Welche Veränderungen gibt es bei der werdenden Mama in der 40. SSW?
Alles deutet auf die Entbindung hin. Du merkst es sicher in vielerlei Hinsicht, dass sich in deinem Körper einiges tut: Ein harter 40. SSW-Bauch durch Kontraktionen der Gebärmutter, Durchfall und Übelkeit, Senkwehen, das Austreten von Muttermilch (Kolostrum) – mit all diesen Vorgängen bereitet sich dein Körper auf die Geburt vor. Der Gebärmutterhals verkürzt sich und der Muttermund kann sich langsam öffnen. Keine Sorge: Das sind normale Begleiterscheinungen in dieser Schwangerschaftswoche.
Welche 40. SSW-Geburtsanzeichen können auftreten?
Die Symptome in der 40. Schwangerschaftswoche konzentrieren sich hauptsächlich auf die Geburtsanzeichen und die Vorbereitung deines Körpers auf die Entbindung. Jede Schwangerschaft verläuft individuell – manche Frauen bemerken deutliche Anzeichen, bei anderen geht es ganz unvermittelt los. Folgende Symptome können auftreten:
- Senkwehen: Diese besonderen Wehen helfen dabei, dein Baby tiefer ins Becken zu bewegen. Du kannst sie von Übungswehen unterscheiden, da Senkwehen regelmäßiger auftreten und intensiver werden.
- Harter Bauch: Kontraktionen der Gebärmutter können dazu führen, dass sich dein Bauch zeitweise verhärtet – das ist ein häufiges Zeichen dafür, dass sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet.
- Durchfall und Übelkeit: Diese Beschwerden können als Begleiterscheinung auftreten, da die Kontraktionen der Gebärmutter auch den Verdauungstrakt beeinflussen können.
- Austreten von Kolostrum: Deine Brust kann bereits die nährstoffreiche Vormilch (Kolostrum) produzieren – ein Zeichen, dass dein Körper sich auch auf die Zeit nach der Geburt einstellt.
- Innere Unruhe und Schlafprobleme: Viele werdende Mamas erleben in dieser Phase eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Das ist völlig verständlich und du bist damit nicht allein.
Hilfreiche Tipps für die SSW 40
In der 40. SSW kannst du verschiedene Maßnahmen ergreifen, um dich auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten und die Wartezeit zu überbrücken:
- Ruhe und Entspannung gönnen: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um dir bewusst Ruhephasen zu gönnen und Überanstrengung zu vermeiden. Auch Atemübungen können dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen.
- Gedanken ablenken: Wenn die Gedanken zu sehr kreisen, kannst du dir zum Beispiel einen Film anschauen, ein Buch lesen oder deinem Baby etwas vorsingen. Auch dem Kinderzimmer den letzten Schliff zu geben, kann ein schöner Zeitvertreib sein.
- Kliniktasche nochmals kontrollieren: Es lohnt sich, noch einmal einen Blick in deine Kliniktasche zu werfen und zu prüfen, ob alles drin ist, was du brauchst.
- Geburtsbegleitung organisieren: Überlege dir ein oder zwei Personen, die dich im Ernstfall in die Klinik begleiten und auf Abruf bereitstehen. Scheue dich nicht, den angehenden Papa, Verwandte oder Freunde um Hilfe zu bitten – die meisten unterstützen dich sehr gern.
- Wehen sanft fördern: Wenn du ein wenig nachhelfen möchtest, kannst du ein warmes Bad nehmen oder Spaziergänge machen – beides kann wehenfördernd wirken. Auch leichte Bewegung wie Treppensteigen, Bauchmassagen oder Akupunktur können unterstützend sein. Sprich am besten vorher mit deiner Hebamme oder deinem Arzt.
- Wochenbett vorbereiten: Nutze die Zeit, um die Wochenbett-Zeit vorzuplanen und alles Nötige zu organisieren.
- Schweres Heben vermeiden: Schone deinen Körper und überlasse anstrengende Tätigkeiten anderen.
Welche Anzeichen gibt es, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht?
Jede Geburt ist einzigartig und die Anzeichen unterscheiden sich von Frau zu Frau. Manche Schwangere bemerken das Ablösen des Schleimpfropfs vom Muttermund, bei anderen kommt es zu einem Blasensprung mit Fruchtwasser. Bei den meisten Frauen setzen zuerst Geburtswehen ein, bevor das Fruchtwasser abgeht.
Wenn die Wehen in regelmäßigen Intervallen kommen und intensiver werden, kannst du zunächst beobachten, wie sich die Situation entwickelt. Treten sie alle fünf Minuten auf, ist es Zeit, dich in die Klinik zu begeben.
