Welche Veränderungen gibt es bei dir als Mutter in der 37. SSW?
Durch die tiefe Lage deines Babys drückt die Gebärmutter nicht mehr so stark auf deine Lunge und deinen Magen. Dafür wird es in deinem unteren Bauchbereich enger. Die Form deines Bauches verändert sich ebenfalls: Häufig ist er nicht mehr so sehr nach vorn gewölbt, sondern sinkt etwas nach unten. Dein wunderschöner Bauch kann jetzt häufig im Weg sein – versuch, dies mit Humor zu nehmen, denn es ist nur vorübergehend!
37. SSW-Geburtsanzeichen erkennen
Zudem können in der 37. SSW erste Geburtsanzeichen auftreten. Insbesondere wenn du zum ersten Mal Mama wirst, hast du vielleicht Sorgen, Vorwehen nicht von Übungswehen unterscheiden zu können. Du darfst dir aber sicher sein: Vorwehen fühlen sich anders an, sind intensiver und kommen in regelmäßigen Intervallen. Wenn du dir da unsicher bist, sprich gerne mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
Mit den Vorwehen kann sich der Schleimpfropf am Muttermund lösen. Wenn du das bemerkst, ist dies ein sicheres Anzeichen, dass in der 37. SSW die Geburt losgeht, auch wenn es noch Stunden dauern kann. Du musst also nicht sofort ins Krankenhaus fahren. Die nächste Etappe sind die Eröffnungswehen, bei denen die Fruchtblase platzt – der sogenannte Blasensprung. Dabei tritt das Fruchtwasser aus, was ein eindeutiges Signal dafür ist, dass die Geburt begonnen hat. Spätestens jetzt kannst du dich in die Klinik begeben, wo untersucht wird, ob sich der Muttermund weitet.
Welche Symptome können in der SSW 37 auftreten?
Die Symptome in der 37. Schwangerschaftswoche entstehen hauptsächlich durch die tiefe Lage deines Babys und die Vorbereitungen deines Körpers auf die Geburt:
- Druck im Unterleib: Da dein Baby tief im Becken liegt, kannst du verstärkten Druck im unteren Bauchbereich spüren.
- Häufigerer Harndrang: Die Gebärmutter drückt stärker auf deine Blase, weshalb du häufiger zur Toilette musst.
- Durchfall: Manche Frauen bemerken in dieser Phase Durchfall, da der Körper sich auf die Geburt vorbereitet.
- Senkwehen: Diese Wehen helfen dabei, dein Baby noch tiefer ins Becken zu bewegen, und können mehrmals täglich auftreten.
- Veränderter Bauchumfang: Dein Bauch sinkt etwas nach unten, was die Form verändert und deinen Körperschwerpunkt verlagert.
- Nachlassende Kurzatmigkeit: Durch die tiefere Lage deines Babys kann das Atmen wieder leichter fallen.
- Abgang des Schleimpfropfs: Ein rotbräunlicher Ausfluss kann darauf hindeuten, dass sich der Schleimpfropf gelöst hat – ein Zeichen für die nahende Geburt.
Hilfreiche Tipps für die 37. SSW
In der Schwangerschaftswoche 37 kannst du dich mit folgenden Maßnahmen optimal auf die bevorstehende Geburt vorbereiten:
- Entspannungsübungen: Atemübungen können dir helfen, zur Ruhe zu kommen und dich auf die Geburt vorzubereiten.
- Regelmäßige Toilettengänge: Regelmäßige Toilettengänge helfen dabei, deine Blase zu entlasten.
- Schweres Heben vermeiden: Indem du schwere körperliche Belastungen vermeidest, kannst du deinen Körper schonen.
- Letzte Fragen klären: Jetzt kannst du letzte offene Fragen mit deiner Hebamme oder deinem Arzt besprechen.
- Kliniktasche packen: Falls bisher nicht geschehen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um deine Kliniktasche fertig zu packen.
- Geburtsbegleitung festlegen: Überlege dir, welche Person dich bei der Geburt begleiten soll – das kann sowohl dein Partner als auch deine Mutter oder eine andere enge Bezugsperson sein.
Was gehört in die Kliniktasche?
Nur ein sehr geringer Prozentsatz aller Babys kommt genau zum errechneten Geburtstermin zur Welt. Manche Babys sind früher dran – deshalb ist es sinnvoll, alles parat zu haben, was du zur Entbindung mit in die Klinik nehmen möchtest.
In die Kliniktasche kannst du zum Beispiel folgende Dinge packen:
- Nachthemden, mit denen du stillen kannst
- Socken
- Unterwäsche
- Pantoffeln mit rutschfester Sohle (oder Stopper-Socken)
- Einen bequemen Still-BH
- Bequeme Kleidung für dich und dein frischgeborenes Baby
- Toilettenartikel (Zahnbürste, Deo etc.)
- Wichtige Papiere (z.B. Mutterpass, Krankenhaus-Einweisung, Kontaktdaten der Hebamme)
Genauere Informationen inklusive Checkliste haben wir dir im Beitrag Kliniktasche packen zusammengestellt.
Tipps für die Ernährung in der 37. Schwangerschaftswoche
Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft ist auch in der 37. SSW wichtig, um deinen Körper optimal auf die Geburt vorzubereiten. Dein Baby legt weiterhin Gewicht zu und benötigt ausreichend Energie.
Du kannst auf leicht verdauliche Mahlzeiten setzen, da die Gebärmutter noch immer Druck auf deinen Magen ausübt. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt können dir guttun. Ausreichend Flüssigkeit ist ebenfalls wichtig – etwa zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßte Tees täglich.
Falls du Durchfall bemerkst, achte besonders auf deine Flüssigkeitszufuhr. Bei anhaltenden Beschwerden kannst du dich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt austauschen.
37. SSW: Welche Fragen kann ich meinem Arzt / meiner Ärztin stellen?
In der 37. Schwangerschaftswoche kannst du folgende Themen mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprechen:
- In welcher Position liegt mein Baby aktuell?
- Was sind eindeutige Geburtsanzeichen und wann sollte ich die Klinik aufsuchen?
- Ist für mich eine natürliche Geburt möglich oder ein Kaiserschnitt erforderlich?
- Was sind die Ergebnisse des Streptokokken-Tests?
Bei der Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft wird überprüft, ob es Anzeichen für eine direkt bevorstehende Geburt gibt. Je konkreter du über alles informiert bist, desto weniger musst du Angst vor der Geburt haben. Also habe keine Scheu, alles zu fragen, was dich beschäftigt – sowohl bei deinem Arzt als auch bei deiner Hebamme!
Checkliste für die 37. Schwangerschaftswoche
Folgende Punkte können für dich in der SSW 37 relevant werden:
- Deine Kliniktasche final packen und griffbereit halten
- Überlegen, wie du in die Klinik kommst, wenn die Geburt losgeht
- Festlegen, ob du deine Plazenta aus der Klinik mitnehmen möchtest, oder was damit nach der Geburt passieren soll
- Letzte offene Fragen mit deiner Hebamme oder deinem Arzt klären
- Regelmäßige Entspannungsübungen und Atemtechniken üben