispielsweise zu stark vorkommen, sollten Sie diese reduzieren. Informieren Sie sich hierzu vorab und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Produkte mit Ashwagandha als Inhaltsstoff

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Keine fünf Minuten: So bereiten Sie die Ashwagandha Moon Milk zu

Eine beliebte Weise Ashwagandha zu sich zu nehmen, ist der Tee. Eine etwas andere und besonders leckere Variation ist der so genannte Ashwagandha-Drink, auch Schlaftrunk oder Moon Milk genannt. Für den wohligen und aromatischen Geschmack des Drinks benötigen Sie vorrangig Gewürze, die vielleicht ohnehin in den Untiefen Ihrer Gewürzsammlung schlummern.

Zutaten
  • 50 ml Hafermilch
  • Einen Teelöffel Ashwagandha-Pulver
  • Eine Prize Zimt
  • ½ TL Muskatnuss
  • ½ Vanilleschote
  • Zwei Prisen Kurkumapulver
  • Zwei Prisen Kardamompulver
  • Einen Teelöffel Honig oder Agavensirup
Ashwagandha Moon Milk
Für die Zubereitung der Moon Milk gießen Sie zunächst Hafermilch in einen Kochtopf und fügen die Gewürze hinzu.

Danach erwärmen Sie das Gemisch langsam bei mittlerer Temperatur auf dem Herd. Da Milch in der Regel sehr schnell anbrennt, sollten Sie den Schlaftrunk regelmäßig umrühren. Parallel dazu halbieren Sie die Vanilleschote und geben das herausgekratzte Mark gemeinsam mit Honig oder alternativ Agavensirup in die Milchmischung hinein.

Zu guter Letzt alles noch einmal gut umrühren, die Milch in die Lieblingstasse gießen, kurz abkühlen lassen und genießen!

Um optimal zu entspannen, genießen Sie den Schlummertrunk am besten circa eine Stunde vor dem Schlafengehen.

Mögliche Nebenwirkungen von Ashwagandha 

Grundsätzlich ist Ashwagandha in den empfohlenen Mengen gut verträglich. Allerdings sollten Sie unbedingt berücksichtigen, dass der Tee sowie auch Pulver und Kapseln nicht aus der Frucht selbst gewonnen werden, sondern lediglich aus den Wurzeln und Blättern der Pflanze. Die Beeren der Pflanze haben hingegen einen äußerst bitteren Geschmack und sind für den Menschen in großen Mengen giftig.

Bekannte Nebenwirkungen von Kapseln und Co. sind gelegentliche Verdauungsbeschwerden, die zu Durchfall führen können. In diesem Fall sollten Sie die Dosis reduzieren oder die Einnahme pausieren und einen Arzt aufsuchen.

Da es bislang noch keine aussagekräftigen Studien zu der Wirkung von Ashwagandha in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt, sollten Sie in diesem Zeitraum auf die Einnahme verzichten. Wenn Sie unter Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsenfunktionsstörungen, psychischen Störungen, Autoimmunerkrankungen oder Unverträglichkeiten leiden, sollten Sie die Einnahme unbedingt zunächst mit Ihrem Arzt abstimmen.

Gut Ding will Weile haben: Geben Sie Ihrem Körper Zeit!

Ashwagandha ist eine Pflanze, der vieles nachgesagt wird… Es gibt bereits einige Studien, die die Wirkungsweise von Ashwagandha bestätigen, allerdings sind weitere klinische und wissenschaftliche Studien erforderlich. Wichtig ist bei Ashwagandha auch die Qualität. Achten Sie daher darauf, dass Sie zu qualitativ hochwertigen Produkten greifen. Außerdem sollten Sie nicht vergessen, dass in der Regel einige Wochen bis Monate vergehen, bis Ashwagandha seine Wirkung entfaltet. Setzen Sie sich und Ihren Körper daher nicht unter Druck, wenn Sie nicht sofort positive Veränderungen beobachten.

Ashwagandha

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Mishra LC et al, Scientific Basis for the Therapeutic Use of Withania Somnifera (Ashwagandha): A Review, Alternative Medicine Review, 5 (4), 334-46 Aug 2000 (abgerufen am 29.06.2020).

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/ashwagandha-wirkung-und-anwendung (abgerufen am 29.06.2020).

Auddy B et al, A Standardized Withania Somnifera Extract Significantly Reduces Stress-Related Parameters in Chronically Stressed Humans: A Double-blind, Randomized, Placebo-Controlled Study, JANA Vol. 11 No. 1 2008 (abgerufen am 29.06.2020).