Was zeichnet die unterschiedlichen Fieberthermometer aus?
Digitale Kontaktthermometer, Ohrthermometer sowie Multifunktions-Infrarotthermometer, die Stirn-, Ohr-, Raum- und Flüssigkeitsmessung ermöglichen, unterscheiden sich in Messort, Genauigkeit und Handhabung. So hast du je nach Situation das passende Modell zur Verfügung.
Digitales Kontaktthermometer: günstig, robust und genau
Ein digitales Kontaktthermometer misst deine Körpertemperatur oral, axillar oder rektal und gilt als sehr genaue Messmethode für den Hausgebrauch, besonders bei Babys und Kleinkindern.
- Vorteile: geringer Anschaffungspreis, robust, geringe Fehleranfälligkeit, ideal für die Baby-Erstausstattung
- Genauigkeit: Die rektale Messung gilt als besonders zuverlässig, weil sie der Körperkerntemperatur am nächsten kommt.
- Kaufkriterien: Achte auf eine flexible, weiche Spitze für Babys, ein wasserdichtes Gehäuse, eine kurze Messdauer von 10 bis 60 Sekunden sowie einen Signalton nach Abschluss der Messung.
Fieberthermometer fürs Ohr: Wann ist ein Ohrthermometer sinnvoll?
Ein Ohrthermometer ist ideal, wenn du schnell und ohne großen Widerstand bei unruhigen Kindern Fieber messen möchtest. Es misst nämlich die Infrarotstrahlung des Trommelfells und liefert dir das Ergebnis innerhalb von 1 bis 3 Sekunden.
- Vorteile: sehr schnelle Messung, hygienisch durch auswechselbare Schutzkappen, komfortabel, auch wenn Kinder unruhig sind oder schlafen
- Genauigkeit: stark abhängig vom korrekten Anwinkeln des Gehörgangs; Ohrenschmalz oder Fehlpositionierung können das Ergebnis verfälschen.
- Kaufkriterien: Wähle ein Modell mit ergonomischer Sondenform, ausreichend Schutzkappen im Lieferumfang und beachte, dass viele Geräte erst ab 6 Monaten geeignet sind.
Multifunktions- und 3-in-1-Infrarotthermometer: mehrere Messarten in einem Gerät
Ein Multifunktions-Infrarotthermometer misst berührungslos an Stirn oder Schläfe und bietet dir zusätzlich die Möglichkeit, Raum- oder Flüssigkeitstemperaturen zu messen.
- Vorteile: kontaktlose, besonders hygienische Messung mit geringerem Risiko der Keimübertragung zwischen mehreren Nutzerinnen und Nutzern
- Genauigkeit: Zugluft, Schweiß oder ein falscher Abstand zur Stirn können das Messergebnis verfälschen, weshalb du für die Fiebermessung am besten einen ruhigen Raum wählst.
- Kaufkriterien: Modelle mit Umgebungstemperatur-Kompensation liefern dir zuverlässigere Werte; ein Fieberalarm mit Farbanzeige erleichtert dir die schnelle Einordnung des Ergebnisses.
Basalthermometer messen zwar ebenfalls deine Körpertemperatur, dienen aber der Zyklus- und Fruchtbarkeitsbestimmung und zählen daher nicht zu den klassischen Fieberthermometern.