Keine Sorge, wenn die Geburtsanzeichen in der SSW 40 noch ausbleiben: Die Wahrscheinlichkeit einer Geburt genau am Termin liegt bei nur rund vier Prozent. Erst ab der vollendeten 42. Schwangerschaftswoche wird die Geburt in der Regel eingeleitet.
Die Geburt – dein Baby kommt zur Welt
Im Geburtsvorgang durchläufst du vier Phasen:
- Die Eröffnungsphase mit Eröffnungswehen in relativ großen Abständen: Hier kannst du dich entspannt auf die Fahrt in die Klinik vorbereiten. In dieser Phase platzt meist die Fruchtblase.
- Die Übergangsphase ist kürzer und intensiver. Hier weitet sich der Muttermund. Es dauert nun nicht mehr lange, bis dein Baby da ist.
- Die Austreibungsphase mit Presswehen: Mit jeder Wehe wird dein Baby ein Stück weiter durch den Geburtskanal geschoben. In den Pausen kannst du kurz durchatmen, bevor die nächste Wehe kommt. Du kannst verschiedene Geburtspositionen ausprobieren. Deine Hebamme wird dich unterstützen. Diese Phase endet mit der Geburt deines Babys.
- Die Nachgeburtsphase: Bevor du mit ein paar Nachwehen die Plazenta ausstößt, wirst du dein Baby das erste Mal sehen und berühren. Außerdem wird die Nabelschnur durchtrennt und dein Baby beginnt sein Leben außerhalb deines Körpers.
Ärztliche Untersuchungen in der SSW 40
In der 40. Schwangerschaftswoche prüft dein Frauenarzt oder deine Frauenärztin meist alle zwei Tage bei einer Vorsorgeuntersuchung, ob noch ausreichend Fruchtwasser für dein Baby vorhanden ist und die Plazenta genügend Nährstoffe transportiert. Auch die Geburtsposition wird kontrolliert – ob dein Baby mit dem Köpfchen nach unten in deinem Becken liegt.
Um die Herztöne deines Babys im Blick zu haben, wird kurz vor der Geburt in der Regel auch ein CTG geschrieben. Wenn du jetzt noch schwanger bist, sollte es auf eine natürliche Geburt hinauslaufen. Ein geplanter Kaiserschnitt findet meist schon in der 38. SSW statt, damit nicht unverhofft schon Wehen auftreten. Bei kurzfristig auftretenden Komplikationen kann aber auch jetzt noch ein Kaiserschnitt erfolgen.
Solltest du keine Geburtsanzeichen bemerken, dann sprich deinen Arzt und deine Hebamme ruhig auf wehenfördernde Maßnahmen an. Sie werden dir erläutern, was in deiner Situation sinnvoll ist.
Tipps für die Ernährung in der 40. Schwangerschaftswoche
Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft ist auch in der 40. SSW wichtig, um deinen Körper optimal auf die bevorstehende Entbindung vorzubereiten. Gerade jetzt benötigt dein Körper viel Energie für die Geburt.
Leichte, gut verdauliche Mahlzeiten können dir helfen, dich wohlzufühlen, ohne den Magen zu belasten. Ausreichend Flüssigkeit – zum Beispiel stilles Wasser oder ungesüßte Tees – unterstützt deinen Kreislauf. Energiereiche Snacks wie Nüsse, Trockenfrüchte oder Vollkornprodukte können dir zwischendurch einen Energieschub geben. Bei Übelkeit oder Appetitlosigkeit, die in der 40. Schwangerschaftswoche auftreten können, helfen vielen Frauen kleinere und häufigere Mahlzeiten über den Tag verteilt.
40. SSW: Fragen für deinen Arzttermin
In der 40. Schwangerschaftswoche kannst du folgende Themen mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprechen:
- Was erwartet mich in der Zeit nach der Geburt und im Wochenbett?
- Wie kann ich echte Geburtswehen von Übungswehen unterscheiden und bei welchen Anzeichen sollte ich in die Klinik fahren?
- In welcher Geburtsposition liegt mein Baby aktuell?
Checkliste für die 40. Schwangerschaftswoche
In der 40. SSW kannst du dich behutsam auf die letzten Schritte vor der Geburt einstellen. Vielleicht ist für dich Folgendes hilfreich:
- Jegliche Überanstrengung vermeiden und dir bewusst Ruhephasen gönnen
- Die Kliniktasche ein letztes Mal überprüfen – auch die Papiere
- Entscheiden, wer dich bei der Geburt begleiten soll, und die Person auf Abruf bereithalten
- Dich mit einem Buch, Film oder Musik ablenken, wenn die Gedanken zu sehr kreisen
- Mit deiner Hebamme über wehenfördernde Maßnahmen sprechen
- Die Wochenbett-Zeit vorbereiten und alles Nötige organisieren
- Eine Liste mit wichtigen Telefonnummern griffbereit halten (Klinik, Hebamme, Geburtsbegleitung)